Mutaflor auch auf Kassenrezept bei CU (spezifisch in Berlin)

Ergänzende Wege zur "normalen" Medizin.

Mutaflor auch auf Kassenrezept bei CU (spezifisch in Berlin)

Beitragvon Die Elfe » Fr 10. Aug 2018, 13:39

Hallo Allerseits :-)

ich wollte mal fragen, ob hier auch jemand Mutaflor mit rosa Kassenrezept verschrieben bekommt bei CU oder Crohn,- generell, aber auch gerade spezifisch in Berlin. Meinen Arzt würde das interessieren, damit er nicht in Regress kommt. Er meinte, da gibt es mit der Verschreibung von Bundesland zu Bundesland Unterschiede (?!), hat mir aber heute ein Kassenrezept mit 100 Kapseln ausgestellt, notfalls muss ich ihm das Geld wiedergeben...

Entyvio hilft bei mir leider nicht ausreichend, auch nicht zusammen mit 3 anderen Medis und auf Grund von Bewertungen, die ich auf einem Gesundheitsportal gelesen habe (Sanego), wollte ich es einmal mit Mutaflor zusätzlich probieren. Das kannte mein Darm nach 18 Jahren noch nicht ;)

Ich nehme es jetzt 20 Tage und kann schon eine Wirkung bemerken. Die Blutung wird weniger! Wäre doch toll, wenn ich diesmal kein Cortison bräuchte :-) Ich bin gespannt, ob es sich noch weiter verbessert...

Danke für eure Antworten und liebe Grüße von
der Elfe
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Re: Mutaflor auch auf Kassenrezept bei CU (spezifisch in Ber

Beitragvon hopie » Fr 10. Aug 2018, 22:14

Huhu Elfe,

grundsätzlich ist es hier so, dass das Mutaflor nur bei CU und bei gleichzeitigem Vorliegen einer Mesalazinunverträglichkeit auf Kassenrezept verordnungsfähig ist.
Ansonsten bekommt der Arzt den befürchteten Regress, es sei denn, die Kasse pennt. :D

LG
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Re: Mutaflor auch auf Kassenrezept bei CU (spezifisch in Ber

Beitragvon Uwe7 » Sa 11. Aug 2018, 05:25

Die Elfe hat geschrieben:ich wollte mal fragen, ob hier auch jemand Mutaflor mit rosa Kassenrezept verschrieben bekommt bei CU oder Crohn,- generell, aber auch gerade spezifisch in Berlin.


Ich bekomme Mutaflor schon jahrelang mit dem rosa Kassenrezept.

Bei mir hat sich nach vielen Jahren erfolgreicher Mesalazin-Anwendung eine Unverträglichkeit entwickelt, so dass ich dieses gute Basis-Medikament nicht mehr nutzen kann.

Insofern kann ich diese Aussage...

hopie hat geschrieben:grundsätzlich ist es hier so, dass das Mutaflor nur bei CU und bei gleichzeitigem Vorliegen einer Mesalazinunverträglichkeit auf Kassenrezept verordnungsfähig ist.


...aus eigenem Erleben bestätigen. Allerdings wohne ich nicht in Berlin. Aber ich wüsste nicht, dass es in dem Zusammenhang regionale Unterschiede gibt. Diese Sache ist nach meinem Kenntnisstand bundeseinheitlich geregelt.

LG Uwe
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Re: Mutaflor auch auf Kassenrezept bei CU (spezifisch in Ber

Beitragvon Anton » So 12. Aug 2018, 12:04

Liebe Elfe,

ich bin aus Berlin. Das Mutaflor bekomme ich auf Rezept. Mein Gastro schreibt da drauf: Diagnose CU.
Angeblich soll Mutaflor jetzt bei CU in Remission zugelassen sein. Meine Kasse, die BARMER, hat bis jetzt immer gezahlt.

Ich hab es allerdings schon vorher genommen zusammen mit Predni.

