MC + Histaminintoleranz?

Austausch zu medizinischen Aspekten von Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und mikroskopischen Kolitiden.

MC + Histaminintoleranz?

Beitragvon Jrx » Mo 11. Mär 2019, 01:36

Hey ich möchte mich erstmal vorstellen.

Ich bin 20 Jahre alt, männlich, Student(mehr oder weniger inzwischen), hatte bis jetzt keine Ops und jaa :)

Ich hab jetzt seit 1 1/2 Jahren Probleme.
Alles hat mit einem leichten Auffahrunfall im November 2017 begonnen. Dann kam im Januar 2018 ein Kreislaufzusammenbruch hinzu.
Seitdem hat das ganze angefangen. Ich merkte seit dem das ich viele Nahrungsmittel nicht mehr vertrug und Probleme bekam. Im Juli dann endlich die erste Diagnose. Histaminintoleranz. Nicht schön, aber kann man eigentlich wegbekommen. Dachte ich zumindest.
Also Ernährung angepasst und versucht auf alles was das auslösen könnte verzichtet.
Danach haben langsam die Bauchschmerzen angefangen. Inzwischen werden sie immer stärker. Vor allem unten rechts, was teilweise echt nichtmehr aushaltbar ist. Dazu kommen immer Blähungen. Im Januar 2019 bin ich im KH gelandet wegen plötzlich noch schlimmerer Bauchschmerzen unten rechts. Diagnose: Geschwollene Lymphknoten im Unterbauch sowie freies Wasser zwischen den Dünndarmschlingen. 2 Wochen später Termin bei einem Facharzt. Borreliose + Yersinien gefunden. 3 Wochen täglich 200mg Doxycyclin. Viele Symptome weg, aber die Bauchschmerzen sind nach dem Absetzen eher schlimmer geworden. hauptsächlich befinden sich die Schmerzen unten rechts. Ist meist so wie ein stechen. Hab auch relativ oft Durchfall und sehr viele Blähungen.

Zu meinen Untersuchungen:
Blutabnahmen ohne Ende:
Vitamin B6 zu hoch, trotz das ich es nicht einnehme
Kupfer zu niedrig( vlt durch Mangelernährung HIT)
Vitamin D relativ niedrig, nehm ich aber ein
Vitamin C relativ niedrig, nehm ich auch ein
Alles andere in Ordnung

Stuhlprobe Juli 2018:
E Coli zu hoch - leicht
Klebsiellen zu hoch - leicht
Lactos - stark erniedrigt
Enterokokken - stark erniedrigt

Magenspieglung März 2018 - alles in Ordnung.
Wusste da noch nichts von HIT und hatte danach Wochenlang Probleme, wahrscheinlich wegen Propofol

Ekgs- alle in Ordnung

Ultraschall - Bauchorgane alle in Ordnung

Februar 2018 nach Stuhlprobe nach Antibiotika - Calprotectin 93 ( lass es in ein paar Wochen nochmal testen)

Mein Hauptproblem sind wie gesagt die Bauchschmerzen, vor allem unten rechts. Ich bin solangsam echt planlos

Darmspieglung funktioniert aufgrund der HIT nicht, da ich weder Abführmittel noch Sedierung nehmen kann.
Bekomme auch keine Überweisung für einen stationären Aufenthalt :/

Ich kann echt nicht mehr und bin körperliche am Ende.

Ich hab den Text grad nur kurz als Überblick geschrieben und hoffe das mir hier jemand helfen kann. Falls ihr was wissen wollt, fragt ruhig alles.

LG Jrx
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Re: MC + Histaminintoleranz?

Beitragvon Vielen Dank für alle Antworten » Mo 11. Mär 2019, 10:06

Hi,

ich habe eine Frage: die Histaminuntoleranz wurde die durch Bestimmung von DAO diagnostiziert? Und von wem wurde diese diagnostiziert?
Weshalb sollte man dadurch keine Darmspiegelung durchführen können?

Lg
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Re: MC + Histaminintoleranz?

Beitragvon Jrx » Di 12. Mär 2019, 02:45

Hey also die HIT wurde zuerst von meiner Endokrinologin entdeckt. Ja mit dem Daowert. Der liegt mit 3 leider sehr weit unten. Auch auf Histamin beim Pricktest hab ich sehr stark angeschlagen.

