Widerspruch Begründen

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Annilein
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Widerspruch Begründen

Beitrag von Annilein »

Hallo zusammen,

ich bin zwar seit 2013 Mitglied, bin nun aber zum ersten Mal in diesem Forum unterwegs weil ich etwas Hilfe/Unterstützung benötige.
Auf den Rat meines Arztes hin habe ich einen Antrag auf Behinderung gestellt (mit einem Schreiben des Arztes) und nun einen Grad von 30 anerkannt bekommen. Anerkannt wurden meine Colitis Ulcerosa sowie die psychischen Probleme (nicht aber "Begleiterkrankungen" wie z. B entzündete Gelenke). Daher würde ich gerne Widerspruch einlegen. Habt ihr Erfahrungen wie man da vorgeht und wie man diesen Widerspruch begründen kann?

Kaja
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Beiträge: 858
Registriert: Mo 5. Okt 2015, 13:39
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Re: Widerspruch Begründen

Beitrag von Kaja »

Hallo Annilein,,

hast Du ggf. Befunde vom Rheumatologen?

Kann Dein Gastro Dir ein kurzes Schreiben aufsetzen oder ein Medikamentenblatt ausdrucken,
welche Schmerzmittel Du nimmst.

Viele Grüße

Kaja

Genervt
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Beiträge: 8
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Re: Widerspruch Begründen

Beitrag von Genervt »

Hallo... Ich habe mir das erklären lassen, weil ich habe auch 30%und aber tausend Krankheiten... Es wird nur das was an Prozenten am höchsten liegt genommen.... In deinen Fall wäre es dann die psyche...

Ing1
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Beiträge: 17
Registriert: Fr 2. Aug 2019, 11:20

Re: Widerspruch Begründen

Beitrag von Ing1 »

Hallo Annilein
In welchem Bundesland lebst du?
Gibt es bei dir in der Nähe eine VdK Beratungsstelle? Wenn ja , dann lass dich dort beraten. Dort wird man zwar versuchen dich als Mitglied zu werben für 60 Euro im Jahr , du kannst es ja nach der Beratung entscheiden. Der VdK Ann für dich den Einspruch einreichen und du mußt dich nicht selbst kümmern. Einen Versuch ist es allemal wert.
Liebe Grüße Ing1 aus Bayern

Kaja
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Beiträge: 858
Registriert: Mo 5. Okt 2015, 13:39
Diagnose: MC

Re: Widerspruch Begründen

Beitrag von Kaja »

Hallo,

@ Mods, es würde sinnvoll sein, diesen Beitrag unter Recht & Soziales zu verschieben.

@ Genervt, hier muss ich eine gewisse Korrektur zu Deinem Beitrag anbringen. Der GdB wird nicht in % ausgedrückt. Es heißt ganz einfach: Grad der Behinderung von xy.

Indirekt stimmt es, dass man erstmal den höchsten Wert nimmt. "Kleinkram" von 10 / 20 GdB wird primär nicht berücksichtigt. Dennoch ein Mensch kann sehr viele Einschränkungen haben und dann müssen auch die sogn. "Wechselwirkungen / Wechselbeziehungen" der verschiedenen Einschränkungen betrachtet werden.

@ Annilein,

Du musst jetzt erstmal "frist- u. formgerecht" Widerspruch gegen den Bescheid schriftlich beim VA einlegen. Du musst diesen nicht begründen. Dann nimmst Du Akteneinsicht.

Dann siehst Du alles ganz genau, was bewertet wurde und schreibst inhaltlich Deinen Widerspruch.

Bekommst Du wieder einen ablehnenden Bescheid, dann musst Du wieder fristgerecht Klage am Sozialgericht einlegen.

Dies kannst Du selber machen (Klage am SG ist für Dich kostenfrei).
Einen Rechtsanwalt (RA) kannst Du über Deine Rechtsschutzversicherung nehmen, oder über Deine Gewerkschaft soweit Du dort Mitglied bist, dem VdK oder einem anderen Sozialverein (auch hier musst Du Mitglied sein) sowie über den Rechtschutz des DCCV (Du hast ja geschrieben, dass Du bereits seit 2013 Mitglied bist).

Und ja, Du siehst es richtig. Lt. den versorgungsmedizinischen Grundsätzen muss auch bei Dir wie folgt berücksichtigt werden (Auszug): Fisteln, Stenosen, postoperative Folgezustände (z. B. Kurzdarmsyndrom, Stomakomplikationen), extraintestinale Manifestationen (z. B. Arthritiden), bei Kindernauch Wachstums- und Entwicklungsstörungen, sind zusätzlich zu bewerten.

Diese Bewertung muss auch ganz klar und deutlich in den GdB und dieses nachvollziehbar einfließen.

Daher ist die Akteneinsicht sehr wichtig!

Viele Grüße

Kaja

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