Heilung CU abzusehen? Superspannend.

Ergänzende Wege zur "normalen" Medizin.
minimonster
Dauergast
Beiträge: 253
Registriert: Sa 29. Dez 2012, 20:11

Re: Heilung CU abzusehen? Superspannend.

Beitrag von minimonster »

Hallo,

zum HP und dem Ulcus ventriculi ( Magengeschwür ) will ich mal was sagen:


In der Klinik sieht man Menschen, die Träger des HP sind und nie Ulcera hatten. Auch keine anderen Entzündungen im Magen. HP ist kein Garant für Geschwüre oder Magen Ca. Ebenso gibt es genügend Pat. mit Ulcera, bei denen man weder im CLO Test HP oder Camphylobacter findet, noch in der Histo, und nicht nur bei denen, deren Ulcera man durch Medikamentenkonusm erklärt oder es Stressulera waren / sind.


Mir soll man auch mal erklären, wie ein MC in der Speiseröhre ohne Beteiligung des Darmes durch MAP möglich wäre.

Theorien kann man immer aufstellen, einen Beweis sehe ich nicht - nur Hinweise. Was gab es in den letzen 25 Jahren schon für Ideen. So einfach wie man es sich gerne macht, kann eine CED in ihrer Ursache nicht sein.

Gerade bei Crohn sehe ich eher ein Syndrom.

LG von Minimonster

ZM2012
Dauergast
Beiträge: 133
Registriert: Mo 7. Jan 2013, 22:01

Re: Heilung CU abzusehen? Superspannend.

Beitrag von ZM2012 »

Quelle Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Morbus_Crohn

Da steht eigentlich alles dazu. Insbesondere das genetische Problem mit den Defensine und ggf. MAP in Kombination. Zumindest gibt es immer mehr Hinweise darauf.

Siehe Studie hier: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17919633

Siehe Artikel hier: http://www.euleev.de/lebensmittel-und-e ... -der-milch

Darünber hinaus laufen einige Studien - siehe:

Endlich: Erfolgreiche Therapie

Inzwischen verordnen immer mehr Humanmediziner in Großbritannien, Australien und den USA bei Morbus Crohn geeignete Antibiotika. Anlass war ein Fallbericht von Medizinern des „Texas Tech Medical Center" in El Paso und der „University of Central Florida" in Orlando. Ein Patient, der zuvor jahrelang erfolglos mit einer klassischen Therapie behandelt wurde, erhielt die Antibiotika Clarithromycin (1.000 mg/d), Rifabutin (300 - 450mg/d) und Levofloxacin (500 mg/d). Das Allgemeinbefinden des Patienten besserte sich innerhalb weniger Wochen drastisch. Nach einigen Monaten waren die Mykobakterien verschwunden und der Patient konnte auch nach gründlicher Untersuchung als „geheilt" bezeichnet werden.5 Von ähnlich spektakulären Erfolgen berichten auch australische Mediziner mit einer Gruppe von 39 MC-Patienten, die bereits an massiven Darmveränderungen litten. Mit den Antibiotika Rifabutin (bis zu 600 mg/d), Clofazimin (bis zu 100 mg/d) und Clarithromycin (bis zu 1000 mg/d) regenerierte sich beim größten Teil der Patienten die Darmschleimhaut so weit, dass die Mediziner von „Heilung" sprechen.4

Die Kombination von mehreren Antibiotika ist notwendig, da Mykobakterien zur Selektion resistenter Stämme neigen. Das wird durch die vergleichsweise lange Therapiedauer noch begünstigt. Die ungewöhnlich lange Therapiedauer hängt wiederum damit zusammen, dass die Vermehrungsrate gering ist, da sich diese Bakterien selten teilen. Bis man sie alle erwischt hat, kann es im ungünstigsten Falle Jahre dauern.

ujin
beginnt sich einzuleben
Beiträge: 15
Registriert: Do 21. Mär 2013, 22:17

Re: Heilung CU abzusehen? Superspannend.

Beitrag von ujin »

Ich sag mal so, wenn der Dr. Borody 5 erfolgreiche Behandlungen gegen MAP verzeichnen konnte, dann bin ich der 6. Fall und die Behandlung mit den 3 AB zeigte bei mir keine Wirkung (über 3 Monate). Ich habe diese Sache vor 4 Jahren durchgeführt, es stand auch damals überall im Netz, dass das der Durchbruch ist. Inzwischen sind aber größere Studien gelaufen in Australien, glaube ich, die keine besonders gute Statistik aufweisen. Das mit dem MAP ist ein ziemlich "verstaubter" "Durchbruch".

