medizinische Zuständigkeit bei Gelenkschmerzen bei MC

Über die sonstigen medizinischen Probleme.

Re: medizinische Zuständigkeit bei Gelenkschmerzen bei MC

Beitragvon neptun » Mo 25. Mär 2019, 22:17

Hallo Tirolerin,

ich habe doch geschrieben, ich habe es eingeschlichen. Daher auch mein Rat mit Ausrufezeichen. Ich habe es schon seit 1979 genommen.
Dein Gastro hat bestimmt noch nie eine Tablette davon probiert, ich immerhin schon über zig Jahre.
Er bekommt im Zweifelsfall ja nicht die Nebenwirkung oder muß es wegen Unverträglichkeit absetzen, weil der Körper überfordert ist mit den 3g/d am Anfang schon.
In meinen Augen ein Spinner.

Falls es Dir nicht klar ist, wir sprechen über das selbe Produkt, nur mit anderem Namen. Früher hieß mein Medikament Azulfidine, Wirkstoff Sulfasalazin. Gibt es auch immer noch.

Sicher braucht man nicht die 3g/d nehmen, wenn es eine Wirkung bei geringerer Dosis gibt. Nur für den Anteil Mesalazin, da gibt es Studien, wo erst eine Wirksamkeit bei 1,5g/d als Dosis nachgewiesen ist. Wenn man es denn überhaupt auch wegen der Entzündung im Dickdarm nimmt.

Wie immer, nur der Versuch macht klug.

Ausschleichen muß man nicht. Kann es dann abrupt absetzen.

Guten Erfolg und LG Neptun
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Re: medizinische Zuständigkeit bei Gelenkschmerzen bei MC

Beitragvon tirolerin1810 » Do 4. Apr 2019, 08:41

Hallo,

ich nehme nun seit einer Woche Salazophyrin. Jeweils ein Stück am Abend.
Seit ein paar Tagen ist mir wahnsinnig schwindelig und ich fühle mich total benommen. Kann das von diesem Medikamen kommen?
Sind diese Nebenwirkungen nur am Anfang oder legt sich das nach einer Zeit? Wie war das bei euch??
Werde jedenfalls noch nicht hochdosieren, wenn ich so schon den ganzen Tag regelrecht schwanke.

Meine Schmerzen sind leider noch nicht besser. In Händen, Füssen und im Rücken leider immer noch total unverändert.
Nächste Woche dann das MRT und Ende April habe ich einen Termin bei einer Rheumatologin.

LG Tirolerin
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Re: medizinische Zuständigkeit bei Gelenkschmerzen bei MC

Beitragvon neptun » Do 4. Apr 2019, 10:06

Hallo Tirolerin,

nun sind fast alle Medikamente keine Wundermittel. Somit darf man auch keine Wunder erwarten. Schließlich arbeitet der Körper gegen diesen Einfluß. Sonst bräuchte man dieses Medikament nicht.

Beim Sulfasalazin wirst Du also ca. 3 Monate warten müssen, bis ein wesentlicher Effekt eingetreten ist. Wenn sich bis dahin nichts getan hat, wird es keine ausreichende Wirkung haben.
Durch das Einschleichen mag sich entsprechend der Vorgehensweise auch noch dadurch der Wirkungseintritt verzögern.

Die beschriebenen Beschwerden sind durchaus den möglichen Nebenwirkungen zuzurechnen. Ich schrieb ja etwas zu Kreislauf. Sie sollten wieder verschwinden. Wenn sich das Befinden nicht bessert in einiger Zeit, dann ist das Sulfasalazin wahrscheinlich nicht verträglich.

Aber noch mal, man muß Geduld haben. Man muß wohl mal etwas in Kauf nehmen, aber man soll sich auch nicht quälen. Da mag die Grenze bei jedem anders sein.
Nur Deine Beschwerden quälen Dich ja anscheinend auch, wenn Du eine Behandlung dagegen anstrebst.

LG Neptun
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Re: medizinische Zuständigkeit bei Gelenkschmerzen bei MC

Beitragvon Catwomen » Fr 5. Apr 2019, 07:46

Hallo Tirolerin,

ich habe gegen die Gelenkschmerzen, nachdem zusätzlich rheumatoide Arthritis diagnostiziert wurde, Quensyl bekommen.

