Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskussion

Ergänzende Wege zur "normalen" Medizin.

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Beitragvon 132 » So 5. Aug 2018, 11:41

Hallo!

Ich kann mich hier leider nicht vorstellen, da dieser Beitrag anonym sein muss. Ich habe mich jetzt seit Anfang meiner Colitis Diagnose sehr intensiv mit dem Thema Cannabis beschäftigt. Mein Arzt riet mir dauernd davon ab, aber es gibt ja mittlerweile genug Studien, die zeigen, das Cannabis sehr hilfreich ist.
Letzter Schub war von Januar bis April, wurde mit Prednisolon und Salofalk behandelt. Dachte eigentlich, dass ich jetzt erstmal Ruhe habe.

Donnerstag, 02.08, war es dann aber wieder soweit. Gerade nach der Abizeit den zweiten Tag bei meinem Freiwilligenjahr gearbeitet, da kamen die üblichen Symptome: Bauchschmerzen und blutiger schleimiger Durchfall. Mein Entschluss stand aber fest: Nicht zum Arzt, sondern zum Kumpel, Cannabis und einen Vaporizer besorgen. Meine Eltern hatten zwar Angst, aber vertrauten mir. Freitag noch mit Flohsamen über Wasser gehalten, ging es dann Freitag abends los.

Freitag:
Sorte: AK-420
Dosis: nur ein paar Züge aus dem Vaporizer, Rausch war nicht stark.
Effekt: kein Stuhldrang mehr am Abend, Schmerzen weg.
Nächster Tag: schleimiger Durchfall noch da, Blutung aber gestoppt.

Samstag:
Sorte: Royal Dwarf gemixt mit CBD Fix Auto. (Grund: In medizinischen Zeitschriften wird oft erwähnt, dass THC und CBD im Zusammenspiel die beste Wirkung erziehlen.)
Dosis: recht viel, Rausch recht stark. War mit Freund am Badesee unterwegs und danach bei uns auf Terasse. Daher viel Zeit gehabt und Dosis hochgeschraubt.
Effekt: Kein Stuhldrang mehr, Schmerzen weg.
Nächster Tag: keine Symptome mehr da.


So, und heute ist Sonntag. Jetzt gilt es herauszufinden, wie lange die Wirkung anhält.
Ich hatte mal irgendwo in neueren Forschungen gelesen, dass die Wirkung bis zu 3 Monate anhalten soll. Sollte das tatsächlich zutreffen, wäre Cannabis auch ein Ersatz für Salofalk. Außerdem soll Cannabis vorbeugend wirken bei CED.

Quellen dazu versuche ich wiederzufinden.

Gruß
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Re: Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskuss

Beitragvon Sabrina36 » So 5. Aug 2018, 12:46

Hi,

ich habe eine Freundin mit CU, die macht es genauso seit Jahren im Schub...erfolgreich!

ich wünsche Dir viel Erfolg weiterhin-die Freundin nimmt aufgrund der Prphylaxe weiterhin Mezavant.

Eine Frage: wo beziehst Du Dein Cannabis?
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Re: Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskuss

Beitragvon 132 » So 5. Aug 2018, 13:33

Ich habe zwei Freunde, die neben ihren eigenen Pflanzen welche für mich anbauen (unter anderem auch CBD und THC/CBD Pflanzen, nicht nur hochgezüchtete THC Pflanzen). Ist außerdem sehr günstig für mich und ich bin mir sicher, dass die nicht gestreckt sind oder so. Gibt einem ebenfalls n besseres Gefühl.

Hilfe von Ärzten bekomme ich bis jetzt nicht... LEIDER! Bin momentan sehr enttäuscht von unserem Umgang mit dem Thema Cannabis in der Gesellschaft.
Gruß!
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Re: Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskuss

Beitragvon curio » So 5. Aug 2018, 14:08

Ich habe mal irgendwo gelesen, dass die darmberuhigende Wirkung von Cannabis etwa 72 Stunden anhalten soll.
Aus eigener Erfahrung würde ich sagen, dass das in etwa hinkommt. Wobei ich eine starke Akutwirkung über mehrere Stunden und eine sanftere langanhaltende Wirkung festgestellt habe (ich rede dabei nicht von der Rauschwirkung).
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Re: Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskuss

Beitragvon 132 » So 5. Aug 2018, 14:36

72 Stunden ist ja eigentlich schon echt lange... ich konsumier dann halt meist vorm schlafen gehen, dann bekommts auch niemand mit und ich kann meinen Alltag normal leben. Wie macht ihr das? Und wie macht ihr das mit Autofahren?

