Erschöpfung

Über die sonstigen medizinischen Probleme.

Re: Erschöpfung

Beitragvon MCHammer » Mo 4. Mär 2019, 12:59

Hallo Trüffel,
die reinen Laborwerte sagen nichts aus über Deinen "psychischen Zustand".....Leider. Du hast keinen "normalen" Schlafprozess, der Dir/Deinem Körper die Schlapfphasen gibt, um zu generieren.
Wenn Du in der Reha bist, lass es mal abchecken oder in einem Schlaflabor. Zusätzlich bietet Dir die Reha auch die Möglichkeit, mithilfe therapeutischer Begleitung, Deinem "Kopfkino" auf die Sprünge zu kommen.
Das ist manchmal etwas schwieriger als Tabletten etc. einzunehmen...
Die zusätzlichen hier im Forum empfohlenen Untersuchungen hinsichtlich des Körperbefundes sind ok, ich glaube aber, dass die Problematik bei Dir u.U. "andere Ursachen" haben könnte. Und, es ist nicht verkehrt, hier professionelle Hilfe(n) in
Anspruch zu nehmen.
Ich drücke Dir und anderen Leidensgenossinen und-genossen voll fett die Daumen, dass Linderung eintritt bzw. die Aussicht darauf ....
Gruß
Wolfgang
Freundlichkeit ist eine Sprache, die Taube hören und Blinde lesen können.
Benutzeravatar
MCHammer
Dauergast
 
Beiträge: 275
Registriert: Fr 21. Dez 2012, 12:54

Re: Erschöpfung

Beitragvon Trüffel » Mo 4. Mär 2019, 14:28

Danke auch für deine Rückmeldung, Wolfgang!
Ich hätte nicht gedacht, dass so viele andere ähnliche Beschwerden haben.
Ja, ich denke, dass die Reha vielleicht ein Anstoß sein kann, um den Stein ins Rollen zu bringen, damit ich wieder auf die Füße komme. Ist schon krass, aber im Vergleich zu früher erkenne ich mich kaum wieder... Wäre so leicht, wenn man irgendwo ein Knöpfchen drücken könnte und dann ist alles wieder gut. Wenn Besserung eintritt, wird das wahrscheinlich seine Zeit brauchen.

@leinelchi: Darf ich fragen, welche Art von Psychotherapie du machst?

Liebe Grüße an euch alle von Trüffel
Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind;
wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat.

(Marie von Ebner-Eschenbach)
Trüffel
Dauergast
 
Beiträge: 136
Registriert: Sa 3. Jun 2017, 18:52

Re: Erschöpfung

Beitragvon Stine » Mo 4. Mär 2019, 14:47

Hallo Trüffel,

das was Du beschreibst lässt sich wohl unter dem Begriff Fatigue zusammenfassen. Im Bauchredner 3/2018 wird ausführlich dazu geschrieben. Hast Du ihn?
Ein hoher Prozentsatz aller von CED Betroffenen leidet darunter, ich gehöre auch dazu. Es wird in dem Artikel von 45 bis 60% oder gar bis zu 80 % gesprochen.

Leider lässt sich DIE eine Ursache oft nicht ausmachen, sondern es ist ein ganzer Komplex von Ursachen.
Zum einen die Entzündung selbst, oft auch die Medikamente, der schlechte Schlaf, evtl. Anämie oder Mangel an Nährstoffen.
Dazu kommen oft Sorgen und Ängste oder gar Depressionen.
Aufgrund der andauernden Müdigkeit und Erschöpfung oder aufgrund der Einschränkungen, die eine aktive CED so mit sich bringen kann, ist man auch körperlich nicht mehr so aktiv, was wiederum die Erschöpfung verstärken kann. Jeder weiß ja, wie schnell man körperlich abbaut, wenn man z. B. eine Weile liegen muss.
Das ist dann ein Teufelskreis.

Insofern ist eine Reha sicher eine gute Idee!

LG, Stine
Kannst du kein Stern am Himmel sein, so sei eine Lampe im Haus
Benutzeravatar
Stine
Dauergast
 
Beiträge: 328
Registriert: Fr 21. Dez 2012, 08:24

Re: Erschöpfung

Beitragvon Mondkalb » Mo 4. Mär 2019, 20:55

Hallo Trüffel,

chronische Erschöpfungen kommen immer wieder schleichend bei mir vor, überwiegend stellt sich zeitnah dann eine gesundheitliche Verschlechterung ein.

Ich gehe von der Maschine zum Arbeitsplatz und habe direkt vergessen, was ich dort wollte, bringe in diesen Zeiten auch viel durcheinander und bin nicht aufnahmefähig. Auch die Situation bei Gesprächen wie du sie beschreibst sind mir nicht fremd.

Das Lesen funktioniert dann auch nicht recht, lese für mein Leben gern.

Derzeit, unter dem Puri-Nethol, geht es mir so gut das ich am Lesen wieder Spaß gefunden habe. Aktuell lese ich die Serie von Ethan Cross über den Serienkiller Francis Ackermann jr. und freue mich dadrüber das ich mir, das gelesene behalten kann.

Bin gespannt, wie lange ich den Zustand noch genießen werde, Leberwerte steigen leider wieder an.

Mit dem Spazieren gehen soltest du beibehalten ist gut für die Seele, finde ich.

LG

Mondkalb
“Wenn man nicht weiß, wo man hin will, kommt man meistens woanders raus!”
Benutzeravatar
Mondkalb
Dauergast
 
Beiträge: 325
Registriert: Fr 21. Dez 2012, 20:32
Diagnose: CU

Re: Erschöpfung

Beitragvon Trüffel » Di 5. Mär 2019, 18:34

Danke für all eure Rückmeldungen, Erfahrungsberichte, Hinweise, Ratschläge und guten Wünsche!
Ich bin sehr berührt von so viel Anteilnahme und Austausch und bin ziemlich überrascht, wie viele andere Ähnliches kennen.

Für mich habe ich beschlossen, bei der nächsten Blutkontrolle mögliche Auslöser (v.a. die von dir, Neptun, genannten Schilddrüsenwerte) mitbestimmen zu lassen. Und wenn nichts dabei rauskommt: Zu wissen, an was es nicht liegt, ist ja auch schon mal ein Anfang.

Die Reha wird, so hoffe ich, eine geeignete Möglichkeit sein, um Körper und Geist neu auszurichten, wieder ins Gleichgewicht zu bringen - oder zumindest einen Anstoß dazu zu geben.

Es grüßt euch alle ganz herzlich Trüffel
Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind;
wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat.

(Marie von Ebner-Eschenbach)
Trüffel
Dauergast
 
Beiträge: 136
Registriert: Sa 3. Jun 2017, 18:52

Vorherige

Zurück zu Begleiterkrankungen, PSC, Pouch und Stoma

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast