Heilung CU abzusehen? Superspannend.

Ergänzende Wege zur "normalen" Medizin.

Heilung CU abzusehen? Superspannend.

Beitragvon ZM2012 » So 24. Nov 2013, 14:25

Hi Zusammen,

gebe zu - es ist ein reißerischer Titel. Dennoch. Letzte Studien und zusammenführen von Forschungsergebnisse legen den Schluss nahe, dass es sich bei der Colitis Ulcerosa um eine bakterielle Infektion handelt (Vgl. Magengeschwür und Heliobacter P.). Folglich wäre die Erkrankung geheilt, wenn die Bakterien besiegt werden. Damit lässt sich alles erklären - warum Lecithin nicht bei allen wirk und FT ebenfalls nicht. Bitte folgende Quellen prüfen und selbst ein Meinung bilden:

Übersicht:
http://www.charite.de/arbmkl/themen/ube ... sascha.pdf

Against this background, inflammatory bowel disease can be viewed as a polymicrobial infection, that is characterized by a sustained broken mucus barrier with subsequent bacterial migration toward mucosa and proliferation of complex bacterial biofilms on the epithelial surface. As long as the mucus barrier function is impaired, the inflammatory process cannot successfully clear bacteria from the mucosal surface and the immunsuppressive therapy remains the main therapeutic option. Other therapy principals including regulation of the mucus secretion and viscosity, suppression of bacterial biofilms, eradication of occasional pathogens, probiotics and immunstimulation are however also possible and should increasingly considered and evaluated in future.

As consequence of inflammatory response the composition and structure of fecal microbiota is lasting changed. The structural changes can be exactly quantified and used to monitor the disease activity. Based on biostructure of fecal cylinder Crohns disease and ulcerative colitis can be distinguished from each other and other disease controls. Ulcerative colitis and Crohn's disease are curable. The rising possibilities to monitor the disease activity in fecal samples will allow us to intensify the search for alternative therapeutic strategies aimed on curation of the disease instead on symptom control.


FYI - alle Informationen hier. Ebenfalls die Erläuterung warum 5ASA wirkt im Zusammenhang mit der Mukosa:
http://www.healingwell.com/community/de ... &m=2896386

Success Stories FT:
http://www.healingwell.com/community/de ... &m=2758195

50% Remissionsraten USA:
http://www.healingwell.com/community/de ... &m=2908045

Bei den größeren Clinical Trials in den USA spricht man bereits von 50% Remissionsraten ohne Nebenwirkungen. In den nächsten Jahren wird klar werden welche Bakterien pathogen sind und welche Spender entsprechend erfolgsversprechend.

Kann den Amerikaner nur zustimmen - process to be healed:

1) Rebuild Mucosa with Lecithin
2) Defeat pathogene bacterias with FT
3) Heal out. Cured.

LG,
ZM

PS: das eigentliche Drama ist, dass diese Erkenntnisse vor 40 Jahren schon vorlagen, aber hinsichtlich Immunsuppressiva und DNA Sequenzierung nicht mehr verfolgt wurden :-/
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Re: Heilung CU abzusehen? Superspannend.

Beitragvon ZM2012 » So 24. Nov 2013, 15:01

Erklärt übrigens auch die Diskussion um das rauchen:

Smoking simulates mucus secretion but does not increases (probably diminishes) the mucus viscosity. The epidemiologic studies indicate that smoke is beneficial for ulcerative colitis but detrimental for Crohns disease. Thicker mucus barrier could indeed explain why mucus production could be protective for large intestine in UC patients but have no effect in Crohns disease, where bacterial suppression is more important, than bacterial separation.
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Re: Heilung CU abzusehen? Superspannend.

Beitragvon chruchot » So 24. Nov 2013, 16:16

Hallo ZM2012,

vorab kurz zu mir:

34 Jahre alt, seit 12 Jahren CU (Pancolitis), prinzipiell mehr Schub als Remission aber auszuhalten, alle Medis ausser MTX und Ähnliches schon mehr oder weniger erfolgreich intus gehabt. Ich nehme seit einem Jahr gar keine Medikamente mehr. Mal habe ich gute Tage und mal nicht. Eine nahezu Kohlenhydratfreie Ernährung mit viel Wasser und viel Sport hilft. An guten Tagen nur einmal Klo. Zum Arzt gehe ich wegen der CU nicht mehr, der kann mir nichts Neues erzählen ausser die Leitlinien.
Alternativ auch schon viel probiert: Lecithin, Weihrauch, Mutaflor, Heidelbeeren, ... nicht mit wirklichem Erfolg.

Ich lese gerne in amerikanischen Foren, 2012 habe ich viel über die FT gelesen und stand auch in Kontakt mit einem Arzt in den USA, eine Behandlung hätte ca. 6000 Euro gekostet (mit Flug usw.). Letztendlich habe ich mich aus finanziellen Gründen erstmal dagegen entschieden, sollte es mir mal entsprechend gehen würde ich es aber tun.

Das Thema FT ist äußerst interessant. Für mich absolut schlüssig. Es gibt im Netz auch Anleitungen zum selber machen, ich glaube von einem Arzt in Australien verfasst. Dort wird das ja auch schon klinisch angewendet.

Momentan spreche ich mit meiner Heilpraktikerin über das Thema (macht mir bei Bedarf Darmreinigungen) und ob so etwas hier möglich wäre.

Grüsse, chruchot
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Re: Heilung CU abzusehen? Superspannend.

