Gallensäureverlustsyndrom

Neu im Forum? Hier könnt Ihr Euch vorstellen. Im eigenen Interesse bitte keine richtigen Namen nennen.

Gallensäureverlustsyndrom

Beitragvon Goodtimes » Mi 13. Nov 2019, 02:43

Hallo Ihr Lieben,

Ich bin 48 Jahre alt, weiblich und leide an einer Strahlenenteritis und nach Ileozökalresektion im Juli auch am Gallensäureverlustsyndrom!

Da musste ich natürlich auch selbst drauf kommen. Anfangs waren die Durchfälle extrem häufig, auch noch mit Cholestyramin, wenn zum Glück damit auch nicht mehr so extrem säurehaltig! Zusätzlich nehme ich jetzt bis zu drei mal täglich Heilerdekapseln mikrofein, was mir mit der Konsistenz hilft. Zwar habe ich mitunter immer nochmal Durchfälle und es kommt durchaus vor, dass da was in die Hose geht, aber so langsam lerne ich besser damit umzugehen.

Es hilft mir zum Beispiel sehr Essen und Trinken zeitlich voneinander zu trennen, damit der Darm mit dem Überschuss an Flüssigkeit nicht überlastet wird! So ist der Stuhlgang etwas fester und es kommt ausserhalb der Mahlzeiten auch mehr Flüssigkeit in den Nieren an!
Einige Fette vertrage ich besser als andere und auf Kohlehydrate verzichten ist ein No-Go!

Habt Ihr noch Erfahrungen und Tipps, die Ihr mit mir Teilen könnt? Ich wäre ecgt Dankbar dafür!

Eure Goodtimes!
Goodtimes
beginnt sich einzuleben
 
Beiträge: 15
Registriert: Mi 13. Nov 2019, 01:38

Re: Gallensäureverlustsyndrom

Beitragvon neptun » Mi 13. Nov 2019, 12:27

Hallo Goodtimes,

willkommen im Forum.

Allein durch die Art und Menge der Nahrung kann eine feste Dosierung mit Colestyramin auch mal nicht ausreichen, weil der Körper entsprechend mehr oder weniger Gallensäure produziert.

Du kannst es auch mit indischem Flohsamen versuchen. Wird zwar meist zum Abführen genutzt, kann aber auch die Gallensäure binden und den Stuhl eindicken. Dafür das Zeug in z.B. Joghurt einrühren. Auch hier die Dosierung austesten. Gibt es billig in Drogerien oder als Mucofalk in Apotheken, mit Geschmack und teurer. Beides muß nicht sein. ;)

Letztlich gibt es noch Loperamid, das die Peristaltik des Darmes für einige Zeit lähmt. Damit kann der Darm den Stuhl besser entwässern. Es ist ein Opiatabkömmling, macht aber nicht süchtig, weil es die Blut-Hirn-Schranke nicht überwindet.

Immer auf den zeitlichen Abstand zur möglichen Medikamenteneinnahme achten, damit diese ausreichend wirken können.

LG Neptun
Benutzeravatar
neptun
Inventar - wird wöchentlich mit abgestaubt
 
Beiträge: 3438
Registriert: Do 20. Dez 2012, 19:58

Re: Gallensäureverlustsyndrom

Beitragvon Goodtimes » Mi 13. Nov 2019, 17:09

Hallo Neptun,

ja, das mit der festen Menge habe ich schon bemerkt. Versuche jetzt 'auszuklamüsern' bei welcher Nahrung ich eventuell etwas mehr brauche!

Das mit den Flohsamenschalen ist ein guter Tipp.

Vor Loperamid habe ich ein bisschen Angst, weil das bei mir schon nach einmaliger Einnahme zum Ileus geführt hatte! Zwar sind die Verwachsungen jetzt entfernt, aber ich habe dennoch ein schlechtes Gefühl dabei.

Vielen lieben Dank!

Goodtimes :D
Goodtimes
beginnt sich einzuleben
 
Beiträge: 15
Registriert: Mi 13. Nov 2019, 01:38


Zurück zu Vorstellungsrunde

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron