Schwangerschaft - CED/Schub - wann "anfangen"?

Hier geht es um gegenseitige Achtung und die Probleme, die es in einer Partnerschaft und bei Angehörigen gibt, aber auch um Schwangerschaft.

Schwangerschaft - CED/Schub - wann "anfangen"?

Beitragvon Jumboli » Sa 16. Mär 2019, 22:52

Hallo zusammen,

eine Frage an bereits Mütter mit CED oder solche die es gerade werden wollen:

Wie lange habt ihr gewartet "schubfrei" zu sein bevor ihr angefangen habt zu versuchen Schwanger zu werden?


Ich denke dass es bestimmt nicht so toll ist, weder für Mutter noch Kind, innerhalb der Schwangerschaft einen Schub zu bekommen, gerade mit starkem Druck nach unten allein durch die CED bei häufigem Stuhldrang und Bauchkrämpfen. Ich denke dass dadurch vielleicht ein erhöhtes Risoko für Frühgeburtlichkeit oder Abgänge bestehen könnte?! - Gibt es hier denn auch Bereits-Mütter die diese Erfahrung machen mussten? Wie seid ihr damit umgegangen? Hatte es denn Auswirkungen auf eure Schwangerschaft - wenn ja welche?

Danke schon jetzt für offene Antworten, da es vielleicht für einige kein einfaches Thema ist

LG Jumbo
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Re: Schwangerschaft - CED/Schub - wann "anfangen"?

Beitragvon neptun » Mo 25. Mär 2019, 14:30

Hallo Jumboli,

man kann zur Antwort etliches Wissen aus den Beiträgen im Forum ziehen.
Danach kann man erst mal nicht voraussagen, wie der Verlauf der CED sein wird. Entzündliches Geschehen kann jederzeit und auch recht plötzlich einsetzen. Somit ist dies kein verläßliches Kriterium, ob man nun kurzzeitig oder schon längerfristig in Remission ist.
Nicht mal ein Rezidiv ist ein Hinderungsgrund für eine Schwangerschaft, wenn man sich körperlich nicht gerade vollkommen fertig fühlt. Grund ist hier, viele betroffene Frauen schildern, sie haben in der Schwangerschaft ihre beste entzündungsfreie Zeit erlebt, teils auch noch lange danach. Andere schilderten, sie hätten in der Schwangerschaft ein Rezidiv erlebt und es wäre schon eine stressige Zeit dadurch geworden. Zumal man von ärztlicher Seite sagt, für den Fötus ist es besser, wenn durch Medikamente ein Schub eingedämmt ist, als daß die Schwangere den Schub aussitzt in der Meinung, es wäre schädlicher für den Fötus, nun Medikamente zu nehmen.

Mehr wirst Du als objektive Information wohl zu dem Thema nicht bekommen.

Somit bleibt als Quintessenz, es macht keinen Sinn, sich auf irgend etwas einrichten zu wollen, etwas zu planen in Abhängigkeit zur CED.
Man kann also den Zeitpunkt eher frei bestimmen.

LG Neptun
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Re: Schwangerschaft - CED/Schub - wann "anfangen"?

Beitragvon Molly76 » Mo 25. Mär 2019, 17:42

Hallo Jumbo,

wir haben damals nicht daraf geachtet, ob Schub frei oder nicht.
Es hat seine Zeit gebraucht, bis ich schwanger wurde (über 1 Jahr). Aber das hatte vielleicht nichts mit dem Crohn zu tun.
Nicht jeder wird gleich schwanger.
Aber...ich kann sagen, schwanger sein war die beste und schönste Zeit in meinem Leben mit Crohn. Null Beschwerden, nichts.
Ich konnte sogar Sachen essen, die ich sonst nicht vertrage. Es war alles Super!

Ich denke einfach, man kann weder die Schwangerschaft planen noch wie sich die CED verhält. Es gibt auch einige hier im Forum, die unter einer Schwangerschaft Probleme oder gar einen Schub bekommen haben.

