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Re: Colitis, Gastritis, großes Fragezeichen

BeitragVerfasst: Mo 19. Nov 2018, 17:06
von Elaviara
Kleines Update: bisher hat sich leider noch gar nichts verbessert. Kann es nicht sein, da sich die Entzündung ja nur über eine Fläche von ca. 4 cm erstreckt, die Zäpfchen gar nicht die richtige Stelle erwischen? :|

Viele Grüße,
Ela

Re: Colitis, Gastritis, großes Fragezeichen

BeitragVerfasst: Di 14. Mai 2019, 15:14
von Elaviara
Hallo,

mal wieder ein kleines Update und eine Frage...

Seit November nehme ich nun mit einer Unterbrechung von ca. zwei Monaten das Prednisolon in Zäpfchenform. Mittlerweile aber 'nur' noch 50 mg. Sobald ich sie absetze, kommen die Beschwerden nach ca. vier Wochen wieder. Zuletzt waren sie deutlich schlimmer, ich hatte quasi den ganzen Tag mit Krämpfen zu kämpfen und mit häufigem Stuhlgang - sowas kannte ich bis dahin nicht. Mein Arzt vermutete, dass die Krämpfe mit der Entzündung in meinem Magen zu tun haben und weil ich vermutlich zu viel Luft schlucke beim Essen... eine Magenspiegelung letzte Woche hat aber nur noch eine leichte Antrumgastritis ergeben. Seit dem ich wieder das Prednisolon nehme, geht es mir wieder gut. Da mein Gastro nicht weiter weiß, soll ich es erstmal eine Zeit lang nehmen. Mindestens bis August.

Ist das tatsächlich so unschädlich, so lang Kortison zu nehmen, auch wenn es nur lokal angewendet wird?

Lieben Gruß,
Ela

Re: Colitis, Gastritis, großes Fragezeichen

BeitragVerfasst: Do 16. Mai 2019, 10:27
von neptun
Hallo Ela,

wo merkst Du denn die Krämpfe? Müßtest Du nicht merken, wenn sie im Magen sind oder im Enddarm? Und anscheinend mit häufigem Stuhlgang zu tun haben? Ich kann mir nicht vorstellen, daß es da zwei Meinungen geben kann. Verstehe den Arzt da keinesfalls.

Ich finde 50 mg Prednisolon in rektaler Anwendung über diese lange Zeit einmal ungewöhnlich und dann sehe ich auch diese topische Anwendung doch mit systemischen Folgen. Du hast selbst noch gar nichts bemerkt, z.B. Cushingsyndrom?
Wir wissen, jeder reagiert anders auf Medikamente. Zumindest bei Budesonid und Betnesol wurden Nebenwirkungen berichtet. Wobei eigentlich nur das Cushingsyndrom augenfällig ist, die anderen Nebenwirkungen wie Glaukom und grauer Star schon schwieriger zuzuordnen sind, ebenso Diabetes, Hypertonie, erst möglicherweise nach Jahren/Jahrzehnten Osteopenie und Osteoporose.

Wo ist Mesalazin oral und rektal geblieben?
Warum wird dann nicht auf z.B. Aza gewechselt?

Ansonsten lebte ich selbst ja 13 Jahre mit chronisch aktiver Proktitis.

Und dazu paßte der Satz aus der Leitlinie cu, der nun nicht mehr übernommen wurde:
"Die Therapie der refraktären Proktitis kann eine erhebliche klinische Herausforderung
darstellen, weil systemische Therapieformen oder eine Operation unter Umständen, auch
unter Abwägung von Risiken und therapeutischem Nutzen, eine Übertherapie darstellen
können."

LG Neptun

Re: Colitis, Gastritis, großes Fragezeichen

BeitragVerfasst: Do 16. Mai 2019, 15:40
von Elaviara
Hallo neptun und danke mal wieder für deine Antwort!

Die Krämpfe sind hauptsächlich im unteren Bauchabschnitt, die hängen auch meistens mit Blähungen zusammen. Im Enddarm direkt habe ich glaube ich keine, das würde man doch auseinanderhalten können, oder? Seit dem ich das Prednisolon nehme hat sich der Stuhlgang wieder auf so zweimal pro Tag eingepegelt. Davor, als meine Beschwerden so enorm waren, so ca 8 mal. Zuerst war die Vermutung des Arztes, dass die Bauchschmerzen vom Pentasagranulat kommen. Er meinte, viele würden es nicht vertragen, deshalb sollte ich es absetzen und nur noch die Mesalazin Zäpfchen abends nehmen. Er hat bei der letzten kleinen Darmspiegelung nur eine kleine Entzündung im Enddarm festgestellt und geht deshalb nicht davon aus, dass die Beschwerden davon kommen. Er schließt aber einen weiteren entzündeten Bereich weiter oben aus. Deshalb das Rätselraten...

Das kann ich mir aber irgendwie nicht vorstllen, dass das einfach nur Nebenwirkungen oder zu viel Luft, die ich Schlucke, sein soll. Gar dass das irgendwas mit der Gastritis zu tun haben soll. Die Schmerzen waren echt so enorm, die Intervalle waren so alle paar Minuten und ich konnte mich dann immer kaum bewegen.

So komme ich gut mit dem Prednisolon zurecht. Ich habe zumindest keine spürbaren Nebenwirkungen. Er ist wohl der Meinuung, alles andere, wie z.B. Aza wäre übertrieben für diese kleine Entzündungsstelle.

Ich weiß wirklich nicht weiter....

Liebe Grüße,
Ela