Berufsunfähigkeit und Anzweifelungen.

Schwerbehinderung, Rente, Kur etc. Austausch unter Betroffenen. Hier erfolgt keine Beratung durch den AK Sozialrecht!
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Thilo
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Re: Berufsunfähigkeit und Anzweifelungen.

Beitrag von Thilo »

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Das geht dann "durch", wenn der Versicherer alles geprüft hat. Jetzt hat er schon mal Zweifel angemeldet, deshalb die Nachfrage.

Ich würde mit dir wetten wollen, dass dies nicht ohne Ärger abläuft. Nur mit anwaltlicher Hilfe wirst du weiterkommen.

Brosis2018
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Re: Berufsunfähigkeit und Anzweifelungen.

Beitrag von Brosis2018 »

Jetzt will sich der Versicherungvertreter sich mit einschalten, der damals die Versicherung abgeschlossen hat. Er will sie selbst anrufen sagt er und das klären. Er meint es wurde damals bei Abschluss alles ja geprüft und hat gepasst. Er vertritt ja die Versicherung heute noch. Weiß nicht ob das was hilft. Die versicherung haben wir auch angerufen und meinten, das wäre das einzige manko was sie zu bemängeln hätten.

Brosis2018
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Re: Berufsunfähigkeit und Anzweifelungen.

Beitrag von Brosis2018 »

Ich hätte mal eine frage. Ist das eigentlich rechtens? Hätten die das nicht bei Abschluss des Vertrages prüfen müssen? Da wäre es ja kein problem gewesen zum Arzt zu gehen und zu untersuchen lassen. Habe mehrere Urteile im Netz gefunden, da stand das das nicht rechtens wäre angeblich.

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Thilo
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Re: Berufsunfähigkeit und Anzweifelungen.

Beitrag von Thilo »

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Waren denn meine bisherigen Hilfestellungen wirklich fruchtlos? Ich habe doch versucht dir einen gangbaren Weg aufzuzeichnen.

Wenn du bspw. ein Auto versicherst und gibst beim Fahrzeugtyp 90 PS an, ist das zunächst ok. Mitarbeiter der Versicherung kommen nicht vorbei und überprüfen deine Angaben. Baust du verbotenerweise einen Chip ein, der das Auto auf 150 PS aufrüstet, verlierst du den Versicherungsschutz, weil du falsche Angaben gemacht hast. Bei einem Unfall könnte die Fahrzeugmanipulation auffliegen und der Versichererungsschutz wäre dahin. Im nachhinein.

Ähnlich verhält es sich bei deiner BU-Versicherung. Du hast Angaben im Versicherungsantrag gemacht und der Versicherer geht zunächst davon aus, dass alle Angaben der Wahrheit entsprechen. Nach Prüfung durch den Versicherer erhälst du den Versicherungsschutz, sofern du versicherbar bist. Stellt sich im Nachhinein heraus, dass deine Angaben im Antrag nicht stimmten, kann die Versicherung den Vertrag nachträglich, bspw. wegen "arglistiger Täuschung", anfechten. Hast du bspw. 90 Kilo angegeben, obwohl du 110 Kilo gewogen hast, hat der Versicherer einen Trumpf in der Hand um auch jetzt noch den Vertrag anzufechten.

Hier im Forum sind keine Versicherungsspezialisten unterwegs. Ich kann dein ständiges Nachfragen an dieser Stelle deshalb nicht nachvollziehen. Du brauchst in deiner Sache eine rechtssichere Auskunft! Da hilft kein Forum und kein Internet. Es gibt speziell ausgebildete Menschen, die in einem solchen Fall sachkundig weiterhelfen.

Ich sage dir jetzt nicht zum vierten Mal was zu tun ist.

Brosis2018
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Re: Berufsunfähigkeit und Anzweifelungen.

Beitrag von Brosis2018 »

Hallo, danke Thilo für deine Antwort. Sorry, bin einfach in der Sache einfach unsicher. Da es ja neuland ist. Ich habe ein Attest von meinen Hausarzt bekommen das ich zu der Zeit auch Tatsächlich 95 kilo hatte, das ja auch stimmte. Habe es der Versicherung zugesandt aber noch nichts gehört. Die sagten das dauert noch kurz bis es bearbeitet ist. Die Rechtschutzversicherung habe ich mit eingeschaltet, wobei die meinte wir halten uns noch ruhig bis eine Antwort kommt, vielleicht Akzeptieren sie das ja.

Mfg und danke für die hilfe.

Brosis2018
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Re: Berufsunfähigkeit und Anzweifelungen.

Beitrag von Brosis2018 »

So, haben es einen Anwalt übergeben. Mal sehen was passiert. Mich würde mal interessieren. Hatte vor 4 Jahren schon mal Berufsunfähigkeit eingereicht nach dem Krankenhaus. Bin aber nach 1 Jahr dann selbst von mir aus, da es ja besser ging wieder in die Arbeit gegangen. Wir haben die Berufsunfähigkeitsversicherung Telefonisch kontaktiert das ich die Arbeit wieder aufnehmen werde. Darauf hin bekamen wir einen Brief, daß Sie den Versicherungsvertrag prüfen wollen ob dieser Ordnungsgemäß zustande gekommen ist um den Vorgang abzuschließen. Sie haben sämtliche Unterlagen der Krankenkassen und Hausärzte sowie Krankenhaus angefordert der letzten 10 Jahre vor Vertragsabschluss. Dann bekamen wir ein schreiben, indem bestätigt wurde, dass der Vorgang geschlossen und Abgelegt wurde. Das heißt doch eigentlich das damals alles ok war, da es ja geprüft wurde. Sie haben ja jetzt auch 4 Jahre lang den normalen Monatlichen Beitragsbetrag weiter verlangt. Jetzt beim 2ten mal einreichen auf die Berufsunfähigkeit fangen sie an mit Gewichtsanzweifelung usw. Nachdem ja damals alles in Ordnung war und wir das Schriftlich haben, das der Vorgang geprüft und abgeschlossen ist, können Sie da einfach jetzt mit dem Anfechten anfangen? Da sie ja damals die Chance zur Prüfung hatten.

