Kurkuma bzw. Curcumin bei CU

Ergänzende Wege zur "normalen" Medizin.

Re: Kurkuma bzw. Curcumin bei CU

Beitragvon WernerH » Mi 26. Aug 2015, 14:18

Hallo,

ich will hier keine Reklame für bestimmte Produkte machen. Darum nenne ich die auch nicht.

Bei Wikipedia in dem Artikel über Curcumin heißt es, daß "xxx" eine sehr hohe Bioverfügbarkeit hätte.
Auf der Herstellerseite ist die Rede von Faktor 30000 gegenüber gemahlener Wurzel. Die Bioverfügbarkeit von 1 Kapsel entspräche demnach 450 Gramm normalem Curcuma-Pulver.

Bin gerade in einem Schub. Ich habe meinen Doc nach Curcuma-Extrakt gefragt. Er hat nicht dagegen - also nehme ich das jetzt seit einer Woche nach Empfehlung des Herstellers: 2 Kapseln morgens, 2 abends. Außerdem Mesalazin, Azathioprin und Prednisolon. Es wird langsam besser. Leider weiß ich jetzt nicht, welches Mittelchen dafür verantwortlich ist - oder ob es auch ohne Prednisolon und/oder Curcuma-Extrakt besser geworden wäre :?


Gute Besserung,
Werner
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Re: Kurkuma bzw. Curcumin bei CU

Beitragvon Texter » Mi 21. Okt 2015, 11:27

Ich würde das auf Wikipedia beschriebene Produkt xxx mit der hohen Verfügbarkeit (3000-Fach) gern ausprobieren. Hat jemand Erfahrungen damit? Auch wegen der Nebenwirkungen?
LG
T
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Re: Kurkuma bzw. Curcumin bei CU

Beitragvon Claudia24 » Do 29. Okt 2015, 22:27

Ich habe mehrere Monate curcuma mit Lecithin Kapseln genommen. Waren sehr teuer, trotzdem konnte ich einen erneuten Schub leider nicht verhindern., schade...
Claudia
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Re: Kurkuma bzw. Curcumin bei CU

Beitragvon chris.tian » Fr 11. Dez 2015, 21:47

ich hatte es während eines mittleren Schubs mit "normalem" Kurkuma-Pulver aus der Gewürzdose probiert und eher schlechte Erfahrung gemacht. Mir kam es so vor, als ob das Gewürz meinen Darm zu sehr reizt und sich die Entzündung verschlimmerte...
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Re: Kurkuma bzw. Curcumin bei CU

Beitragvon Maria Crohn » Do 18. Feb 2016, 14:14

Moin,

ich hab Kurkuma fest in meinen Ernährungsplan eingebaut. Also egal was ich mir koche, etwas Kurkuma kommt immer dazu. Ganz einfach deshalb, weil es erwiesenermaßen sehr gesund ist. Manche sprechen sogar von Krebsvorsorgung, und da wir alle ja ein erhöhtes Darmkrebsrisiko haben, kann ein teelöffel nichts schaden. Allerdings habe ich einmal den fehler gemacht, und Kurkuma in einer überdosis mit Haferflocken zu mir genommen, also etwa ein gehäufter Esslöffel auf eine Tellerportion Hafer. Ich weiß nicht ob es daran lag, aber das hat bei mir einen Schub ausgelöst damals. Seitdem habe ich auch einen ekel vor Haferflocken, den ich vorher nicht hatte. Aber mit einem gestrichenen Teelöffel im Essen hab ich bisher keine negativen Effekte erlebt.
Maria Crohn
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Re: Kurkuma bzw. Curcumin bei CU

Beitragvon Stern2017 » Fr 22. Dez 2017, 21:03

Auch wenn der letzte Beitrag zu diesem Thema hier schon etwas her ist, wage ich mal einen Neustart...

Ich habe mir vor kurzem ein Mizellen Curcurmin Präparat bestellt, weil es das bioverfügbare Curcurmin höher konzentriert enthalten soll.
Blöderweise habe ich erst nachträglich gesehen, dass dort auch der Emulgator Polysorbat 80 drin ist, über den man wiederum eher darmschädigende Dinge liest :shock:

Oder ist die dort enthaltene Menge eher unbedenklich einzustufen?

