MRCP - Erfahrungen

Über die sonstigen medizinischen Probleme.

MRCP - Erfahrungen

Beitragvon Katharina79 » Di 26. Feb 2019, 19:49

Ihr Lieben,

Ich habe seit einigen Jahren eine PSC, Leberzirrhose und Colitis Ulcerosa. Muß wg. der PSC und zum Ausschluß von bösartigen Tumoren regelmäßig Sonos mit und ohne KM und MRCPs machen lassen. Gehe immer zum selben Radiologie-Zentrum. Jetzt ist es schon zum zweiten Mal vorgekommen, dass die Bildergebnisse alles andere als toll waren. Woran liegt das? Im kurzen Bericht steht etwas von Atemartefakten und einer ungenügenden Auflösung bzw. Technik. Ich atme immer flach und regelmäßig, wie gefordert. Wie kann es also beim einen Mal gut sein und dann wieder schlecht für die Beurteilbarkeit??? Möchte auch nicht ständig die Untersuchung wiederholen müssen. Aber darauf wird es wohl hinaus laufen. Liegt's am Radiologen? Technik? Und die zweite Frage wäre, warum ich ein Kontrastmittel Lumivision zu trinken bekomme, wenn ich immer wieder lese, dass man vorher nüchtern sein und keine Flüssigkeit zu sich nehmen soll und Kontrastmittel nicht notwendig ist?? Bin total verwirrt. Wie sind da eure Erfahrungen?

LG
Katharina
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Re: MRCP - Erfahrungen

Beitragvon VfBSpike » So 10. Mär 2019, 17:17

Hallo Katharina79,

dass man vor einer MRT-Untersuchung nüchtern sein muss, gehört zu medizinischen Mythen, die sich leider hartnäckig halten. Auch wenn es immer wieder behauptet wird, wahrer wird es dadurch nicht.

Eine wichtige Einschränkung gibt es allerdings. Vor einer MRT-Untersuchung des Oberbauches (z. B. MRCP) sollte ein gewisser Abstand zwischen der letzten Mahlzeit und dem Beginn der Untersuchung eingehalten werden (ca. 4 Stunden). Auch sollte keine größere Flüssigkeitsmenge vor der Untersuchung aufgenommen werden.

Bei der KM und der MRCP wird das Kontrastmittel gewöhnlich über eine Verweilkanüle intravenös gegeben. Mittlerweile möglich ist auch die orale Gabe so wie bei dir mit LumiVision.

Bei der MRCP ist es notwendig, in einigen Intervallen für bis zu 30 Sekunden nicht zu atmen (Luft anhalten).
Atmest du trotzdem, entstehen Atemartefakte. Die Bewegung des Brustkorbs beeinflusst so die Bildqualität erheblich (nicht zum Guten versteht sich). Deswegen während der Untersuchung nicht bewegen und die Atemanweisungen der radiologischen Assistenten genauestens befolgen !

Bei der ersten MRCP, die bei mir zur Diagnose PSC geführt, habe ich tatsächlich auch eine Flüssigkeit zu trinken bekommen. Sollte verhindern, dass die Bildgebung durch die Überlagerung des Magens gestört wird. Das Kontrastmittel habe ich jedoch stets intravenös erhalten und auch gut vertragen.

Meinem Hepatologe / Gastroenterologe im Leberzentrum reicht der schriftliche Befund aus der Radiologie. Die Bilder selbst interessieren ihn gar nicht, die verstauben bei mir daheim. :D

Viele Grüße
VfBSpike
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