Dünndarmfehlbesiedlung?

Über die sonstigen medizinischen Probleme.

Dünndarmfehlbesiedlung?

Beitragvon Trüffel » Di 21. Mai 2019, 17:03

Wie ich schon beim Thema "Ernährung" geschrieben habe: Seit der letzten OP im Herbst 2018 spielt der Darm komplett verrückt. Er bläht sich auf, ich bekomme Koliken, mir wird übel. Dazu die Müdigkeit, Erschöpfung... Mein Gastro hat eine bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms im Verdacht. Dafür soll ich nun einen Atemtest machen. Vorab wird zunächst auf Fructose/Lactose geprüft und dann evtl. noch Glukose.
Ich kann mir einfach nicht erklären, warum mein Darm verdauungsmäßig verrückt spielt. Und ich wünsch mir einfach nichts sehnlicher, als eine Ursache dafür zu finden, denn dann wird man doch hoffentlich auch sinnvolle Gegenmaßnahmen ergreifen können.

LG Trüffel
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Re: Dünndarmfehlbesiedlung?

Beitragvon Kaja » Di 21. Mai 2019, 21:38

Hallo Trüffel,

wenn Du von Koliken schreibst: wie ist Dein Status der Gallenblase???

Bist Du steinreich?

CED+ Gallenblase liegen direkt zusammen.

Viele Grüße

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Re: Dünndarmfehlbesiedlung?

Beitragvon Erbsenzähler1 » Do 23. Mai 2019, 16:28

Darf ich mal ganz unfreundlich zwischenrein fragen was du für eine OP hattest?

Gruß
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Re: Dünndarmfehlbesiedlung?

Beitragvon Trüffel » Do 23. Mai 2019, 17:07

@ Kaja: Gallenblase + CED war mir jetzt gar nicht bewusst... Bin in der Hinsicht aber auch noch nicht unter die Lupe genommen worden. Ich schau mal, was bei den Atemtests rauskommt, evtl. findet sich da schon die Ursache und wenn nicht, dann heißt es: weitersuchen...

@ Erbse: Ja, du darfst fragen ;)
War Hemikolektomie (linke Hälfte des Dickdarms raus) + Rektumexstirpation (Rektum mit Schließmuskel komplett raus). Das hat ja jetzt erstmal nichts mit der Klappe vom Dünn- zum Dickdarm zu tun... komm da selbst nicht so ganz mit, aber definitiv hab ich die Beschwerden seit der OP bzw. als ich entlassen wurde und ich von Krankenhauskost auf Normalkost umgestellt habe.

Es wird noch dauern, bis die Atemtests komplett durchgeführt sind und ich das Ergebnis bekomme. Dann steht nochmal ein Besprechungs-Gastro-Termin an und dann werde ich hoffentlich mehr wissen.

LG an euch
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Re: Dünndarmfehlbesiedlung?

Beitragvon Kaja » Do 23. Mai 2019, 21:33

Hallo Trüffel,

lies mal z. B.:

https://docserv.uni-duesseldorf.de/serv ... 0/1320.pdf

Risikofaktoren

Das Risiko, Gallensteine zu entwickeln, nimmt ab dem 40. Lebensjahr deutlich zu. Frauen sind 2- bis 3-mal häufiger betroffen als Männer. Die meisten Gallensteine entstehen durch Umwelteinflüsse, wie z. B. falsche Ernährung. Es gibt jedoch auch eine genetische Veranlagung dafür.

Man geht heute davon aus, dass die Erkrankung zu 70-80% durch Umwelteinflüsse, z. B. eine falsche Ernährung, verursacht wird. So entwickeln Übergewichtige, in deren Familie bereits Gallensteine aufgetreten sind, mit hoher Wahrscheinlichkeit jenseits des 40. Lebensjahres ein Gallensteinleiden: 20% Übergewicht verdoppeln das Gallenstein-Risiko. Frauen sind stärker gefährdet als Männer. Dabei scheinen weibliche Hormone eine Rolle zu spielen, denn Frauen, die zur oralen Verhütung oder während einer Hormontherapie Östrogene zu sich nehmen, leiden häufiger unter Gallensteinen. Auch während einer Schwangerschaft treten öfter aufgrund der hormonellen Umstellung Gallensteine auf.

Neben oben genannten Faktoren ist auch eine gestörte Entleerungsfunktion der Gallenblase ein wichtiger Faktor, der vor allem durch Nahrungsbrei und Fett im proximalen Dünndarm gesteuert wird. Mit der gestörten Entleerungsfunktion wird auch das erhöhte Gallenstein-Risiko bei Zuckerkrankheit („Diabetes“) erklärt. Ähnliches gilt für das deutlich erhöhte Stein-Risiko (30%) nach Magenbypass-Operationen. Darüber hinaus gibt es eine genetische Veranlagung für die Erkrankung. Seit kurzem kennt man eine Genvariante, die das Risiko für Gallensteine deutlich erhöht. Jeder zehnte Europäer trägt diese Variante in seinen Erbanlagen. Betroffene haben im Laufe ihres Lebens 2- bis 3-mal so häufig einen Gallenstein wie andere Menschen. Das Gen enthält die Bauanleitung für eine molekulare Pumpe, die Cholesterin aus den Leberzellen in die Gallenwege befördert. Die genetische Veränderung bewirkt offenbar, dass diese Pumpe permanent auf Hochtouren läuft.

Die fehlende Entleerung der Gallenblase nachts (fehlender Nahrungsreiz) ist ein weiterer wichtiger Faktor bei der Gallenstein-Bildung.

https://www.internisten-im-netz.de/kran ... ofaktoren/

Primär gelten folgende Faktoren für Frauen:

- über 45 mehr noch 50 Jahre
- übergewichtig
- mehrfachgebärend
- ethnischer Herkunft...
- …..

Bei meinen Gallensteinen ist nichts davon zutreffend - somit im Einklang bei mir von MC.

Viele Grüße

Kaja
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Re: Dünndarmfehlbesiedlung?

Beitragvon Trüffel » Fr 24. Mai 2019, 21:55

Hallo Kaja,

danke für deine so ausführliche Rückmeldung bzgl. Galle und CED!
Ich bin echt gespannt, welche medizinische Antwort sich letztlich hinter meinen Beschwerden verbirgt. Wenn ich Näheres weiß, gebe ich Bescheid.

Bis dahin liebe Grüße
Trüffel
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