Coimbra-Protokoll bei Autoimmunkrankheiten

Ergänzende Wege zur "normalen" Medizin.

Coimbra-Protokoll bei Autoimmunkrankheiten

Beitragvon gruenertee44 » Mo 28. Mai 2018, 08:26

Liebe CED-Gemeinde,

hier gibt es etwas vielversprechendes Neues, es nennt sich Coimbra-Protokoll.
Habe es bei einer Google-Suche im Zusammenhang mit Autoimmunkrankheiten und
Morbus Crohn gesichtet.

Ich habe es für mich als Laie durchgelesen, es handelt sich um eine
Therapie mit Vitamin D Hochdosierungen und verschiedenen
anderen Ergänzungen (Magnesium, Vitamin B2, und sportliche Betätigung).

Sicherlich sind andere Vitamin-Ergänzungen auch sinnvoll (Vitamin C, A, K2 andere B`s usw).

Hier mal die Seiten, die ich dazu gefunden habe:


http://www.vitamind.net/interviews/coimbra-ms-autoimmun/


http://coimbraprotokoll.de/




Der Hinweis soll nicht als Werbung verstanden werden, sondern als Hinweis zu einer
Substituierung von Vitamin D. Unsere Vorfahren waren anscheinend in Äquator-Nähe
angesiedelt wo es immer Sonne satt und somit auch Vitamin D satt gab.
Der heutige ungesonnte Hallen-Arbeiter oder Büro-Mensch hat in den
Industrienationen keinen normalen Vitamin D Spiegel mehr.

Was sagt ihr dazu, habt ihr Tipps bzw. Vorschläge wie man da vorgehen kann?

Gute Gesundheit und Gottes Segen für Euch alle!
gruenertee44
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Re: Coimbra-Protokoll bei Autoimmunkrankheiten

Beitragvon Konrad » Mo 28. Mai 2018, 19:35

Hallo gruenertee44,

... und ewig grüßt das Murmeltier...

Ich hoffe mal wie immer, dass Dir und Deinen kommerziellen Empfehlungen niemand folgt.

Gruß Konrad
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Re: Coimbra-Protokoll bei Autoimmunkrankheiten

Beitragvon Uwe7 » Mi 30. Mai 2018, 11:34

gruenertee44 hat geschrieben:Der heutige ungesonnte Hallen-Arbeiter oder Büro-Mensch hat in den Industrienationen keinen normalen Vitamin D Spiegel mehr.


Sorry, aber das ist Unsinn.

Praxisvita hat geschrieben:Um einem Vitamin-D-Mangel vorzubeugen, reichen fünf bis zehn Minuten Mittagssonne im Sommer.


Man geht (z.B. als Büromensch) in der Mittagspause einmal um den Block - that's it. Das reicht aus.

Details siehe hier: https://www.praxisvita.de/wie-viel-sonne-braucht-der-koerper-1146.html

Ich würde darauf achten, eine Vitamin-D-Überdosierung durch Pillen oder andere Präparate zu vermeiden, denn das ist gesundheitlich äußerst bedenklich.

LG Uwe
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Re: Coimbra-Protokoll bei Autoimmunkrankheiten

Beitragvon BeStoic » Mi 30. Mai 2018, 12:02

Habe mir dieses "Coimbra-Protokoll" nicht angsehen, aber.

Sorry, aber das ist Unsinn.


Das kann man so nicht wirklich stehen lassen. Siehe , z. B. DGE, diese Studie

Man geht (z.B. als Büromensch) in der Mittagspause einmal um den Block - that's it. Das reicht aus.


Ich, als "Büromensch", war - dachte ich - oft an der Sonne und hatte trotzdem einen Mangel (Mitte Juni letzten Jahres), so einfach ist das nicht. Hinzu kommt, dass die Sonne stark genug sein muss - im Winter ist sie das nicht. Selbst der Winkel soll relevant sein. Letzten Endes hilft nur, erstmal ein Blutbild machen zu lassen (die ~50 € solten es einem Wert sein) und sich dann zu orientieren. Ansonsten kann man eigentlich so oder so supplementieren, 2000-4000 IU täglich werden einen nicht umbringen.