Beitragvon ZM2012 » So 24. Nov 2013, 16:20

Hi Chruchot,

FYI: viewtopic.php?f=9&t=1601

Hier sind viele der Klinischen Studien aufgelistet die derzeit zu dem Thema laufen. Dr. Borody aus Australien spricht von bis zu 90% Remission nach Dauer der Anwendung und bei richtigem Spender. Das passt auch zu der Analyse oben. SCD = ausschluss der Zusätze und damit Optimierung der Schleimhaut. In dem Paper findet man die Erklärung für alle positiven Effekte von SCD, Lecithin, Rauchen und FT.
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Re: Heilung CU abzusehen? Superspannend.

Beitragvon 56ooooo56 » So 24. Nov 2013, 16:41

Hallo,
was ist FT?

VG
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Re: Heilung CU abzusehen? Superspannend.

Beitragvon 56ooooo56 » So 24. Nov 2013, 17:31

fecal transplantation?
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Re: Heilung CU abzusehen? Superspannend.

Beitragvon embudu » So 24. Nov 2013, 18:03

Hallo,
FT bzw FMT (Fecal microbiota transplantation = Stuhl-Transplantation) wird auch in Europa zB der Schweiz im Universitätsspital Zürich oder in Deutschland zB Kurpfalzkrankenhaus in Heidelberg angewendet, allerdings nur bei Clostridium difficile Infektionen (antibiotika-assoziierte pseudomembranöse Colitis).

chruchot hat geschrieben:...
2012 habe ich viel über die FT gelesen und stand auch in Kontakt mit einem Arzt in den USA, eine Behandlung hätte ca. 6000 Euro gekostet (mit Flug usw.). Letztendlich habe ich mich aus finanziellen Gründen erstmal dagegen entschieden, sollte es mir mal entsprechend gehen würde ich es aber tun.

Das Thema FT ist äußerst interessant. Für mich absolut schlüssig. Es gibt im Netz auch Anleitungen zum selber machen, ich glaube von einem Arzt in Australien verfasst. Dort wird das ja auch schon klinisch angewendet...
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Re: Heilung CU abzusehen? Superspannend.

Beitragvon ZM2012 » So 24. Nov 2013, 23:38

Übrigens, http://www.charite.de/arbmkl/patienten/ ... n4darm.htm hier super spannende Seite vom Autor mit weiteren Erläuterungen und Studien.
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Re: Heilung CU abzusehen? Superspannend.

Beitragvon Eva81 » Mo 25. Nov 2013, 11:00

Hallo,

ich habe mir bisher die Links mit den Studien noch nicht durchgelesen, denn das wird sicher eine Weile dauern aber ich wollte mal grundsätzlich zu dem Thema was fragen. Die Theorie, dass bestimmte Bakterien für die Entzündung verantwortlich sein sollen, kommt mir nur teilweise logisch vor. Ausgehend davon, dass ich als Kind beispielsweise exakt dieselbe Nahrung aufnehme und im selben Umfeld lebe, wie meine Eltern und Geschwister, finde ich es schon seltsam, dass nur bei mir diese Krankheit ausbricht. Gleiche Voraussetzungen bringen meiner Meinung nach eigentlich auch gleiche Resultate. Dennoch sind oft in einer Familie wenn überhaupt nur weiter entfernte Mitglieder betroffen...zumindest soweit ich das bisher mitbekommen habe. Im meiner Familie bin ich die einzige.

Dennoch, es könnte ja wirklich an spezielle Bakterien liegen. Die beinahe schon zu einfache Lösung des Problems ohne grossartige Stuhlanalysen, um es mal schön laienhaft und übertrieben auszudrücken: Eine Zerstörung der gesamten Darmflora, gut wie böse, mit einer ordentlichen Portion Antibiotika, und anschliessend systematisches wieder Aufbauen der guten Darmflora. Ob jetzt durch die Einnahme von Probiotika, oder (wohl effektiver) durch FT, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass noch keine Studien dazu durchgeführt worden sind. Ich meine, vor 10 oder 20 Jahren. Das erscheint mir so naheliegend und kostengünstig, dass man es längst hätte zu genüge testen und erforschen können? Warum erst jetzt der Trend?
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Re: Heilung CU abzusehen? Superspannend.

Beitragvon embudu » Mo 25. Nov 2013, 12:19

Hallo,
Erklärungsversuche bietet die Zwillingsforschung.
An der Uni Kiel konnte gezeigt werden, dass bei eineiigen Zwillingen ein Zwilling an CU erkrankt ist, der andere nicht. Gezeigt werden konnte auch dass die Artenvielfalt der "Darmflora" bei CU stark reduziert ist.
Auch die Interaktion der der Darmbakterien mit dem Darm ist eingeschränkt. Während, bei Gesunden eine hohe Interaktion nachgewiesen werden konnte, beträgt sie bei CU-Erkrankten nur etwa ein Drittel. Beim gesunden Zwilling, beträgt die Interaktion etwa zwei Drittel eines Gesunden, aber etwa doppelt so viel wie bei seinem an CU erkrankten Zwilling.

Also selbst bei identischem "Genmaterial" und einer "Veranlagung" für CU muss die Erkrankung nicht zwangsläufig ausbrechen, zudem ist die Vererbbarkeit relativ gering, es muss also nicht zu einer familiären Anhäufung von CU kommen.

Die Uni Heidelberg konnte zudem nachweisen, dass der PhosphatidylCholin-Anteil bei CU-Erkrankten im Mucus stark vermindert ist - woraus sich der Ansatz für die Therapie der PC-Substitution mit LT-01 bzw LT-02 ergab.


lg
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