Schub nach Geburt/Stillen & Cortison

Hier geht es um gegenseitige Achtung und die Probleme, die es in einer Partnerschaft und bei Angehörigen gibt, aber auch um Schwangerschaft.

Schub nach Geburt/Stillen & Cortison

Beitragvon Totoi » Do 20. Dez 2018, 23:42

Hallo,
ich habe vor 7 Wochen mein 2. Kind bekommen und habe seit ca. 2 Wochen - wie auch schon nach der 1. Geburt - leider einen CU-Schub. Die Schwangerschaften (mit Mesalazin) selbst waren glücklicherweise ruhig. Da ich diesmal schon damit gerechnet habe, hatte ich schon vor 5 Wochen präventiv die Mesalazin-Dosis von 2 auf 4 g erhöht (nach Absprache mit dem Facharzt). Leider wurde die Colitis trotzdem wieder schlimmer, so dass ich vor einer Woche eine Probe für den Calprotectin-Wert abgegeben habe. Heute das Ergebnis: 3.160! Dabei ging es mir in den letzten Tagen schon wieder etwas besser (= kaum noch Durchfall) ...

Mein Facharzt meinte, dass ich, wenn es nicht stetig besser wird, Cortison (Decortin) mit anfangs 60mg/T brauche. Seiner Ansicht nach passt das dann mit dem Stillen nicht zusammen. Deshalb werde ich jetzt erstmal noch etwas abwarten, ob es nicht allein durch das Mesalazin wieder besser wird. Blöderweise beginnt ja ab morgen auch die zweiwöchige Weihnachtsauszeit, so dass ich dann in die Ambulanz gehen müsste ... ich befürchte, dass die dann "bei Null anfangen" würden...

Meine Fragen sind, ob Ihr auch Erfahrungen mit Schüben durch die körperlichen Umstellungen nach der Geburt gemacht habt? Und wie ist es mit Cortision beim Stillen? Ich habe schon bei Embryotox nachgelesen, aber so richtig eindeutig finde ich das nicht. Jetzt Abstillen zu müssen, fände ich erstmal sehr schlimm! Den Großen habe ich fast 2 Jahre problemlos "unter" Mesalazin gestillt.

Ich würde mich freuen, ein paar Erfahrungswerte zu lesen. Danke!
Totoi
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Re: Schub nach Geburt/Stillen & Cortison

Beitragvon Kathi_Klatschmohn » So 13. Jan 2019, 22:00

Hallo,

ich habe auch CU und unter Cortison gestillt. Hatte nicht direkt nach der Geburt einen Schub, bzw. erst leichtere, die ich mit Budenosid MMX neben meiner Dauertherapie (Mesalazin Granulat + Schaum) in den Griff bekommen habe, was ja quasi gar nicht problematisch ist, da vorwiegend lokal wirksam. Seit dem Spätsommer dann allerdings neuer Schub, diesmal hat das Budenosid nichts geholfen, darum nehme ich seit Oktober Prednisolon. (Start mit 50 mg/d) - Lt. Embryotox sind kurzfristige hohe Dosen (bis 80 mg/d) eigentlich kein Problem, mein Sohn ist schon etwas älter, so dass ich tagsüber eigentlich nur noch einmal stille und dann v.a. abends/nachts. Da sind dann die Abstände sowieso etwas länger. Das geht mit einem Neugeborenen natürlich nicht.. Bei den 60 mg würdest du ja auch nicht lange bleiben (vermutlich eine Woche, oder?). Hat sich inzwischen was ergeben bei dir?
Ich würde wegen einer Prednisolon-Einnahnme jedenfalls nicht abstillen (gleiche Meinung wie mein Gastroenterologe, ich selbst bin Apothekerin..).

Liebe Grüße, Kathi
Kathi_Klatschmohn
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