Mal davon abgesehen, dass hier "Mangel" nicht definiert ist. 20 ng/ml mögen für die Knochen ausreichend sein, etwas mehr dürfte es aber schon sein, möchte man eventuelle postiive Effekte abgesehen von Knochen.
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Re: Coimbra-Protokoll bei Autoimmunkrankheiten

Beitragvon Uwe7 » Mi 30. Mai 2018, 12:24

BeStoic hat geschrieben: Letzten Endes hilft nur, erstmal ein Blutbild machen zu lassen (die ~50 € solten es einem Wert sein) und sich dann zu orientieren.


OK, das kann man so machen. Ich würde aber gemeinsam mit dem Arzt, der den Mangel ggf. feststellt, eine Strategie entwickeln, diesen Mangel abzustellen, statt sich unabgestimmt irgendwelche Pillen reinzupfeifen.

BeStoic hat geschrieben:Ansonsten kann man eigentlich so oder so supplementieren, 2000-4000 IU täglich werden einen nicht umbringen.


Du hast den Link nicht gelesen, gell?

Ich poste es hier mal direkt rein, dann brauchst Du nicht klicken, sondern nur lesen:

Onmeda.de hat geschrieben:Allerdings kann man Vitamin-D-Präparate schnell in zu hoher Dosierung zu sich nehmen. Bedenklich ist die langfristige Einnahme von mehr als 100 Mikrogramm (= 4.000 IE) Vitamin D pro Tag. Diese Vitamin-D-Überdosierung kann auf Dauer gesundheitsschädlich sein und zu einer Vergiftung führen. Anfangs verläuft diese noch ohne Symptome, im Laufe der Zeit kann sie dann eine erhöhte Calciumkonzentration im Blut (Calciumspiegel) verursachen: Mediziner sprechen dann von einer Hyperkalzämie.

Bei einer kurzfristigen (akuten) Vitamin-D-Überdosierung können folgende Symptome beziehungsweise Nebenwirkungen auftreten:

Schwäche
Müdigkeit
Kopfschmerzen
Übelkeit
Erbrechen
Appetitlosigkeit
starker Durst
Herzrhythmusstörungen

Eine langfristige (chronische) Vitamin-D-Überdosierung kann schwerwiegendere Folgen haben: Durch die erhöhte Zufuhr von Vitamin D kann sich Calcium in Blutgefäßen und in der Niere ablagern. Zusätzlich zu den Anzeichen für einer akuten Überdosierung kommt es dann zu Erkrankungen der Nieren – möglich sind Nierensteine bis hin zum Nierenversagen.


Ok, Schwäche, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, starker Durst, Herzrhythmusstörungen sind keine todbringenden Leiden - jedenfalls nicht sofort. Nierensteine bis hin zum Nierenversagen - sind da schon ein anderes Kaliber.

Und das alles nur, weil man auf's Geratewohl mit Vitamin-D-Präparaten rumspielt?

Vorsicht, Stufe!

LG Uwe
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Re: Coimbra-Protokoll bei Autoimmunkrankheiten

Beitragvon BeStoic » Mi 30. Mai 2018, 12:59

Du hast den Link nicht gelesen, gell?


Könnte ich genauso zurück fragen, denn:

Was ich geschrieben habe:
2000-4000 IU täglich werden einen nicht umbringen.


Was du zitierst:
Bedenklich ist die langfristige Einnahme von mehr als 100 Mikrogramm (= 4.000 IE) Vitamin D pro Tag.
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Re: Coimbra-Protokoll bei Autoimmunkrankheiten

Beitragvon Uwe7 » Mi 30. Mai 2018, 13:01

wie dem auch sei: Der Nutzen ist fraglich, der Schaden ggf. immens.