LG Anton
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Re: Mutaflor auch auf Kassenrezept bei CU (spezifisch in Ber

Beitragvon Die Elfe » Mo 13. Aug 2018, 09:50

Hallo,

vielen Dank für eure Antworten!

@Anton: das ist ja toll, dass Du es verschrieben bekommst! Wären ja gute Aussichten für mich, da ich auch bei der BARMER versichert bin :-)

Hast Du auch eine Mesalazinunverträglichkeit oder bekommst Du es davon unabhängig verschrieben?

Ich verstehe die Kassen da irgendwie nicht: wieso wird nicht auch Mutaflor verschrieben, wenn es im Darm so arg fehlt oder sogar noch weitere Bakterien? Eine Ärztin hat bei mir dazu mal einen Test gemacht und mir fehlen 6 Bakterien deutlich bis stark vermindert, E. coli darunter stark vermindert. Wird ja bei uns allen so sein. Ich weiß, dass wir Salofalk oral einnehmen sollen (rektal am besten ja eigentlich auch), aber ich verstehe trotzdem nicht, warum es bei einigen kein Rezept für diese Bakterien gibt? Wäre doch irgendwie sinnvoll, doch erstmal die Bakterien wieder aufzufüllen; viell trägt das dann auch zu einer Verbesserung bei. Bei mir ist die Blutung jetzt etwas weniger geworden z.B.

Ich werde jetzt auch Symbiolor 1 versuchen, Enterococcus faecalis, da es mir auch sehr stark fehlt. Ich hoffe, es verbessert sich dann alles weiter, bevor ich das 6. Medikament brauche oder zum Schluss dann evtl. die Kolektomie...

Danke nochmal für eure Antworten!

LG von der Elfe
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Re: Mutaflor auch auf Kassenrezept bei CU (spezifisch in Ber

Beitragvon Anton » Mo 13. Aug 2018, 11:20

Liebe Elfe,

ja, ich habe Mesalazin nie vertragen.

Aber das Problem ist halt, dass Mutaflor kein Medikament, sondern ein Nahrungsergänzungsmittel ist und diese vom Prinzip nicht von der Kasse bezahlt werden, genau wie Vitamine und Mineralien. Die fehlen uns allen ja auch. Bei mir ist es z.B. das Vit b12, wegen einer Anämie.

Das ist ja auch der Grund, warum die Kassen uns kein Lecithin-Präparat bezahlen wollen, obwohl ich damit schon jahrelang in Remission bin. Ist halt kein Medikament geworden, sondern nur ein Nahrungsergänzungsmittel. Wenn ich Mutaflor auch noch bezahlen müsste, gänge das gar nicht und ich würde sicher auch wieder in Pancolitis verfallen.

Was ich in diesem Zusammenhang überhaupt nicht verstehe ist, dass die Kassen, auch die BARMER, solchen Blödsinn, wie homöopathische Mittel, die keinerlei Nachweis einer Wirksamkeit erbracht haben, bezahlen und wichtige Präparate, deren Wirksamkeit nachgewiesen wurden, nicht bezahlen. Das ist ein Skandal, zumal die BARMER einen ziemlich hohen Zuschlag verlangt.

Ich habe mich im Zuge der Ablehnung meines Antrages zur Bezahlung meines SpongiCol darüber beschwert. Natürlich ohne Erfolg.

LG Anton
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Re: Mutaflor auch auf Kassenrezept bei CU (spezifisch in Ber

Beitragvon Die Elfe » Mo 13. Aug 2018, 12:35

Hallo Anton,

O.K., also kann ich dann davon ausgehen, dass mein Arzt doch in Regress geht, da ich Mesalazin vertrage oder hab ich es richtig verstanden, dass es jetzt doch für CU zugelassen wird?

Aber es ist doch so, wenn Vitamin B und Eisen fehlen, werden sie ja auch von er Kasse bezahlt. Daher verstehe ich die Kassen bei den anderen Medis nicht. Wäre doch besser, sie übernehmen für Dich SpongiCol, anstatt sie Tausende von Euros in andere Medis bzw. Infusionen investieren. Ich bekomme jede Woche Entyvio à 3000 Euro - da geht es ja dann auch. Diese Logik erschließt sich mir nicht ganz...

