Osteopathie

Ergänzende Wege zur "normalen" Medizin.
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claudi
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Osteopathie

Beitrag von claudi »

Hallo zusammen
mir ist jetzt bei meinem MC Osteopathie empfohlen worden, hat jemand damit Erfahrungen gemacht? Seit der Diagnose und Darmop im Juni bin ich fast beschwerdefrei.
Der Osteopath meinte, dass eine osteopathische Behandlung sich positiv auf meinen Gesundheitszustand auswirken würde,
Mir wurden 25cm Dünndarm, 5cm Dickdarm und ein grosser Konglomerattumor entfernt, Zudem hatte ich noch einen Darmdurchbruch und meine Nieren waren auch betroffen.
Jetzt weiß ich nicht, ob dass nur Geldmacherei ist, oder ob es wirklich funktioniert.

LG claudi

Anton
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Re: Osteopathie

Beitrag von Anton »

Hallo, Claudi,

ich habe CU und hab mir die Behandlung vom Orthopäden aufschreiben lassen. Ich habe es als angenehm für Körper und Seele empfunden. Hat vielleicht auch etwas mit dem Therapeuten zu tun. Hatte eine ganz sanfte Therapeutin. Durch meine Schmerzen im Hals-Nacken-Bereich (Nerven) vertrage ich keine Massagen und haben zum Ausgleich die Osteopathie genommen. Ab und zu ist das wirklich angenehm. Ob es allerdings auf die Krankheit wirkt, weiß ich nicht.

LG
Anton

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alexus
ist öfter hier
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Re: Osteopathie

Beitrag von alexus »

Ich hab schon von so vielen Seiten gehört wie toll Osteopathie ist, aber selbst hatte ich nicht Erfahrung damit, ich glaub es kann nicht schlecht sein.
“Keep your face always toward the sunshine - and shadows will fall behind you.”

ilexx
fühlt sich wohl hier
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Re: Osteopathie

Beitrag von ilexx »

Hallo,

Zitat wikipedia:
"Der Nachweis der Effektivität der Behandlung in den einzelnen Teilbereichen ist sehr unterschiedlich. Aussagekräftige Studien (auf konkrete Indikationen bezogen und mit hohem Evidenzgrad) existieren für die parietale Osteopathie (das Bewegungssystem betreffend) in ausreichender Zahl, sind für die viszerale (das Eingeweide betreffende) Osteopathie spärlich und im Teilbereich der kraniosakralen (schädel-kreuzbeinbetreffenden) Osteopathie nicht bekannt."

Also Vorsicht !

ps.
Lieber alexus -

HIER zählen Eigenerfahrungen -

nicht was DU gerne glaubst oder "gehört" haben willst
das gilt für viele deiner Kommentare !!!

Korona
könnte auch hier einziehen
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Diagnose: CU

Re: Osteopathie

Beitrag von Korona »

Liebe Claudi,
ich habe gerade 4 Sitzungen bei einem Osteopathen gehabt. Ich habe auch schon Craniosacral-Therapie erhalten und halte von allen Formen der Odteopathie sehr viel. Es ist eine nicht invasive, sehr unterstützende und ausgleichende Behandlung, die die Selbstheilungskräfte aktiviert und Dich in Deine Balance bringen soll. Da die meisten Menschen darauf ausgerichtet sind, Kraft und pushende Technik zu erwarten, kann es sein, dass Du denkst, "was soll das denn bringen" und die subtile Behandlung als uneffektiv empfindest.
Aber unser Körper ist sehr feinsinnig und er wird sich durch die Behandlung daran erinnern "was richtig ist". Und darauf kannst Du vertrauen. Wenn Du einen guten Osteopathen hast, wirst Du Dich sehr unterstützt fühlen und er kann Deinen ganzen Körper in eine tiefe Entspannung führen, oder extreme Anspannungen lösen. z.B. das Zwerchfell kann total angespannt sein ohne dass Du es merkst und das wirkt auf die Atmung. Z.B. führt Angst dazu, dass wir oft den Atem anhalten und uns dadurch verspannen. Das Zwerchfell ist der zentrale Atemmuskel. Alle Muskeln sind umhüllt von Fascien, dünnen Häuten, die im ganzen Körper aufgespannt sind und miteinander verbunden sind. Wenn der Osteopath Dich an einer Stelle anfasst, hat er darum über die Fascien Kontakt zum ganzen Körper.
Ich habe u.a. eine starke Beruhigung meines imperativen Stuhlgangs erreicht, die ca. 5 Tage anhielt. Das in meinem Zustand mehr erreicht werden kann ist wohl ausgeschlossen. Wenn Du gerade wenig Beschwerden hast, wirst Du trotzdem etwas für Dich erreichen können und wenn es nur mehr Körperbewusstsein ist. Ich bin der Ansicht, dass sehr vielen chronisch Kranken Körperarbeit, die auf mehr Bewusstheit für den und mehr Vertrauen in den Körper abzielt, sehr gut tut.
So, das war ein kleiner Ausflug. Probiere es aus, mach Deine Erfahrungen und freue dich an der sanften Arbeit. Denn Kraft und Druck auf den Körper verursacht auch Widerstand und verhindert dadurch vieleicht, dass etwas ganz Feines und doch Nachhaltiges in Bewegung kommen kann.
LG, Korona