Hat jemand von euch vielleicht schon Erfahrung mit dem neuen Mizellen Curcumin?
Stern2017
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Re: Kurkuma bzw. Curcumin bei CU

Beitragvon Icke » Fr 5. Jan 2018, 11:40

Hallo zusammen.

Ich finde es super, dass das Thema wiederbelebt wird.
Ich habe Erfahrungen was das Mizell Curcumin angeht, allerdings habe ich ein Präparat
ohne Polysorbat 80. Meins enthält nur Curcumin in Mizellform und die Kapsel besteht aus
HPMC. Ansonsten sind keine weiteren Inhaltsstoffe enthalten.

Ach so, ich habe seit 17 Jahren CU, bin 45 Jahre alt, nicht operiert aber schwerer Verlauf.
Meine letzte Simponi Injektion war am 12.07.2017. Das habe ich auf eigene Verantwortung abgesetzt.
Seitdem nehme ich keine Medikamente mehr. Neben Mizell Curcumin nehme ich täglich hochdosierte Vitamine
und Mineralien, zwei verschiedene Weihrauchkapseln, Butyrat, Probiotika, Omega 3, Gerstengraspulver
in einem Smoothie zusammen mit Inulin, Rutin und Leinöl.
Mir geht es deutlich besser, bin fast in der Remission.

Wenn Interesse besteht, schreibe ich auch gern ausführlicher.

Allen ein gesundes neues Jahr und gute Gesundheit.

Freundliche Grüße von Icke.
Icke
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Re: Kurkuma bzw. Curcumin bei CU

Beitragvon moe_b » So 7. Jan 2018, 10:15

TLDR (= Zusammenfassung meines Textes): die Menge an Polysorbat 80 in Mizellencurcumin ist möglicherweise so gering, dass der vielfältige Nutzen von Curcumin den möglichen Schaden aufwiegt.
------------------------------------

Ich habe mir nachdem ich einige super interessante Infos zu Kurkuma gefunden hatte, auch Mizellen-Kurkuma besorgt. Als ich hier im Forum jetzt die Info mit dem Polysorbat 80 gelesen habe, habe ich mich erst einmal etwas eingelesen, bevor ich die Kapseln weiternehme.

Vorinfo zu Kurkuma (auf englisch): https://youtu.be/teJ9QHCdN2Q - Zusammenfassung: Studien nach den höchsten wissenschaftlichen Kriterien zeigen, dass Curcumin zur Remissionserhaltung effektiver ist, als ein Placebo (5 % Rückfallrate nach einigen Monaten bei Curcumin, 20 % bei Placebo), dass sich auch bei einer endoskopischen Spiegelung der Effekt von Curcumin nachweisen lässt und dass bei Absetzen von Curcumin tatsächlich die Rückfallrate der Gruppe, die vorher Curcumin genommen hatte, sich wieder der Placebogruppe angleicht.

Zu Polysorbat 80: https://www.wissenschaft-aktuell.de/art ... 89772.html - Labormäuse, deren Trinkwasser zu 1 % die Emulgatoren Polysorbat 80 und Carboxymethylcellulose gegeben wurden, entwickelten Darmentzündungen und Fettleibigkeit (einfach ausgedrückt).

Beide mir bekannten Mizellencurcumin-Produkte enthalten Polysorbat 80 als größten Bestandteil. Ein Produkt hat z.B. die folgenden Angaben:
"Zutaten: Emulgator: Polysorbat 80; Gelatine, Feuchthaltemittel: Glycerin; curcuminreicher Kurkuma-Extrakt (5%), Vitamin D3"
Angenommen, eine Kapsel wiegt um die 1000 mg, würde man mit der empfohlenen Tagesdosis maximal 2000 mg = 2 g Polysorbat aufnehmen (in der Realität natürlich weniger, weil noch andere Sachen enthalten sind). Bei einer Trinkmenge von ca. 2 Litern = 2000 g wären das gerade einmal 0,1 %.

Wenn ich mich nicht verrechnet habe, dürfte die in der Studie beschriebene Dosis also einem Zehntel dessen entsprechen, was man mit 2 Kapseln Mizellencurcumin einnimmt. Weil andere Curcumin-Produkte zur Verbesserung der Bioverfügbarkeit Piperin (einen Stoff aus schwarzem Pfeffer, den ein empfindlicher Darm evtl. auch nicht verträgt) enthalten, könnte es sein, dass bei den Mizellenpräparaten der Nutzen die möglichen Risiken überwiegt. Wer ganz sicher gehen will, kann ja einfach eine gewisse Menge Kurkuma als Gewürz seiner Nahrung hinzufügen.

