Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskussion

Ergänzende Wege zur "normalen" Medizin.

Re: Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskuss

Beitragvon pescador » Di 9. Okt 2018, 14:41

Da kommt dann aber eher die Frage wie könnte ich an Cannabis kommen?[/quote]

Hallo Leute,

hier ein hilfreicher link, u.a. eine Beschreibung wie Ärzte sich verhalten sollen um die Kostenübernahme bei der KK zu erreichen.

Gruß

pescadon

https://www.cannabis-med.org/?lng=de
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Re: Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskuss

Beitragvon pescador » Di 9. Okt 2018, 14:50

Hallo Leute,

geht diesen Weg zur Cannabis Therapie

https://www.cannabis-med.org/?lng=de

viel Erfolg

Gruß

pescadon
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Re: Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskuss

Beitragvon eule1980 » Mi 10. Okt 2018, 12:43

Moin,

@bennyb, da täuscht man sich gerne mal. Wenn das Cannabis aus medizinischen Gründen eingenommen und auf Rezept verschrieben wurde, kann man nach der Eingewöhnungsphase ein Fahrzeug führen. Im Prinzip das gleiche wie bei Opiaten.

Es heisst : " die Patienten müssen in der Lage sein, ein Fahrzeug sicher zu führen". Es drohen keine Sanktionen, wenn " Cannabis aus der bestimmungsgemässen Einnahme eine für den konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels herrührt".

Quelle: Ärzteblatt

Einfach mal googeln, ich empfehle auch von Dr. Grothenhermen das Buch: Cannabis. Verordnungshilfe für Ärzte. Hat mir und meinem Arzt sehr weiter geholfen. ( Ich hoffe, ich darf das hier nennen. )

Viele Grüße

eule1980
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Re: Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskuss

Beitragvon 132 » Do 11. Okt 2018, 17:28

Musste jetzt leider das Cannabis fürs erste absetzen.

Ich kann jetzt leider nicht genau unterscheiden, was von den einsetzenden Nebenwirkungen die Nebenwirkungen vom Cortison (Prednisolon: 50mg/Tag) oder die Absetzerscheinungen vom Cannabis sind. Jedenfalls hatte ich viele der jetzt eintretenden Probleme bei meiner letzten Cortisontherapie auch. Vielleicht summieren sich beide Wirkungen ja.

Folgendes tritt nach dem absetzen auf (vor allem bemerkbar bei körperlicher Arbeit):
- körperlich und psychisch längst nicht so stark belastbar
- Schweißausbrüche
- Schnell kaputt
- Energielos
- erhöhter Puls
- erhöhter Blutdruck
- eher selten: Schlafprobleme

Mit einer Abendlichen Dosis aus Sticky Beast und CBD Automatic hatte ich den ganzen Tag eigentlich nichts von den genannten Symptome. Mit Cannabis ging es mir tagsüber WESENTLICH besser. Ich hatte tatsächlich das Gefühl, meinen Alltag normal leben zu können (was ich bei meiner letzten Kortisontherapie anfang des Jahres nicht wirklich konnte).
Meinem Darm geht es seit dem Absetzen leider auch schlechter. Werde ohne Cannabis Prednisolon wohl hochsetzen müssen, ich habe das Gefühl, dass ohne Cannabis 50mg/Tag nicht mehr reichen. Habe wieder bedeutend mehr Stuhlgänge am Tag (vorher 2-3 mal, jetzt oft 5-7; oftmals auch mehrere hintereinander).
Mir fehlt aber leider immer noch ein Rezept, was es mir unmöglich macht, es momentan zu nehmen.

Da hat man mal was, was einem hilft, und dann wehren sich alle Menschen dagegen und stempeln es einfach als gefährliche Droge ab. SCHADE! Bin wirklich sehr enttäuscht...

Gruß
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Re: Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskuss

Beitragvon Banditensocke » Mi 17. Okt 2018, 09:25

Ich trinke jeden Abend einen CBD Tee mit Fenchel. Wichtig ist, dass man Fett zusetzt. Das mischt man am besten nicht einfach so in die Tasse, sondern verwendet einen Stabmixer, dann verbinden sich Flüssigkeit und Öl, es entsteht ein milchiges Getränk, ähnlich wie beim bullet proof coffee oder tea auch.