Und ähnlich, wie bei Deinem Medikament, setzt die Wirkung erst zwischen 3 und 6 Monaten ein.
Bei mir waren genau nach 12 Wochen Einnahme die Gelenkschmerzen komplett weg. Du musst also noch Geduld haben.
Ich habe nebenher bis zum Wirkungseintritt Prednisolon nehmen müssen, das ist jetzt aber komplett ausgeschlichen.

Nebenwirkungen hatte ich auch, aber die werden auch mit der Zeit besser. Den Schwindel habe ich ab und an immer noch,
aber ich nehme jetzt die Tabletten am Abend vorm Schlafen ein und finde, dass die Nebenwirkungen deutlich weniger sind,
vielleicht verschlafe ich sie jetzt auch einfach :D

Liebe Grüße und gute Besserung!
Catwomen
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Re: medizinische Zuständigkeit bei Gelenkschmerzen bei MC

Beitragvon tirolerin1810 » Fr 26. Apr 2019, 16:44

Hallo Catwomen,

wie hat man bei dir die rheumatoide Arhtritis diagnostiziert?
Wieso ich das Frage.

Leide ja seit vielen Wochen wieder unter Muskel- und Gelenksschmerzen in den Fingern, Sprunggelenk, Unterschenkel bis zu den Knien und ganz extrem im unteren LWS-Bereich.
Vor zwei Wochen hat man bei mir nun ein MRT der LWS und des ISG gemacht.
Jedenfalls laut MRT Befund kam folgendes raus: Es zeigt sich eine einzelne Zyste im ISG links kranioventral, im Bereich der LWS Black Disc L4-5 und Annular hier in diesem Segment, keien relevante neuroforminalle Stense, wohl aber Fascettengelenktsergussbildung bzw. Facettengelenksarthrosen mit Gelenkserguss. Ein typisches Pedikel Ödem als Ausdruck einer Spondylitits lässt nicht darstellen.

Blutbefunde sind alle recht unauffällig. Also Blutsenkung und alle Rheumawerte derzeit negativ bzw. im Normalbereich.
Hatte heute einen Termin bei einer Rheumaspezialistin. Laut ihr habe ich kein Rheuma? Aber Sie kennt diese Art von Schmerzen bei sehr vielen Darmpatienten. Laut Ihr kann man dagegen kaum was machen? Laut ihr hilft Salazophyrin zwar im Bereich der Finger und Fussgelenke, nicht jedoch im Bereich der Wirbelsäule?
Weiters hat Sie mir gesagt, dass wenn keine enzündlichen Stellen vorhanden sind auch eine Art Fibromalgie vorliegen kann? Wurde bei dir davon auch gesprochen?
Ich verstehe langsam den unterschied zwischen rheumatoider Arthritis, Arthrose etc. nicht mehr. Spricht man von Rheuma nur, wenn auch eine Enzündung vorliegt? Laut meinen Blutbefunden und Co. ist keine Entzündung vorhanden. Meine Schmerzen sind aber trotzdem sehr stark? Hast du Entzündungen in den Gelenken? Und wie kann man so eine Fibromalgie dann überhaupt feststellen?

Fazit: Ich soll das Salazophyrin nun weiterhin nehmen. In drei Monaten habe ich wieder einen Termin und dann schaut man, ob das Salazophyrin eine Verbessurng gebracht hat.

Das Quensyl kenne ich nicht. Ist das ein Rheumamedikament?

LG Tirolerin
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Re: medizinische Zuständigkeit bei Gelenkschmerzen bei MC

Beitragvon Catwomen » Fr 3. Mai 2019, 13:40

Hallo Tirolerin!

Ich habe im Blut überhaupt keine Entzündungswerte. Deswegen lautet die Diagnose auch seronegative rheumatoide Arthritis.

Festgestellt hat es die Rheumatologin in erster Linie durch Ultraschall, der in allen Fingergrund- und Mittelgelenken Entzündungen
gezeigt hat. Auch der Schmerz, den ich in den frühen Morgenstunden hatte, ist wohl ganz typisch.
Und das Cortison immer ganz schnell und sehr gut hilft ist auch ein Hinweis auf einen entzündlichen Prozess.

Quensyl ist eigentlich eine Malariaprophylaxe. Warum es bei RA hilft ist wohl nicht ganz geklärt.
Leider hat es keine Wirkung auf den Darm, eher im Gegenteil.

Von Fibromyalgie wurde bei mir nie gesprochen. Fibromyalgie betrifft allerdings eher die Muskeln und Sehnen, nicht die Gelenke.