Nick
beginnt sich einzuleben
Beiträge: 17
Registriert: Do 27. Jun 2013, 10:55

Re: Heilung CU abzusehen? Superspannend.

Beitrag von Nick »

Hallo ihr Lieben,

Wenn ich das hier lese frag ich mich manchmal ob das Medizinstudium Vorraussetzung für eine Erkrankung ist, oder ob es einfach nur Hand in Hand geht ;)

Zum Thema:
Gibt es Erfahrungsberichte von Euch? Hat jemand eine Stuhltransplantation oder eine Behandlung mit 3 Antibiotika gleichzeitig ausprobiert?

Meine gefühlt beste Zeit seit Ausbruch der Erkrankung hatte ich auch nach der Antibiotikabehandlung gegen Heliobacter Pylori, in der Woche danach ging es mir absolut super, 5 von 5 möglichen Punkte :) daher interessiert es mich brennend was ihr erlebt habt.

Herzliche Grüße
Nick
Wenn Du jemanden ohne Lächeln siehst, gib ihm deines

Rauhthierchen
hat sich häuslich eingerichtet
Beiträge: 80
Registriert: Fr 21. Dez 2012, 09:57

Re: Heilung CU abzusehen? Superspannend.

Beitrag von Rauhthierchen »

Hi,

klingt sehr spannend das alles. Ich nehme seit eineinhalb Jahren Lecithin und habe mir in letzter Zeit ernsthaft überlegt, eine Stuhltransplantation zu machen (Do-it-yourself Methode). Der Darm hat sich nun nach Erhöhung der Lecithindosis und Wegfall des Auslösers (Stress Bachelorarbeit) wieder beruhigt, daher hab ich es noch nicht in Angriff genommen.

Ich bin mir sicher, dass die Ansätze mit Schleimaufbau und neue Bakterien die richtigen sind.

Das Antibiotikum ist aber denke ich nur gut vor einer Stuhltransplantation, damit die "alten" Bakterien zerstört werden und Platz machen können für die neuen. Einfach so Antibiotika haben bei mir ansonsten leider eher entzündungsschürend gewirkt. Habe z.B. ziemlich lange welche genommen als Malaria-Prophylaxe (5 Wochen oder so) und danach direkt einen Schub gehabt.

LG Rauhthierchen

Andre73
neu hier
Beiträge: 4
Registriert: Mo 27. Mai 2013, 00:58
Wohnort: Hamburg

Re: Heilung CU abzusehen? Superspannend.

Beitrag von Andre73 »

Hallo,

nachdem ich das ganze gelesen habe kann ich mir bei meinem MC einen Reim draus machen wie ich in Remision gekommen bin.
2008 bin ich in Krankenhaus gekommen mit Magen/Darmschmerzen Durchfall, Verdacht auf einen Verschluss.
Da die Ärzte nicht wußten woher es kommt gab es Crotion und ein Antibotika Literweise vom Tropf.
Es stand der verdacht von MC im Raum dieser wurde nicht bestätigt.

Danach hatte ich bis zum Herbst 2011 ruhe.
Dann fing es wieder bei mir an. Wieder Krankenhaus diesmal nur Cortison und Salofalk. Das hat nicht weiter geholfen.
Dann habe ich eine "Blutvergiftung" bekommen. Ich glaube das nennt sich Sepsis der Lymphe.
Dagegen gab es wieder Antibotika. Der Apotheker meinte nur, verabschieden Sie sich von Ihrer Darmflora.
Bis zum Frühjahr 2013 hatte ich wieder ruhe.
Seit dem bekomme ich Cortison, und AZA. Dämnächst soll ich Remicade oder Humeria bekommen.
Mein Garstroenterologe sieht da keinen Zusammenhang.

Ich habe mir jetzt in der Carite in Berlin bei Dr. Swidsinski einen Termin geholt.
Hat schon jemand Erfahrung mit Ihm gemacht bzw. seiner Methode?

Viele Grüße
Andre

Benutzeravatar
Eusebia
Dauergast
Beiträge: 101
Registriert: Fr 21. Dez 2012, 11:32
Diagnose: MC seit 1976
Wohnort: Rheinland-Pfalz

Re: Heilung CU abzusehen? Superspannend.