Letztes Giveaway: zusammengetragene Infos über die ziemlich umfassende Wirkung von Curcumin (z.B. als TNF-Alpha-Hemmer, als Antioxidants u.v.m.)
https://selfhacked.com/blog/curcumin-cu ... eferences/
moe_b
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Re: Kurkuma bzw. Curcumin bei CU

Beitragvon Korona » So 7. Jan 2018, 11:23

Hallo moe,

es wäre nett, wenn Du Dich vorstellen würdest, bevor Du hier solche Informationen verbreitest!

@all:
Soweit ich in sehr kurzer Recherche nachlesen konnte, ist dieses Verfahren noch gar nicht erprobt und erst recht nicht belegt>>>>>


Zitat zum Studienziel der Uni Hohenheim, die dieses Verfahren entwickelt:
Aus der Seite https://www.uni-hohenheim.de/pressemitt ... a9d21cb90c
Die neuen Trägersysteme sind im Verlauf des Projektes noch zu entwickeln.Führen sie zu einer verbesserten Bioverfügbarkeit der enthaltenen Wirkstoffe, sollen sie schließlich in Getränken, Fruchtsmoothies und Backwaren verwendet werden. Daher sind die drei weiteren Industriepartner mittelständische Unternehmen aus der Nahrungsmittelindustrie: die Bad Vilbeler Hassia Mineralquellen GmbH & Co. KG, die Schwartauer Werke GmbH & Co. KGaA und die Hamburger Kampffmeyer Food Innovation GmbH.

Ihr Ziel ist es, Nahrung mit Mehrwert herzustellen – funktionelle Lebensmittel mit einem zusätzlichen Gesundheitsnutzen für den Endverbraucher. „Bis zur Marktreife solcher funktionellen Lebensmittel haben wir einiges an Arbeit vor uns“erläutert Dr. Frank.


D.h. für mich, dass die hier beworbenen Produkte ihre Wirksamkeit nicht bewiesen haben.

Die Wirksamkeit der altbekannten Mittel oder das Herstellen einer Paste aus Kurkuma und die Einnahme mit Kokosöl und Piperin wurden jedoch untersucht und auch bei CED und CED-Rheuma belegt. Es gibt keine Hinweise darauf, dass Piperin hier nachteilig wirkt.

Man sollte also die Schädlichkeit der Zusatzstoffe nicht kleinreden, so wie Du es versuchst, moe. Zusatzstoffe und denaturierte Produkte, so wie sie u.a. auch in Nahrungsergänzungsmitteln häufig zu finden sind, führen bekanntlich sehr wohl bei CED zu einer Belastung der sowieso reduzierten und empfindlichen Darmschleimhaut.

Wir sollten also lieber auf die naturbelassene Variante zurückgreifen, die zudem minimalste Kosten verursacht!!!

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Re: Kurkuma bzw. Curcumin bei CU

Beitragvon moe_b » Mo 8. Jan 2018, 09:00

@ Korona,

Vorstellung schreibe ich die Tage gerne. Und danke für die Rückmeldung, ich bin mir bei den Produkten ja auch noch nicht schlüssig.
Mich würde dann aber tatsächlich interessieren, wie die Erfahrungen verschiedener Leute mit Curcumin-Präparaten mit Piperin sind, z.B. was du (Korona) auch schreibst über die Einnahme mit Piperin und Kokosöl.

Bei dem Präparate-Dschungel im Internet kann man finde ich leicht durcheinander kommen. Ich würde zusätzlich zu Kurkuma im Essen gerne über eine gewisse Zeit auch höher dosiertes Konzentrat einnehmen, einfach weil einige der größeren Studien ja mit Dosen von ca. 1 - 2 g pro Tag gearbeitet haben (z.B. die Studie von Hanai & Kollegen, 2006 - https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17101300)

Wenn jemand Tipps zu förderlichen Charakteristika von Präparaten (z.B. eher Wurzelpulver oder eher Curcumin-Konzentrat etc.) hat, würde ich mich freuen, wenn jemand konkrete Präparate aus eigener Erfahrung empfehlen kann, gerne per PN.

LG
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