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Thilo
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Re: Berufsunfähigkeit und Anzweifelungen.

Beitrag von Thilo »

Brosis2018 hat geschrieben:.......Hatte vor 4 Jahren schon mal Berufsunfähigkeit eingereicht nach dem Krankenhaus. Bin aber nach 1 Jahr dann selbst von mir aus, da es ja besser ging wieder in die Arbeit gegangen. Wir haben die Berufsunfähigkeitsversicherung Telefonisch kontaktiert das ich die Arbeit wieder aufnehmen werde. Darauf hin bekamen wir einen Brief, daß Sie den Versicherungsvertrag prüfen wollen ob dieser Ordnungsgemäß zustande gekommen ist um den Vorgang abzuschließen. Sie haben sämtliche Unterlagen der Krankenkassen und Hausärzte sowie Krankenhaus angefordert der letzten 10 Jahre vor Vertragsabschluss. Dann bekamen wir ein schreiben, indem bestätigt wurde, dass der Vorgang geschlossen und Abgelegt wurde. Das heißt doch eigentlich das damals alles ok war, da es ja geprüft wurde. Sie haben ja jetzt auch 4 Jahre lang den normalen Monatlichen Beitragsbetrag weiter verlangt. Jetzt beim 2ten mal einreichen auf die Berufsunfähigkeit fangen sie an mit Gewichtsanzweifelung usw. Nachdem ja damals alles in Ordnung war und wir das Schriftlich haben, das der Vorgang geprüft und abgeschlossen ist, können Sie da einfach jetzt mit dem Anfechten anfangen? Da sie ja damals die Chance zur Prüfung hatten.


Hallo Brosis 2018,

völlig neue, aber äußerst wichtige Fakten, die du nun offenbarst.

Kein Außenstehender kennt deinen Versicherungsvertrag, niemand die (kleingedruckten) Vertragsbedingungen, etc. Dein Anwalt wird dir ab sofort all deine Fragen beantworten. Ohne Detailkenntnisse bleibt das hier nur ein stochern im Nebel.

Trotzdem bin ich sehr gespannt wie diese Sache am Ende für dich ausgeht.

Viel Erfolg und Gruß

Thilo

Brosis2018
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Re: Berufsunfähigkeit und Anzweifelungen.

Beitrag von Brosis2018 »

Hallo, geht jetzt alles übern Anwalt. Mich würde nur so mal Interesse halber interessieren. Was bring ihnen denn das Zeitschinden? Sie bräuchten doch nur einfach nein sagen oder, wenn sie im recht währen. Weil wer macht sich die mühe das immer und immer wieder zu Bearbeiten wenn man es nicht müsste. Aber die fragen immer wieder nach einen gutachten und wenn sie es kriegen ist die Begründung das ist zu ungenau und nach längerer zeit fordern sie es wieder an, und wenn man nachfragt, merkt man das sie in Erklärungsnot geraten (Zeitschinden) und wieder ein anderes gutachten haben möchten oder wieder einen gleichen Arzt anfragen wo sie schon Angefragt hatten. Wollen auch immer wieder bei den Anfragen zum Arzt eine Unterschrift um für die Befunde Anfragenzu können (Obwohl sie eine Allgemeine für alle Ärzte haben), weil das hin und herschicken dauert dann wieder 6 Wochen. Obwohl sie das alles schon doppelt und 3fach haben. Was haben die davon?

glöckchen09
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Re: Berufsunfähigkeit und Anzweifelungen.

Beitrag von glöckchen09 »

hallo Brosis,

ich kenne dieses verhalten, wie du es nennst ,,zeitschinderei" auch von krankenkassen, rentenversicherungsträgern, versorgungsämtern usw.
meiner meinung nach wollen die nicht zeit schinden, sondern dich mürbe machen, damit du aufgibst. somit müssten diese nicht zahlen. und ich gehe davon aus, dass ein großer teil nach mehreren widersprüchen aufgibt. damit sparen die einen haufen geld.

halte durch, grüße, glöckchen09

Brosis2018
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Re: Berufsunfähigkeit und Anzweifelungen.

Beitrag von Brosis2018 »

Hallo, heißt das Praktisch jetzt, das sie anderweitig nichts gefunden haben um nicht Zahlen zu müssen, oder warum fahren die auf diese Taktik einen Mürbe zu machen? Ginge doch viel einfacher wenn sie geprüft haben und nein sagen würden. Oder hat das nichts damit zu tun. Und wollen von haus auf gar nicht nein sagen. Und wird Standart mäßig gemacht diese Tour. Aber ist ja für die dann auch Arbeit die sich zieht. Und dann nicht sein müsste.

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