Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskussion

Ergänzende Wege zur "normalen" Medizin.

Re: Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskuss

Beitragvon 132 » Fr 1. Mär 2019, 12:50

Habe mittlerweile mal die Sorte Bedrocan ausprobiert. Diese hilft gut und macht nicht müde oder kaputt, sondern wirkt sogar , entgegen der Vermutung, da sie ganze 22% Thc enthält, sehr aktivierend und sogar konzentrationsfördernd. Bedrobinol habe ich meist abends genommen, da sie sehr müde macht und ich so noch besser schlafen konnte. Wenn ich Bedrocan kurz vorm Schlafengehen nehme, kann ich meist nicht schlafen.

Diese Erfahrung zeigt auch wieder, dass die Wirkung von Cannabis nicht nur vom Wirkstoffgehalt abhängt und man somit mit Blüten, im Gegensatz von synthethischen Extrakten wie Dronabinol, sehr viel mehr Anwendungsgebiete erreichen kann. Zudem ist mittlerweile bekannt, dass die Terpene in Cannabis die Wirkung des THCs verändern.

Krankenkasse zickt immer noch rum, weisen andauernd darauf hin, dass ich nicht austherapiert bin und zweifeln mittlerweile sogar meine Diagnose an und schreiben, dass eine Colitis Ulcerosa nur eine schwerwiegende Erkrankung sein kann, aber dies in diesem Fall nicht ersichtlich ist, obwohl mein Gastro einen Bericht mit entsprechender Diagnose mitgeschickt hat. Einfach nur peinlich!
Da sie es gesetztlich gesehen aber müssen und die gesetzlichen Punkte bei mir nunmal erfüllt sind, werde ich wahrscheinlich für Gericht ziehen.

Gruß
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Re: Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskuss

Beitragvon PhilosophyDLaw » Mi 1. Mai 2019, 01:33

Hey 132,

Wie ist der Status quo?
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Re: Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskuss

Beitragvon 132 » Sa 1. Jun 2019, 16:28

Sorry,
war lange nicht mehr aktiv, weil es von Seiten der Krankheit wenig neues gibt.

Das einzige, was immer noch streikt, ist die Krankenkasse.

Ich habe zwar immer noch zwischendurch leichte Probleme (Schmerzen, Durchfall, Verstopfung), die Entzündung ist aber weg. Mein Arzt meint, dass es ein Reizdarm sei. Aber auch den habe ich mit Cannabis mehr als gut im Griff.
Ich bin angefangen, nicht immer die volle Dosis Abends zu nehmen, sondern das ganze über den Tag zu verteilen. Verschrieben sind mir mittlerweile max 500mg/Tag mit bis zu 4 Einzeldosen täglich. Das passiert aber nur in den absoluten Ausnahmefällen. Bin momentan so stabil, dass meistens ca. 100mg täglich, die ich Abends einnehme, reichen. So gesehen zur Sicherheit. Dazu eben noch dann, wenn mein Darm zickt. Ob Schmerzen, Durchfall oder sonst was, es hilft sehr gut. Ich habe fast keine Krankheitstage mehr und kann immer arbeiten, ganz im Gegensatz zu der Zeit, zu der ich Cortison genommen habe.
Die psychischen Nebenwirkungen sind auch immer weiter zurück gegangen. Rauschzustände habe ich keine mehr, außer ich nehme eben eine sehr hohe Dosis. Was meistens eintritt, ist eine Beruhigung, eine enorme Reduzierung der Bauschmerzen und des Dranges, auf Toilette zu müssen. Nebenwirkungen treten verstärkt meist 1-2 h nach der Einnahme auf (Konzentrationsschwierigkeiten, Vergesslichkeit). Aber eben relativ leichte NW und 10000 mal erträglicher als die Nebenwirkungen von Cortison.


Hatte bis jetzt Bedrobinol, Bedrocan und im Moment Klenk 18/1.

Das Klenk hat die beste Qualität bis jetzt, was generell bei den kanadischen Sorten im Vergleich zu den holländischen ist.
Bedrobinol ist eine Indica, wirkte gut, hatte aber den großen Nachteil, dass es seeehr müde gemacht hat.
Bedrocan hingegen hat eher mäßig geholfen, machte dafür aber nicht müde. Dafür waren die psychischen Nebenwirkungen größer: war oft ein bisschen durcheinander, vergesslich usw.
Klenk 18/1 hilft bis jetzt am besten. Ist eine Indica, macht aber nicht müde. Steigt bei enstprechender Dosierung kaum in den Kopf, psychische Nebenwirkungen sind also auch sehr gering. Sie beruhigt einen zwar (typisch für eine Indica), hat aber auch so einen leicht aufputschenden Sativa Effekt. Könnte mir diese Sorte auch gut bei z.B. Depressionen, Stress oder Panikattacken vorstellen.

Also: Das Klenk 18/1 kann ich jedem empfehlen, der mal med. Cannabis probieren möchte.

Ich bin mittlerweile soweit, dass ich keine Angst mehr habe, wieder Probleme mit meinem Darm zu bekommen. Ich habe ein Medikament gefunden, auf das ich mich verlassen kann und welches mir nicht schadet. Ich kann jetzt in Ruhe meinen weiteren Weg gehen und eine Ausbildung oder ein Studium anfangen. Meine Lebensqualität ist so enorm gestiegen, dass ich wieder ganz normal leben kann. Ich muss mich kaum mehr einschränken, selbst was Ernährung angeht.