Trotzdem schön, dass Dir SpongiCol hilft! Wäre evtl. ein KK-Wechsel sinnvoll? Ich habe gehört, die Techniker KK wäre ganz gut und übernimmt mehr. Aber ob SpongiCol oder Mutaflor dazu gehört, ist eine andere Frage.

LG von der Elfe
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Re: Mutaflor auch auf Kassenrezept bei CU (spezifisch in Ber

Beitragvon bennyb » Mo 13. Aug 2018, 17:45

Ich bin bei der TK und am Donnerstag beim Gastroentrologen, ich wollte ihn auch mal fragen wie es mit einem Mutaflor Rezept aussieht, dann kann ich mal berichten - eine Mesalazin Unverträglichkeit habe ich nicht.

Ich denke das SpongiCol wird nicht übernommen, gibt es das überhaupt in der Apotheke? Ich habe mal danach gesucht und die Preise sind ja unglaublich! Das auszuprobieren wäre mir schon zu teuer, wenn da 100 kapseln knapp 100€ kosten - auf deren Seite gibt es aber irgendwie das gleiche als ECO für den halben Preis - kennt da einer den Unterschied und wie viel nehmt ihr davon? Bei 6 Kapseln am Tag reichen die ja nicht mal einen Monat und das wären dann ja ca 180€ im Monat für die Kapseln.
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Re: Mutaflor auch auf Kassenrezept bei CU (spezifisch in Ber

Beitragvon Uwe7 » Mo 13. Aug 2018, 18:16

Hallo,

Die Elfe hat geschrieben:Hast Du auch eine Mesalazinunverträglichkeit oder bekommst Du es davon unabhängig verschrieben?


Anton hat geschrieben:ja, ich habe Mesalazin nie vertragen.

Aber das Problem ist halt, dass Mutaflor kein Medikament, sondern ein Nahrungsergänzungsmittel ist und diese vom Prinzip nicht von der Kasse bezahlt werden, genau wie Vitamine und Mineralien. Die fehlen uns allen ja auch.


die Mesalazin-Unverträglichkeit ist der entscheidende Punkt für eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse. Ich habe diese Unverträglichkeit nie nachweisen müssen (z.B. durch irgendeinen Labortest oder so) - aber eine gleichzeitige Verordnung von Mesalazin und Mutaflor ist eher nicht drin.

Wenn Mutaflor, dann Mutaflor - wenn Mesalazin, dann Mesalazin. Entweder - oder. Nicht: Sowohl als auch.

LG Uwe
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Re: Mutaflor auch auf Kassenrezept bei CU (spezifisch in Ber

Beitragvon Die Elfe » Mo 13. Aug 2018, 19:05

Hallo Uwe,

O.K., ich verstehe. Würde dann anscheinend eher helfen, wenn ich mir NUR noch Mutaflor verschreiben lasse...? Mein CED-Prof. meinte, ich solle erstmal testen, ob Mutaflor hilft, bevor ich Mezavant (also Mesalazin) weglasse... Mutaflor macht doch irgendwie auch mehr Sinn als Mezavant, da die fehlenden Bakterien aufgefüllt werden oder sehe ich das irgendwie falsch :?: Auf der anderen Seite höre ich immer, Mesalazin beugt DD-Krebs vor.

Ich hab übrigens heute die große Packung Mutaflor abgeholt und der Apotheker meinte schon wieder, sein PC meckert nicht, wenn es um die Verschreibung von Mutaflor geht. Aber gut, er kennt sich mit den einzelnen Gepflogenheiten dazu wahrscheinlich auch nicht so sehr aus.

Wie gesagt, notfalls muss ich es dann wohl doch selbst zahlen... oder ich verzichte eben auf Mezavant.

So, dann euch noch allen einen schönen Abend! :)

LG von der Elfe
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