Ich kenne das Salazophyrin nicht, kann mir aber vorstellen, dass es eine Weile braucht bis es wirkt. Das Quensyl schlägt erst nach 3-6 Monaten
an. Bei mir war der Wirkungseintritt, wie nach dem Lehrbuch, nach 3 Monaten. :)

Also, warte noch ab, vielleicht stellt sich die Wirkung erst in ein paar Wochen ein!

Liebe Grüße
Catwomen
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Re: medizinische Zuständigkeit bei Gelenkschmerzen bei MC

Beitragvon tirolerin1810 » Mi 8. Mai 2019, 16:23

Hallo Catwomen, hallo Neptun,

die letzte Woche war bei mir mehr als nur hart. Meine Schmerzen in den Gelenken haben sich in nur wenigen Tagen nun irgendwie auf den ganzen Körper ausgedehnt.
Mittlerweile habe ich Schmerzen in allen Extremitäten. Also beide Füsse, beide Hände und den ganzen Rückenbereich. Es fühlt sich an wie eine schwere Grippe. Es schmerzen die Gelenke, die Muskeln, die Knochen und die Sehnen - irgendwie der gesamte Körper. Jedenfalls helfen hier keinerlei Schmerzmittel.

Das Salazopyrin nehme ich nun seit 35 Tagen. Bisher gab es keinerlei Verbesserungen, eher eine starke Verschlechterung. In den Packungsbeilage habe ich nun gesehen, dass es mit der Einnahme von Salazopyrin auch zu einer Verschlechterung der Grundkrankheit kommen kann. Des weiteren scheinen hier Muskel- und Gelenksschmerzen als Nebenwirkungen auf. Hat hier jemand Erfahrungen damit.
Wie gesagt, aktuell scheint mein Darm ruhe zu geben. Begonnen habe ich das Salazopyrin aufgrund meiner rheumatischen Beschwerden in Händen und Füssen - wobei laut Rheumatologin habe ich kein Rheuma????!!!!

Gestern hatte ich einen Termin bei einer Ärtzin mit dem Spezialgebiet Alternativmedizin. Sie hat sich meine Blutbefunde angesehen und mich darauf hingewiesen, dass ich Antikörper Borreliose, EBV und Hepatitis B habe. Ihre Theorie ist nun, dass meine aktuellen Muskel-, Gelenks- und Körperschmerzen aufgrund die Borrelien zurückzuführen sind und ich daher derartige Schmerzen habe. Laut ihr lösen Borrelien und EBV Viren gerade bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem (besonders bei MC, CU, MS etc.) immer wieder massive Schübe aus?! Besonders der Bewegungsapparat sei hier oft sehr stark betroffen?
Jedenfalls soll ich das nun mit einer massiven Ernährungsumstellung und diversen homöopathischen Mitteln behandeln.
Ich habe immer gemeint Borreliose und wiederkehrende Borreliose kann man nur mit Antibiothika in den Griff bekommen. Gibt es hier irgendwelche Erfahrungen hierzu.

Jedenfalls bin ich am Verzweifeln. Durch die starken Schmerzen (egal ob mit oder ohne Schmerzmittel) kann ich langsam meinen Alltag nicht mehr bewältigen. Das sich derartige Dauerschmerzen nicht gerade positiv auf die Psyche auswirken, brauch ich in diesem Forum wahrscheinlich nicht zu erwähnen.

Keine Ahnung, was ich als nächstes tun soll. Kann langsam keine Ärzte mehr sehen.

Vielen herzlichen Dank für eure Antworten.

LG Tirolerin
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Re: medizinische Zuständigkeit bei Gelenkschmerzen bei MC

Beitragvon neptun » Mi 8. Mai 2019, 17:50

Hallo Tirolerin,

zur Homöopathie und den durchgemachten Infektionen kann ich Dir nichts schreiben. Ich weiß nur von Berichten im Forum, wo dann eventuell anfänglich Erfolg (Placebo?) sich einstellt, meist nach längerer Zeit aber eher kein Erfolg beschieden war, dafür aber recht hohe Kosten entstanden.

Wenn Du aber der Meinung bist, die Schmerzen haben sich verstärkt nach Einnahme von Sulfasalazin, dann solltest Du es vielleicht als Auslaßversuch absetzen. Die Schmerzen sollten wieder geringer werden nach kurzer Zeit. Wenn nicht, Du kannst die Behandlung ja jederzeit fortsetzen.

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