Ich sage eigentlich, warum schon schwarz malen, bevor es Wirklichkeit ist. Das negativ denken kann sich auch negativ niederschlagen.

Was wurde mir von meiner Mutter alles schlecht prophezeit, wie schlecht ich doch schlafen würden, dass ich irgendwann nicht mehr wüßte, wie ich liegen solle, was ich doch alles zunehmen würde. Und....? Nichts davon ist eingetreten. Gut geschlafen, gut gelegen, in alter Hose aus dem KH Heim.

Wenn Du schwanger werden möchtest, dann lass Dich einfach drauf ein. Nicht soviele Gedanken machen.

Viele Grüße und viel Spaß beim Hibbeln!
Molly
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Re: Schwangerschaft - CED/Schub - wann "anfangen"?

Beitragvon Nasimiyu » Mo 15. Apr 2019, 13:09

Hallo Jumbo,

da ich seit über einem Jahr nicht aus dem Schub raus gekommen bin und auch keine Besserung in Sicht war außer mit Medikamenten, die man nicht unbedingt bei Kinderwunsch nehmen sollte, haben wir in Absprache mit meinem Gastro die Medikamente angepasst und einfach probiert.
Ich hatte durch die Colitis ab der 15 Woche Wehen, konnte nicht mehr als 500m am Stück laufen, musste Wehenhemmer und Eiseninfusionen nehmen, war ständig krank und hatte wahnsinnige Angst vor eine Fehl- oder Frühgeburt - aber: Unser Sohn ist komplett gesund, absolut normal entwickelt, Termingerecht geboren und die Colitis hat ab dem dritten Monat Ruhe gegeben bis ich angefangen habe abzustillen. Seit dem ist es immer noch besser als davor.
Jetzt bin ich wieder schwanger (noch recht frisch) und hoffe, dass ich mich wieder auf eine Colitisruhige Zeit freuen kann ;)
Für mich war mein Gastro, der früher auch auf der Gyn gearbeitet hat und mich kompetent begleitet hat, ein Segen.

Hoffe das hilft dir weiter.
Liebe Grüße
Nasimiyu
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Re: Schwangerschaft - CED/Schub - wann "anfangen"?

Beitragvon flomela » Do 16. Mai 2019, 10:02

Hallo an alle :),

da sieht man mal wie unterschiedlich es wirklich bei jedem ablaufen kann.
Ich wurde letztes Jahr Schwangere, wir wollten auch unbedingt schwanger werden. Nach einem Jahr hat es dann auch geklappt. Ich hatte sehr wenig Beschwerden mit der Colitis die mit mesalazin unter Kontrolle hatte...
Ab dem 3./4. Monat hat es angefangen schlimmer zu werden. Muss dazu sagen, dass ich die Colitis seit 2017 habe.
Da mein MM verkürzt war, ging ich vorsorglich ins Kh zur Bettruhe und bekam in ca Woche 30 die Lungenreife fürs Baby. 2 Tage danach hatte ich meinen ersten schlimmen Schub.
Lag insgesammt 5 Wochen im kh. War bis zu 30 mal aufm Klo und konnte nichts essen und hatte die schlimmste Schmerzen in meinem Leben. So schlimme Schmerzen, dass ich nichtmal mitbekam, dass die Geburt los ging.
Hatte es nur gemerkt, weil mein Bauch so oft hart wurde.
Ende vom Lied, Baby kam 7 Wochen früher gesund auf die welt. War dann mit Kind noch weitere 2 Wochen im kh und habe dann remicade bekommen und wurde endlich besser.
Es war wirklich die schlimmste Zeit meines Lebens. Ich konnte mich 3 Monate nicht um meine Kinder kümmern und war psychisch sehr am Ende. Da wurde mir erst mal bewusst welche Krankheit ich an der Backe habe.
Ich will niemanden Angst machen, denn ich lese oft, dass es in der SS bei vielen sogar besser wird aber bei mir war es genau andersherum :(

Ich wünsche euch eine Beschwerdefreie SS.

Flomela
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