Also: Wie von Dir vorgeschlagen: Blutbild machen lassen - und wie von mir vorgeschlagen: Bei festgestelltem Mangel gemeinsam mit dem Doc. klären, wie's weitergeht.

Dann ist man von auf der sicheren Seite, statt sich in irgendwelchen Gaga-Experimenten zu verlieren.
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Re: Coimbra-Protokoll bei Autoimmunkrankheiten

Beitragvon BeStoic » Mi 30. Mai 2018, 13:17

wie dem auch sei: Der Nutzen ist fraglich, der Schaden ggf. immens.


Vernünftig gemanaged gibt es keinen Schaden. Vitamin D ist weit mehr als nur für die Knochengesundheit gut. Studien berichteten zum Teil von gebesserten CED Verläufen. Selbst wenn es die CED nicht bessert, denke es ist besser, wenn der Körper genug von dem hat, was er braucht - und das ist halt nicht für Vitamin D in unseren Breitengraden garantiert.

Also: Wie von Dir vorgeschlagen: Blutbild machen lassen - und wie von mir vorgeschlagen: Bei festgestelltem Mangel gemeinsam mit dem Doc. klären, wie's weitergeht.


Absolut. So habe ich es auch gemacht, dann allerdings die Erfahrung gemacht, dass sobald der Mangel weg ist, mant man auch kein Rezept mehr für Dekristol o. Ä. Die Erhaltung normaler Werte sollte man danach aber nicht außer acht lassen.

Dann ist man von auf der sicheren Seite, statt sich in irgendwelchen Gaga-Experimenten zu verlieren.


Bin nicht der Meinung, Vitamin D in vernünftigen Größen zu supplementieren ist "Gaga" (außer die Präparate haben unvorteilhafte Füllstoffe). Natürlich sollte man es nicht tun, wenn man bereits Werte an der Obergrenze hat. Wenn man im Sommer an die Sonne geht/gehen kann/darf, kann man natürlich auch hier die Dosis reduzieren oder weglassen. Der gesunde Menschenverstand sollte eingeschaltet sein.

Das Coimbra-Protokoll an sich könnte Nonsense sein, ich habe es mir nicht angeschaut.
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Re: Coimbra-Protokoll bei Autoimmunkrankheiten

Beitragvon Uwe7 » Mi 30. Mai 2018, 13:49

BeStoic hat geschrieben:
Also: Wie von Dir vorgeschlagen: Blutbild machen lassen - und wie von mir vorgeschlagen: Bei festgestelltem Mangel gemeinsam mit dem Doc. klären, wie's weitergeht.


Absolut. So habe ich es auch gemacht, dann allerdings die Erfahrung gemacht, dass sobald der Mangel weg ist, mant man auch kein Rezept mehr für Dekristol o. Ä.


Das meine ich mit Strategie: Ich würde den Arzt fragen, was ich (außer Pillen schlucken) tun kann, um den Vit-D-Spiegel zu heben, statt nur ein Rezept von ihm zu erwarten.

BeStoic hat geschrieben:Die Erhaltung normaler Werte sollte man danach aber nicht außer acht lassen.


Da stimme ich Dir zu. Deswegen Strategie statt Pillenrezept. Nur im Ausnahmefall kann m.E. als Lösung von ärztlicher Seite das Pillenrezept dabei rauskommen.
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Re: Coimbra-Protokoll bei Autoimmunkrankheiten

Beitragvon Sabrina36 » Mi 30. Mai 2018, 19:52

...ohne jetzt die Diskussion über Sinn/Unsinn von Vit-D-Substitution vorantreiben zu wollen: eine Überdosierung wäre eine Hyperkalzämie...tritt wie beschrieben selten und wenn dann nur nach Langzeiteinnahme von hohen Dosen auf...das Risiko kann kann man komplett minimieren indem man zeitgleich Vit-K2 einnimmt...nur als Tipp für Diejenigen, die es probieren wollen.
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