Beitrag von Eusebia »

Hallöchen,

meine lange Remission (seit 1999) hängt nicht mit Antibiotika-Einnahme zusammen. Ich nehme seit 1999 Mesalazin und ich denke dass ich diesem Medikament meine Remission verdanke.

Es wäre natürlich toll, wenn man den Auslöser der CED finden würde. Aber ich denke das geht so einfach nicht, wie hier dargestellt.

Natürlich steht bei einer CED immer die Darmschleimhaut (mit ihrer Bakterien Besiedelung) im Vordergrund. Da sind sich ja alle einig. :D

Ich denke aber, dass ganz viele Dinge zusammen kommen müssen und erst dann entsteht eine CED.

Für die Schwachstelle Darm ist wohl eine genetische Voraussetzung gegeben.

Dann spielt die Ernährung (und damit natürlich auch die Besiedelung unseres Darmes) eine Rolle. Es kommt doch darauf an was der Mensch gerne isst. Ein Fleischesser hat z.B. andere Darm-Bakterien als ein Vegetarier. Wer Süßes liebt braucht wiederum andere Darm-Bakterien.

Rauchen schädigt auf jeden Fall die Darmschleimhaut und hat damit auch Auswirkung auf die Darm Bakterien.

Auf Stress reagiert auch der Darm (somit die Darm Bakterien). Die Besiedlung des Darmes ist ein ganz sensibles System, das ganz schnell mal aus dem Ruder läuft. Den Darm bezeichnet man auch gern mal als das Bauch-Gehirn.

Wenn eine FT die Besiedlung des Darmes wieder auf ein gesundes Level bringen würde, dann wäre man aber meiner Meinung nach noch nicht geheilt, sondern in Remission. Wie lange hält so eine „Heilung“ an? Hat man da schon Erfahrungen?

Wenn ich wie vorher lebe, esse, trinke, rauche und mich stresse, greife ich dann nicht wieder in das System ein und der Kreislauf beginnt von vorn? Schließlich existiert die Schwachstelle Darm (genetisch) doch noch nach wie vor, die verschwindet doch nicht, mit einer FT.

VG Eusebia
Wer sich nicht selbst helfen will, dem kann niemand helfen.
Hans A. Pestalozzi

Beetle1
beginnt sich einzuleben
Beiträge: 6
Registriert: Fr 21. Feb 2014, 09:33

Re: Heilung CU abzusehen? Superspannend.

Beitrag von Beetle1 »

Du bist seit über 14 Jahren in Remission? wow! In welcher Dosierung nimmst Du das Mesalazin?
LG beetle

nurzubesuch
beginnt sich einzuleben
Beiträge: 17
Registriert: Sa 11. Jan 2014, 20:44

Re: Heilung CU abzusehen? Superspannend.

Beitrag von nurzubesuch »

Hallo,
Andre mich würde interessieren welche Methode Dr. Swidsinski anwendet. Laut der charite website gibt es " Patienten mit Colitis ulcerosa bei denen inzwischen eine 90% Heilung möglich ist" (http://www.charite.de/arbmkl/patienten/emailpatient.htm) Das hört sich gut an auch wenn ich MC habe.
Zur Behandlung genau habe ich nichts gefunden, lediglich Information über die Krankheitsentstehung(http://www.charite.de/arbmkl/patienten/ ... rung01.htm). Sehr interessant und gut gemacht, auch wenn er kein fan von Stuhltransplantationen ist.

Viele Grüße

Benutzeravatar
Blossom
ist öfter hier
Beiträge: 48
Registriert: So 24. Nov 2013, 13:16
Diagnose: CU seit 2004

Re: Heilung CU abzusehen? Superspannend.

Beitrag von Blossom »

Ich bin seit Ende letzten Jahres bei Dr. Swidsinski und ich fühle mich in richtig guten Händen. Er kontrolliert regelmäßig (bei mir aktuell wöchentlich) den Stuhl auf Entzündungswerte und Bakterienstatus wodurch er ein sehr gutes Bild vom Zustand des Darms bekommt und direkt auf Veränderungen mit einer Anpassung der Medikamente reagieren kann. Ich kenne noch nicht das ganze Behandlungsspektrum, weiß aber, dass er bei Bedarf auch mit Antibiotika behandelt.

Antworten