Ein Kollege von unserer lokalen Zeitung hat mir schon angeboten, dass er gerne einen Zeitungsartikel darüber machen würde. Wird so etwas kommen, werde ich diesen hier wahrscheinlich auch reinstellen.
Das wird aber denke ich noch dauern, da ich immer noch einen Teil von einem guten Kollegen beziehe, da es einfach mich bei ihm nur 5€/g kostet, während ich in der Apotheke meist 12-16€/g bezahle. Mal schauen, ob ich das mit der Krankenkasse noch geregelt bekomme.


Gruß!
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Re: Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskuss

Beitragvon Wabbler » Sa 1. Jun 2019, 19:12

Finde gut daß du hier so ein "Tagebuch" führst, bin selber Patient.
Leide seit knapp 25 Jahren an Morbus Crohn und es hilft mir super. habe auch komplette Kostenübernahme von der Kasse, allerdings auch entsprechende History.
Was hast du denn schon so durch an Medis mit deiner cu ? Alles was ich von dir, Ausser THC CBD und Cannabis lese, ist Kortison. Das reicht natürlich lange nicht für eine Kostenübernahme...

Habe von Antrag, bis widerspruch , Ausser benötigte Unterschrift und Stempel vom arzt, alles letzten Endes komplett alleine Durchgeboxt.....da meine ärzte nicht wirklich engagiert waren.
Würde ich auch jedem so empfehlen, der zumindest etwas eigene Erfahrung auf dem Gebiet hat.
War aber auch übern n halbes Jahr derber Stress, der auch nicht gut für uns ist und ich glaube, für die "geringen" Mengen die dir scheinbar schon gut helfen, würde ich mir den Stress nicht nochmal geben. Schon gar nicht wenn ich gut und günstig vom Kumpel bekomme. Denn selbst mit Kostenübernahme musst du immernoch die Zuzahlung leisten.

Wünsche alles gute
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Re: Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskuss

Beitragvon 132 » Sa 1. Jun 2019, 23:13

Ich bin auch am überlegen, ob ichs machen soll. Im Widerspruch bin ich schon, muss jetzt eigentlich was schreiben. Überlege aber schon die ganzen Zeit, ob sich das überhaupt lohnt...
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Re: Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskuss

Beitragvon Wabbler » So 2. Jun 2019, 08:43

Versuchen kann man's natürlich immer, man muss auch nicht austherapiert sein, nur für mich liest es sich so als ob du nichtmal antherapiert bist von ärztlicher Seite.
Mit welcher Begründung hat die Kasse denn abgelehnt ? Wurden vom MDK Vorschläge wie Dronabinol Tropfen oder so gemacht ?
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Re: Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskuss

Beitragvon 132 » So 2. Jun 2019, 12:48

Es wurde darauf verwiesen, dass noch andere Medikamente zur Verfügung stehen. Außerdem wurde behauptet, dass meine Erkrankung ja garnicht unbedingt schwerwiegend ist. Bei letzterem war mein Arzt doch sichtlich angepisst, weil sie damit ja irgendwo seine Fähigkeiten anzweifeln, weil er es ja diagnostiziert hat.

Gesetzlich gesehen müsste ich es bekommen, da mein Arzt begründet hat, dass andere Medikamente nicht zum Einsatz kommen sollen.
Das hat der MDK in seiner Stellungnahme aber gekonnt ignoriert.
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Re: Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskuss

Beitragvon Wabbler » So 2. Jun 2019, 13:02

Tja, wie gesagt, Diagnose reicht nicht. Und die Frage nach was für Medis du durch hast, Ausser Kortison, ignorierst du ja auch. Wegen deinem allgemeinen Wohlbefinden, Appetitsteigerung oder Durchfall wirst du keine Kostenübernahme bekommen. Wenn, dann wegen schmerzen oder Krämpfen. Was hast du an schmerzmedikation abgehakt, bzw wieso kannst du die nicht nehmen ? Wie lange besteht die Diagnose, wurde operiert etcetc. Womit begründet dein Arzt das andere Medis nicht zum einsatz kommen sollen ?
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Re: Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskuss

Beitragvon 132 » So 2. Jun 2019, 16:36

So, halt stop jetzt mal.

Laut Gesetz muss man entweder
1) austherapiert sein oder
2) der Arzt begründet, warum andere Medikamente nicht zum Einsatz kommen sollen.

Mein Arzt hat ordentlich in die Stellungnahme geschrieben, warum Immunsuppressiva und Biologika nicht zum Einsatz kommen sollen. Die Nebenwirkungen sind zu hoch, die Wahrscheinlichkeit, dass diese gut anschlagen ist zu niedrig, und das ganze dann nochmal besonders auf mein Alter bezogen.

Gesetzlich gesehen reicht das. Ja, ich habe nur Cortison, aber durch Cannabis benötige ich keine anderen Medikamente mehr. Also habe ich ein Recht auf die Kostenübernahme.

Trotzdem nimmt sich hier die Krankenkasse das Recht, sich gegen das Gesetz zu stellen und keiner macht was dagegen. Sie handeln hier offensichtlich gesetzeswiedrig, was mittlerweile auch jeder weiß, und trotzdem wird nichts gemacht. Es ist einfach (mal wieder) eine einzige Schande.
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Re: Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskuss

Beitragvon Wabbler » So 2. Jun 2019, 17:23

K, wollt hier auch keine Diskussion lostreten.
Viel Glück
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