Neu, krank und hilfesuchend

Neu im Forum? Hier könnt Ihr Euch vorstellen. Im eigenen Interesse bitte keine richtigen Namen nennen.
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good0mens
neu hier
Beiträge: 2
Registriert: Mi 12. Jun 2019, 23:06
Diagnose: CU seit 2014

Neu, krank und hilfesuchend

Beitrag von good0mens »

Hallo ihr Lieben,

Ich bin vor allem auf Suche nach Rat. Meine logische Seite weiß eigentlich was ich tun sollte, aber manchmal will man ja trotzdem nicht.

Erstmal zu mir: ich bin 21 und wurde vor 5 Jahren mit CU diagnostiziert. Schübe zeigen sich bei mir mit Blut, leichten Durchfällen/weichem Stuhl und evt. Schmerzen in der linken Seite. Ich habe verschieden Therapieansätze hinter mir, die nicht funktioniert hatten (Mesalazin in Zäpfchenform, Rektalschaum, Granustix). Jetzt bin ich seit 3 1/2 Jahren auf Azathioprin und Salofalk, habe damit etwa halb- bis ganzjährig einen Schub der durch Einnahme von Cortison bisher gut behandelt werden konnte.
Jetzt war es Ende Februar wieder so weit, ich bin zu meinem Arzt gegangen, der hat die Blutwerte kontrolliert und alles war normal. Da ich kurz danach zu meinen Eltern gefahren bin und es dort schlimmer geworden ist, habe ich meinen früheren Arzt dort aufgesucht, der mir Cortisoneinläufe verschrieben hat, die leider nichts außer Nebenwirkungen gebracht haben.
Also geht es mir immer noch nicht besser aber was dagegen tue ich auch nicht.

Leider habe ich das Vertrauen zu meinem Arzt hier etwas verloren und versuche drumherum zu kommen hinzugehen, was natürlich nicht das Schlauste ist, da es mir nicht besser geht.
Arztwechsel wäre nur mit Überweisung und 3 monatiger Wartezeit möglich, was mir auch zu lange dauert (obwohl ich ja nun schon mehrere Monate damit lebe)

Ich bin körperlich nicht stark beeinträchtigt und deswegen auch nicht so erpicht darauf zum Arzt zu gehen, ich merke aber vor allem, dass es mich psychisch kaputt macht. Ich habe in der Uni mehrere Tage bereits deswegen verpasst, und jetzt geht es in die heiße Phase mit vielen Protokollen und der Bachelorarbeit, da ist viel Stress dabei, der mich auch nicht gerade positiv stimmt.

Vielleicht kann mir ja hier jemand das sagen, was mein Hirn eigentlich schon weiß aber nicht hören will, oder findet andere nette Worte die mich genug aufbauen, damit ich etwas besser klarkomme.

Etwas hilfos,
good0mens

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mc2017
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Beiträge: 6
Registriert: Mo 10. Jun 2019, 20:11

Re: Neu, krank und hilfesuchend

Beitrag von mc2017 »

Herzlich willkommen... das sagt hier in der Vorstellungsrunde anscheinend kaum einer,
ich bin auch neu und erhoffe mir hier einen guten Austausch... dann in anderer Kategorie :-)

miwi65
neu hier
Beiträge: 4
Registriert: Mi 17. Jul 2019, 16:56

Re: Neu, krank und hilfesuchend

Beitrag von miwi65 »

Kopf in den Sand stecken bringt nichts. Deine Beschwerden werden nicht besser werden. Also auf gehts zum Arzt oder in eine Klinik mit ced—Sprechstunde.

Liebe Grüße
miwi 65

Crohni1969
neu hier
Beiträge: 3
Registriert: Sa 20. Jul 2019, 15:35

Re: Neu, krank und hilfesuchend

Beitrag von Crohni1969 »

Hallo, ich kann Dich gut verstehen, habe seit 2008 die Diagnose Morbus Crohn und hatte einen sehr komplizierten Verlauf, mit dem damaligen Gastroenterologen klappte es gar nicht, der hat mich auf Reizdarm behandelt - bis sich Jahre später ein total komplizierter MC-Verlauf darstellte, dem auch mit Medikamenten nicht beizukommen war und ich operiert werden musste, mit meinem Humira hatte ich es bis jetzt gut im Griff, dann vor drei Wochen Darmverschluss-oP, jetzt muss ich auch schauen, wann ich wieder spritzen darf. Nein, ich habe damals die Erfahrung gemacht: In eine Uniklinik zu gehen war für mich richtig. Weg von dem, wo ich kein Vertrauen mehr hatte, das war für mich der richtige Weg. Bin vier Jahre sehr gut in der UK Heidelberg behandelt worden, hatte dort dann auch meine erste OP. 2013 entschloss ich mich, da es mir wieder besser ging, mir wieder einen niedergelassenen Gastro. zu suchen. Klappte längere Zeit gut, aber wenn man merkt, dass es nicht mehr stimmig ist, sei es das Verhältnis zueinander oder auch die Behandlungsmethoden und Ansprechen bringt nichts, muss man für sich wieder einen neuen Weg einschlagen. Trau Dich, geh zu verschiedenen Ärzten oder in eine Klinik, es gibt immer einen WEG, der einen weiterbringt, aber gerade am Anfang muss man da länger suchen. Lass Dir helfen, nicht den Kopf in den Sand stecken, mal traurig oder verzweifelt sein, ist aber verständlich und das muss dann auch raus, aber lass Dich nicht lähmen, die Krankheit gehört adäquat behandelt. Such Dir Deinen Ärzte- und Helferkreis aus, wo Du dich verstanden und gut behandelt fühlst, ich wünsch Dir alles alles Gute.

Jooshungi
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Beiträge: 5
Registriert: Mo 12. Aug 2019, 19:46

Re: Neu, krank und hilfesuchend

Beitrag von Jooshungi »

Hi :-)

Wahrscheinlich hast du inzwischen schon etwas getan aber ich kann das auch empfehlen in eine Uniklinik zu gehen. Ich bin von meinem Gastroenterologe dahin geschickt, aber der Klinik sagte dass ich immer auch so hinkommen könnte. Ich war in der EvK in Köln und bin da so fachlich geholfen. Hätte mir nichts besseres passieren können.

Hang in there

Salamander
hat sich häuslich eingerichtet
Beiträge: 77
Registriert: Di 6. Aug 2019, 08:46
Diagnose: CU 2018
Wohnort: Süddeutschland

Re: Neu, krank und hilfesuchend

Beitrag von Salamander »

Hallo,
was viele vielleicht nicht so wissen: Ich habe damals bei meiner Hausärztin angefragt, und sie hat prompt bei der Uniklinik angerufen und FÜR mich einen Termin ausgemacht. Wenn da ein Arzt* anruft, kommt man doch durchaus noch irgendwo früher an einen Termin!

lg Salamander

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