Autophagie

Ergänzende Wege zur "normalen" Medizin.

Autophagie

Beitragvon Vesta » Di 23. Apr 2019, 07:56

Im Jänner 2016 wurde bei mir eine Proktitis / Colitis Ulcerosa diagnostiziert, ich wurde therapiert mit Pentasa Zäpfchen, Pentasa Retard Granulat 2g, Colifoam, Kortison, es half alles nur bedingt. Im August 2017 wurden die Symptome derart massiv, dass ich seit September 2017 Remsima (=Remicade) erhalte.
Die letzte Infusion hatte ich am 22. März. Davor hatten sich die Symptome wieder massiv gezeigt, der Calprotectin-Wert lag lag bei 394 (normal < 50). Auch nach dieser Infusion wurde der Status nicht besser. Der Gastro in der Klinik meinte, ich müsse das Intervall von 8 auf 6 Wochen verkürzen.

Eine liebe Freundin hat mir über die Autophagie erzählt, ich habe den Begriff gegoogelt und bin auf folgenden Link gestoßen:

https://autoimmunportal.de/autophagie/

In diesem Artikel wird die Autophagie sehr gut erklärt und es wird konkret Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa genannt. Also musste ich es ausprobieren, 16 Stunden Fasten, 8 Stunden Essen. Zunächst tat sich nichts, aber die Häufigkeit der Stuhlgänge senkte sich langsam. Mein jetziger Stand

Vorvorgestern 3
Vorgestern 2
Gestern 4

Ich habe wirklich den Eindruck, es geht mir viel besser!
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Re: Autophagie

Beitragvon gruenertee44 » Do 25. Apr 2019, 13:26

Danke für den sehr interessanten Beitrag!

Man beachte, dass explizit Vitamin D genannt wird, als Faktor, der den Autophagie-Prozess in Gang setzt:

Zitat:

Doch durch bestimmte Nahrungsmittel, Nahrungsinhaltsstoffe, und Medikamente können Sie auch neben dem Fasten von einer gesteigerten Autophagozytose profitieren:

Kaffee
Ketogene Ernährung
Ingwer
Grüntee
Reishi (fernöstlicher Heilpilz)
Brokkoli (das enthaltene Sulphoraphan4)
Vitamin D (essenziell für eine gute und effektive Autophagie; ca. 80 % aller Deutschen weisen einen Vitamin D-Mangel auf)
Kurkuma und Kurkuma-Extrakt (Curcumin)
Resveratrol (rote Trauben und Rotwein)
Melatonin (das Schlafhormon; gesunder Schlaf ist essenziell)
Spermidin (Nahrungsergänzungsmittel)
Metformin und Rapamycin (Diabetesmedikamente)
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Re: Autophagie

Beitragvon Miss.understood » Di 30. Apr 2019, 07:25

Hallo,

wie geht es mit dem Fasten?

Hat sich eine Besserung eingestellt?

Liebe Grüße
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Re: Autophagie

Beitragvon Vesta » Mi 1. Mai 2019, 18:41

Ich habe mich schon daran gewöhnt. Abendessen vor 18:00 Uhr, nächstes Essen um 10:00 Uhr.

Ja, es ist besser geworden (die letzte Remsima- Infusion hat ja überhaupt zu keiner Besserung geführt).

Heute war ich erst 2 x auf der Toilette!
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Re: Autophagie

Beitragvon Alphamag » Mo 6. Mai 2019, 20:44

Hallo liebe Leute,
jippie, ich freu mich immer so, wenn ich andere Betroffene finde, die ähnliches erleben! Ich hab auch sehr, sehr gute Erfahrungen mit Intervallfasten 16/8. Ich mache das immer, nur am Wochenende nicht. Über das Frühstück kann ich mir gut mit einem ketogenen Espresso helfen (Kokosfett und Ghee drin), auf die Art bin ich satt und entspannt bis mittags. Wichtig finde ich auch noch zu erwähnen, dass es eine gewisse Zeit der Umstellung braucht und es noch ein gutes Stück einfacher ist, wenn abends so wenig wie möglich Kohlenhydrate gegessen werden.
Liebe Grüße, das Autoimmuntier Margheritalpha
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Re: Autophagie

Beitragvon Kaja » Mo 6. Mai 2019, 20:52

Hallo ihr 16/8,

meine Fragen an Euch:

1. seid ihr 100 % (Vollzeit) berufstätig?

2. habt ihr Haus und Garten?

3. Lösungsansätze: wie schafft ihr das alles zu bewältigen und das Ernährungsregime zu halten?

Ich wäre sehr dankbar für Eure Hinweise 16/8 umzusetzen!

Viele Grüße

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Re: Autophagie

Beitragvon Korona » Mo 6. Mai 2019, 22:48

Hallo Kaja,

das ist eine Frage der inneren Einstellung und der Gewöhnung. Der Mensch braucht nicht ständig zu essen.
Hunger entsteht, weil der Blutzuckerspiegel zu stark abfällt, nachdem er z.B. durch einfache Zucker aktiviert wurde.
Über die 16 Stunden, von denen so einige ja auch in die Nacht fallen, kann man sich mit Wasser und Tee retten.

Wenn ich arbeite, bin ich abgelenkt. Bekomme ich zu früh Hunger, trinke ich etwas.
Ich fühle mich sehr gut, wenn ich frei von Verdauungsballast bin.

Die meisten von uns essen, weil sie glauben dass der Mensch essen MUSS und ohne Frühstück nicht denken kann.
Die meisten wissen gar nicht mehr, wie sich wirklicher Hunger anfühlt. Sie essen aus Gewohnheit.
Probiere es einfach mal aus.

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Re: Autophagie

Beitragvon Vesta » Sa 18. Mai 2019, 14:49

Hallo Kaja,
nein, ich bin nicht berufstätig, habe aber Haus, Garten und zwei Hunde. 16 : 8 geht bei mir super. Letzte Mahlzeit 18:00 Uhr. Der Wecker läutet um 5:30 Uhr, danach Morgenspaziergang mit den Hunden. Zu Hause schwarzer Kaffee (ist erlaubt). Frühstück dann um 10:00 Uhr, wobei ich die Erfahrung gemacht habe, dass es mir viel leichter fällt, bis 10:00 Uhr nichts zu essen, wenn ich beschäftigt bin. Ich trainiere z.B. zweimal pro Woche von 9:00 - 10:00 Uhr mit den Hunden. Dann komme ich erst um 11:00 Uhr dazu, etwas zu essen.

Auf jeden Fall alles Gute!
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Re: Autophagie

Beitragvon 132 » Mi 5. Jun 2019, 11:42

Finde das ganze auch sehr intressant.
Habe bei mir aber massiven Bammel, so lange nichts zu essen. Bin 2,07m, ca. 120kg schwer und männlich, somit ist mein Energiebedarf schon höher als bei normalen Menschen. Ist es die ersten Tage sehr schlimm und hat man dauernd Hunger und evtl schlechte Laune? Wielange dauert es, bis sich das ganze so einstellt, dass es Alltag geworden ist und nicht mehr stört?

Gruß
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Re: Autophagie

Beitragvon Vesta » So 9. Jun 2019, 08:27

An die lange Essenpause habe ich mich rasch gewöhnt! Ich stehe ja schon um 5:30 Uhr auf, mache einen längeren Spaziergang und danach gibt es schwarzen Kaffee. Der ist warm und beruhigt den Magen, so dass kein Hungergefühl aufkommt. Wasser ist auch erlaubt.
Um 10:00 Uhr wird dann gefrühstückt.
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