Naja in allen Anführmitteln ist Soja und/oder Aromen und co drinn die ich nicht vertrage. Allerdings muss ich ja ein Abführmittel nehmen um die Spieglung machen zu können. Funktioniert also nicht. Würde ich das nehmen, würd ich wahrscheinlich Kreislaufproblemen bis hin zum Kreislaufzusammenbruch, Bauchkrämpfe, Brechreiz und Durchfall bekommen, mit Pech sogar lebensbedrohliche Zustände. Bei der Ernährung muss ich mich auch strikt drann halten, ansonsten bekomme ich tierische Probleme.

LG
Jrx
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Re: MC + Histaminintoleranz?

Beitragvon Vielen Dank für alle Antworten » Di 12. Mär 2019, 09:36

Hi,

vorab: du solltest natürlich auf das hören was Dir deine Ärzte raten, da hier ja keine Mediziner schreiben.

Hier deshalb nur zwei Gedanken von mir:
- die Bestimmung der DAO sagt nicht aussagekräftig ob eine Histaminintoleranz vorliegt, weshalb auch praktisch alle gastroenterologischen Abteilungen DAO nicht bestimmen, da es eher zu Verwirrung führt. Die beste Methode um herauszufinden ob eine Histaminintoleranz vorliegt ist eine Beslastung mit entsprechenden Lebensmitteln. Bekommst du denn zb nach dem Genuss von Beeren, Rotwein etc.
entsprechende Symptome (Flush etc.)? Und offensichtlich sind deine Beschwerden seit deiner Ernährungsapassung eher schlimmer geworden wenn ich das richtig lese oder? Es erscheint mir auch unschlüssig, dass nach einem Autounfall plötzlich eine Histaminintoleranz vorliegt, hattest du auch vorher schon entsprechende Symptome? Würde nur DAO bestimmt oder auch andere Parameter wie Histamin im Blut oder Stuhl?

- als zweite Anregung: DAO wird in den Zellen der Darmschleimhaut gebildet. MC/CED können mit einer verminderten DAO Aktivität einhergehen. Eine Entzünduch der Darmschleimhaut wie bei MC kann somit die DAO Aktivität vermindern. Somit KÖNNTE das verminderte DAO ein weiterer Hinweis auf MC sein.

Du berichtest ja von einem positiven Calpro sowie starken Bauchschmerzen im rechten Unterbauch. Es liegt also mit hoher Wahrscheinlichkeit (hoher positiver Vorhersagewert von Calpro) eine Entzündung in deinem Darm vor, die eventuell behandlungsbedürftig ist. Welche Medikamente nimmst du im Moment?

Du solltest denke ich so bald wie möglich eine Darmspiegelung machen. Wer hat dir denn gesagt dass du das nicht machen kannst? Hast du die Info von einem Gastro? Es stimmt das geläufige Mittel wie Propofol auf Soja Basis sind aber erstens gibt es ja noch andere Möglichkeiten und zweitens würde es mich wundern wenn da durch eine Histaminintoleranz Probleme auftreten (du hast ja keine Sojallergie was tatsächlich problematisch wäre oder?) In Abführmitteln sind doch auch höchstens Spuren solcher Lebensmittel erhalten, was bei einer Allergie ein Thema ist aber auch bei einer Histaminintoleranz? Du nimmst ja auch mit deiner täglichen Nahrung Histamin auf, dessen Menge sicher höher ist als die Spuren davon in Abführmitteln oder Anästhetika.

Das sind wie gesagt nur meine Gedanken, du solltest auf deinen arzt hören. Aber auf Grund einer Histaminintoleranz keine Darmspiegelung bei deinen Beschwerden durchzuführen, das kommt mie bisschen merkwürdig vor.

Alles Gute!
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Re: MC + Histaminintoleranz?

Beitragvon Zartbitter » Do 11. Jul 2019, 00:59

Hallo, ich bin neu hier und beim Herumstöbern auf das Thema Histaminintoleranz gestoßen. Vor einem Jahr erhielt ich nach einem ersten heftigen Schub die Diagnose MC. Mit Humira ist der MC momentan (meist) ruhig. Jedoch habe ich seit Jahren täglich - oft auch mehrmals - starke Nesselsuchtanfälle. Die Quaddeln breiten sich in kürzester Zeit an Armen und Beinen aus und der Juckreiz ist heftig. In den letzten Monaten reagiert mein Körper auch auf leichte mechanische Reize mit Quaddeln und Rötungen. Leider gehen meine Hausärztin und der Gastro-Spezialist diesen Symptomen nicht weiter nach. Ansonsten fühle ich mich bei beiden aber in gute Händen.
Wo kann ich mich hinwenden? Hat jemand Tipps für mich? Ich bin gespannt und bedanke mich schon im Voraus :P
Zartbitter
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