CBD Öl habe ich für Notfälle - einfach unter die Zunge träufeln und mindestens eine Minute dort lassen.

Beides ist bezahlbar und man kann es legal beziehen. Der THC Gehalt ist quasi nonexistent = keinerlei rauschähnliche Wirkung, Autofahren also problemlos möglich.

Der Tee verbessert meinen Schlaf bedeutend. Ich habe keinerlei Probleme damit, keine Nebenwirkungen, nichts. Ich kann nicht fest stellen, dass es zu Abhängigkeitserscheinungen irgendwelcher Art kommt. Oft trinke ich nämlich wochenlang gar keinen Tee. Das ändert nichts an meinem AZ - allerdings kann die Schlafqualität durchaus schlechter sein. Wäre die gut, würde ich ja gar kein CBD anwenden.

Ich kann jeden nur ermutigen, es mit dem CBD zu versuchen. Das hat mit "normalem" Cannabis-Konsum, der darauf abzielt, Rauschzustände zu erzeugen, nichts zu tun.

Und deshalb schreibe ich das auch ganz offen und nicht anonym. Ich muss mich nun wirklich nicht dafür schämen, dass ich mir mit einer schwierigen Grunderkrankung das Leben erleichtere. Ich halte es für eine Schweinerei, dass Wirkstoffe wie Paracetamol, die leicht zu einer Intoxikation führen können, die für Patienten tödlich ist, frei in Apotheken verkäuflich sind, während um Cannabis so ein Theater gemacht wird. Um Patientenwohl geht es dabei nicht - nur darum, wie man möglichst prima Kasse machen kann.
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Re: Cannabis Selbsttherapie | Blog, Selbsterfahrung, Diskuss

Beitragvon 132 » Mi 17. Okt 2018, 18:51

Hey Banditensocke,

CBD halte ich auch für sehr gut. Wem es hilft, der sollte es bloß machen. Mmn sollte es viel mehr genutzt werden, da man damit viele kleinere Dinge leicht in den Griff bekommt und es eben rein pflanzlich und nebenwirkungsfrei ist. Leider wirkt es meiner Meinung nach aber nur bei kleineren Problemen, THC UND CBD zusammen haben meiner Meinung nach am besten geholfen. In einem guten Verhältnis wirken beide außerdem wesentlich weniger stark berauschen oder ,,verklatschend". Mit Vaporizer oder als Tee und dann ordentlich gemischt (bei mir im Moment 1/3 CBD Automatic und 2/3 Sticky Beast oder Critical) wirken sehr klar im Kopf und sehr intensiv auf den Körper.

Abhängigkeitserscheinungen habe ich folgende gemacht:
Habe das ganze letzte Woche abgesetzt, da das Risiko, rechtliche Probleme zu bekommen, zu hoch war. Innerhalb von 3 Tagen das THC auf 0 reduziert und mehr CBD genommen, dann das ganze auch abgesetzt. 2-3 Tage ging es mir psychisch etwas schlechter (dünnhäutig, genervt, kaputt). Danach war es aber auch schon vorbei, und das nach 2,5 Monaten Konsum. Hatte mir das ganze schlimmer vorgestellt. Solange man vom Kopf her stark genug ist, sollte das kein Problem sein. Ich habe jedenfalls nur leichte Probleme gehabt, die ich durchaus wieder in Kauf nehmen würde, da mir das Cannabis vom Darm her, aber auch von der Psyche her und von den Nebenwirkungen vom Cortison her sehr hilft.

Du schreibst aber auch folgendes: ,,Das hat mit "normalem" Cannabis-Konsum, der darauf abzielt, Rauschzustände zu erzeugen, nichts zu tun."
Ich konsumiere eben auch normales Cannabis, aber genauso wie du, nur aus medizinischen Gründen. Ich ziele nicht auf den Rausch ab, sondern empfinde diesen tatsächlich als größte Nebenwirkung vom Cannabis, da er mich in meiner Lebensweise einschränkt (Autofahren o.ä.). Also bitte, normales Cannabis konsumiert man nicht nur wegen Rauschzuständen.
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