Calip
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Re: Osteopathie

Beitrag von Calip »

Hallo Claudi,

auch ich war bereits einige paar Male beim Osteop.

Er sah sich an wie ich lief und checkte meine gesamte Körperhaltung, da sind ein paar Dinge im Argen. Daraufhin bearbeitete er mich sanft und ebenso meine Innereien.
War angenehm und hat zumindest immer für einen Tag Beruhigung des Darmtraktes gebracht.
Meine Intention war halt so, wenn ich schon nichts mehr für den Crohn machen kann, dann wenigstens alles Andere gut in Schuss halten und andere Wehwehchen wenigstens minimieren.

Ein Verwandter wurde damals als Baby auch von einem Ostep. behandelt, da er seinen Kopf immer beim Schlafen schief hielt und somit auf einer Seite der Kopf quasi etwas geplättet war, nach der Behandlung lag der Kopf immer gerade und er schlief die nächste Tage immer ruhig und voll durch.

Ein Problem ist halt, dass die KK nicht zahlt, für eine Stunde kannste locker mal 100 Euro rechnen.
Die Ausbildung ist recht aufwendig und Voraussetzung ist halt, das Du Heilpraktiker (Oder Arzt) und Physiotherapeut bist.

Gruß

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curlygirl
Dauergast
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Re: Osteopathie

Beitrag von curlygirl »

Hallo :-)

Ich bin auch ein absoluter Fan von Osteopathie! Ob es mir für bzw. gegen mein MC hilft weiß ich nicht, aber insgesamt tut es mir einfach gut.
Ich habe das Glück das meine Krankenzusatzversicherung meine Heilpraktikerkosten (meine Osteopathin ist Heilpraktikerin) zu 80% übernimmt,
im Jahr bis zu € 800,00. Ausserdem beteiligt sich meine Krankenkasse bei bis zu 6 Behandlungen pro Jahr mit jeweils € 30,00.
Meine Osteopathin kostet übringens € 75,00 pro Stunde.
Liebe Grüße
Babsi

Geysirforscher
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Registriert: Fr 8. Nov 2013, 21:43

Re: Osteopathie

Beitrag von Geysirforscher »

Ich bin seit 5 Monaten bei meiner Osteopathin in Behandlung. Ich war eher skeptisch, hatte aber im Zusammenhang mit dem Cortisonentzug teilweise ziemlich heftige Migräneanfälle. Meine Osteopathin hat mir beim Erstgespräch gesagt, es gibt Ostepathen, die behaupten, sie können bei CED helfen. Das könne sie nicht, aber sie könne die Begleiterscheinungen beim Ausschleichen des Cortisons lindern und das Allgemeinbefinden lindern. Das hat mir imponiert.

Die Osteopathie gefällt mir ziemlich gut, weil es eben das Allgemeinbefinden steigert und es ist bei mir bei sehr stressigem Job ein Highlight jeden Monat. Ich glaube auch, dass die Osteopathie das Ausschleichen sehr unterstützt hat. Ist nur nicht ganz billig. Ich zahle auch 75 EUR/Std und meine Krankenkasse zahlt das nicht. Hat man das Geld übrig, kann man es probieren. Ansonsten gibt es vielleicht andere Prioritäten, die vordringlicher sind.

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