Eiseninfusionen bei MC

Austausch zu medizinischen Aspekten von Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und mikroskopischen Kolitiden.

Eiseninfusionen bei MC

Beitragvon ele » Do 9. Mai 2019, 18:54

Hallo,
ich habe alle Symptome eines Eisenmangels, obwohl meine Eisen- und Ferretinwerte an der unteren Grenze des Normbereiches liegen, genauso der HB-Wert.
Weil ich also noch keinen ausgewiesenen Eisenmangel habe, verweigert mir mein jetziger Hausarzt Eisen-Infuionen, die würde die Krankenkasse nicht bezahlen.
Bei meiner früheren Hausärztin - hat die Praxis aufgegeben - bekam ich nach Anraten des Hämatologen in den letzten Jahren alle 3-4 Monate eine Infusion mit 2 Amp. Ferrlecit 62,5 mg, da spielten die Werte keine Rolle, und damit ging es mir gut, ich konnte meinen Alltag bewältigen und hatte darüber hinaus auch noch Kraft und Energie für aufbauende Dinge.
Ich habe MC seit über 45 Jahren mit Dickdarmresektion bis auf 30 cm, Verwertungsstörungen, und immer wieder gesundheitliche Einbrüche, darüber hinaus Rheuma, Schilddrüsenentzündung, noch anderweitige Entzündungsprozesse und oft Infekte. Ich bekomme seit über 10 Jahren TNF-alpha-Bocker, die ich gut vertrage und damit die MC- und RA-Schübe in Schach hielten.
Seit Dez. letzten Jahres fühle ich mich aber tief erschöpft, hatte Haarausfall und wie schon erwähnt alle Symptome eines Eisenmangels, dazu traten erstmalig wieder Schübe beim Rheuma und Crohn auf.
Meine Frage: Hat jemand Erfahrung, wann Eiseninfusionen von der Krankenkasse erstattet werden, und welche Indikation ggf. auf dem Kassenrezept aufgeführt werden muss, wenn kein nachgewiesener Eisenmangel per Labor vorliegt, damit der Arzt nicht mit einem Regress rechnen muss.
Bin für jeden Tipp dankbar!
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Re: Eiseninfusionen bei MC

Beitragvon Julian-R- » Fr 10. Mai 2019, 09:21

Hallo,
hast du dir schonmal eine zweit Meinung eingeholt?

Du kannst ja sonst zu Not die Eisen Therapie auch selber durchführen, mit Präparaten aus der Drogerie.

Z.b. Floradix Eisen Saft, oder Rotbäcken Eisen Saft.

Ich würde immer Saft anstelle von Tabletten nehmen.

Nur als Tipp, falls du nicht weiterkommst.
Julian-R-
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Re: Eiseninfusionen bei MC

Beitragvon ele » Fr 10. Mai 2019, 09:28

Danke für die Tipps, aber ich kann Eisen oral nicht einnehmen, bekomme Durchfall, Krämpfe und außerdem wird es nicht gut verwertet.
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Re: Eiseninfusionen bei MC

Beitragvon Woman86 » Fr 10. Mai 2019, 13:57

Hy

Also ich hatte vor 2 Wochen ca auch werte im unteren Normbereich!
Da ich aber aus der Vergangenheit weiß dass die mir schon Probleme
bereiten gab es keine Probleme eine Infusion zu erhalten!

Ich sagte zu meiner Ärztin einfach das ich sehr müde bis und merke das ich zu wenig Eisen habe!
Es stellt da anscheinend kein Problem dar und der Arzt muss sich soweit ich weiß da auch nicht rechtfertigen!


Liebe Grüße
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Re: Eiseninfusionen bei MC

Beitragvon Pia » Mo 13. Mai 2019, 17:51

Hallo zusammen,ich hatte auch eine Eisenmangelanämie.Man kann sich das Eisen auch spritzen lassen.Ich bekam aller 2Wochen
eine Spritze.Nach 4 maliger Verabreichung war der Wert völlig normal.Das hâlt jetzt schon seit mehr als 4 Monate an.
Das Präparat heißt Fermed und wurde mir von meiner Hausärztin ohne Probleme verordnet.
Viele Grüße Connie!
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Re: Eiseninfusionen bei MC

Beitragvon Anton » Di 14. Mai 2019, 12:39

Hallo, Ele,

habe vor kurzem eine Eiseninfusion verschrieben bekommen. Habe Colitis ulcerosa. Meine Werte waren auch eigentlich nicht so schlecht. Hatte aber Müdigkeit und Haarausfall. Auf der Überweisung stand nur drauf, dass ich eine Eiseninfusion bekommmen soll bei colitis ulcerosa. Ich denke, dass die Indikation bei Crohn ähnlich ist, noch dazu nach einer OP. Wir können halt über den Darm kein Eisen aufnehmen, bzw. wird die Schleimhaut noch mehr beschädigt durch orale Einnahme.

Habe das neueste Präparat bekommen, Ferinject, 500 ml. Das soll die wenigsten Komplikationen haben.

Ich denke, man braucht halt nur einen "verständigen" Arzt. Geh doch einfach zu einem anderen, wenn der Gastro das nicht mitmacht, dann vielleicht beim Endokrinologen nachfragen o.ä.

LG Anton
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Re: Eiseninfusionen bei MC

Beitragvon C4Berlin » Do 16. Mai 2019, 22:06

Ferlicit-Infusionen sind ja nicht teuer. Haben bei mir sowohl GKV als auch später die PKV anstandslos bezahlt.
Dann gibt es noch Spritzen/Infusionen, die ein Jahr vorhalten und da kostet eine Behandlung 700 EUR. Da war die PKVTWAS zickig und wollte das genau begründet haben.
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