Gruß
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Re: Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskuss

Beitragvon 132 » So 5. Aug 2018, 18:56

Wie sieht denn bei euch die Dosierung aus?

Gruß
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Re: Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskuss

Beitragvon Julian-R- » So 5. Aug 2018, 21:46

Hallo zusammen,
ich habe auch schon an THC gedacht, nutze im Moment aber nur CBD Crystals, was auch sehr gut hilft.

Ich müsste halt nach Holland fahren um mir THC zu besorgen, sind jedesmal 100 KM hin und 100 zurück.
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Re: Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskuss

Beitragvon 132 » Mo 6. Aug 2018, 11:52

Was auf jedenfall wichtig ist, wenn man Cannabis probieren will: Man muss sich damit beschäftigen und sich genügend mit dem Thema auseinandersetzten. Verharmlosen darf man es auf keinen Fall, was der Fehler von vielen Leuten ist.

Gruß
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Re: Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskuss

Beitragvon Colitos » Mi 8. Aug 2018, 00:35

Ich kann folgendes berichten bezgl. Cannabis und CU:

Höre ich mit dem Konsum auf, so bekomme ich ein paar Wochen später Gelenkschmerzen (Arthralgien) an verschiedensten Körperstellen, die ca. 3 bis 4 Tage anhalten. Die entsprechende Körper-Partie kann ich dann kaum bewegen, also zB keine Pizza schneiden, wenn es im rechten Arm schmerzt oder kaum Laufen, wenn im Bein. Ein paar Tage nach dem Abklingen der Schmerzen an der einen Stelle, kommen sie dann an einer anderen Stelle. Jeden Morgen ängstliches Nachfühlen, ob und wo es wieder schmerzt... ich kam mir da vor wie ein 90-Jähriger.

Der Zusammenhang "Arthralgien, wenn Cannabis frei" viel mir dann auf, weil ich mehrfach diese Symptome im Urlaub bekam, welcher ohne Konsum mit einer vorheriger Entwöhnphase ablief, sprich: Clean im Urlaub = plötzlich Gelenkschmerzen. Nach dem letzten Urlaub kam dann auch mein aktueller Schub, der mit Prednisolon unter Kontrolle ist.

Inwiefern andere CU Symptome, Schub und Remission positiv beeinflusst werden, wage ich aber (noch) nicht zu beurteilen. Allerdings habe ich anscheinend bisher einen relativ einfachen CU-Verlauf, wenn ich das mit den Berichten anderer Betroffener hier vergleiche. Da eine CU wohl "normalerweise" zwischen 20 und 40 anfängt, könnte es sein, dass ich mit jetzt über 40 Jahren meine CU seit Jahren unbewusst erfolgreich mit Cannabis therapiere, denn die klassischen Schleim-Blut-Durchfall-Bauchkrämpfe-Symptome haben bei mir erst vor knappen 2 Jahren angefangen, wobei ich "Bauchprobleme" schon seit Babyzeiten habe (Antibiotika als Baby bekommen), laut meiner Mutter.

Was hat es mit CBD-Crystals auf sich? Da hab ich noch nie von gehört! Aha... Google spuckt Bezugsquellen aus, die dann auch schreiben, es wäre als Nahrungsergänzungsmittel legal erhältlich. Stimmt das?
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Re: Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskuss

Beitragvon Sweetleo » Mi 8. Aug 2018, 21:39

Es ist wirklich interessant das hier zu lesen.

Hätte ich noch einen Dickdarm. Hätte ich das bestimmt auch noch ausprobiert.

Wiederum würde ich es jetzt auch testen, da ich noch Schmerzen von meiner Kolektomie habe. (Ist noch Recht frisch)

Da ich vom Krankenhaus sehr starke Schmerzmittel gewöhnt war, helft daheim das Novalgin gar nicht.
Und wieder starke Schmerzmittel will ich nicht nehmen.

Da kommt dann aber eher die Frage wie könnte ich an Cannabis kommen?
2009 ~ Colitis Diagnose
10.07.18 ~ Colektomie mit endständigem Ileostoma
30.11.18 ~ Pouch-Anlage
26.02.19 ~ AP-Rückverlegung
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