Guten Tag - Verdacht auf Morbus Crohn

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neptun
Inventar - wird täglich mit abgestaubt
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Re: Guten Tag - Verdacht auf Morbus Crohn

Beitrag von neptun »

Mannitol wirkt abführend. Keine Frage.
Aber es sollte richtig im zeitlichen Ablauf geplant sein von der Praxis/Klinik, damit man optimale Bedingungen während der ca. 30 Minuten dann hat. Und Dich nicht unnötig stressed.

LG Neptun

Eistee
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Re: Guten Tag - Verdacht auf Morbus Crohn

Beitrag von Eistee »

Guten Tag,

Ich hab Neuigkeiten.
Mein neustes MRT-Sellink hat nun endlich was ergeben. Woran das lag weiß ich nicht, meine Vermutung ist aber, dass mir mehr Buscopan gespritzt wurde. Abgesehen davon lag ich diesmal auch auf dem Bauch, beim letzten MRT-Sellink auf dem Rücken.
Folgendes steht unter dem Punkt "Beurteilung:"
"Entzündliche Veränderungen des terminalen Illeums mit leichter Wandverdickung und KM-Enhancement. Deutliche Kontrastmittelaufnahme auch in benachbarten Dünndarmschlingen. DD ist eine enteroenterale Fistel nicht auszuschließen. Vermehrter lokoregionärer Lymphknotenbesatz. Etwas Aszites in der Excavatio rectovesicalis. [...]"

Jetzt will mein Arzt tatsächlich eine Dünndarmspiegelung + wahrscheinlich einer Bauchspiegelung durchführen. In der Aufregung habe ich im Gespräch vergessen nachzufragen ab wann man denn einen Crohn diagnostizieren kann.
Ich möchte natürlich auch keine Fehldiagnose, auf der anderen Seite habe ich aber echt auch keine Lust mehr auf weitere Untersuchung. Würde das natürlich machen, vor allem da ich davon ausgehe, dass das meine letzte Untersuchung vor endlich einer Diagnose wäre. Nur hat man nun doch Entzündungen und plus meinen Symptomen und den Rest an Untersuchungen etc... würde sowas nicht schon ausreichen?

Hoffe mir kann da jemand weiterhelfen
MfG Eistee

Mani1123
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Re: Guten Tag - Verdacht auf Morbus Crohn

Beitrag von Mani1123 »

Hallo Eistee,

ich habe deinen Thread nun nur grob überflogen, aber Teile der MRT Diagnose aus deinem letzten Post lesen sich zumindest wie aus dem Lehrbuch für einen MC. Diesen Befund müsste man allerdings zu einem Teil auch in einer Dickdarmspiegelung belegen können.

Ob nun noch eine Dünndarm- und vor allem Bauchspiegelung nötig ist, ist sehr schwierig zu beurteilen.

Die Bauchspiegelung könnte wegen des "Aszites in der Excavatio rectovesicalis" in Kombination mit dem "Lymphknotenbesatz" indiziert sein. Bei uns CED Patienten sind ja leider auch gerne weitere Bauchorgane mit betroffen, deren Entzündungen dafür verantwortlich sein könnten. Dies würde man aber eigentlich ebenfalls im MRT, in Kombination mit deinen Laborwerten, erkennen. Ich mutmaße hier also nur. Da du ein Mann bist, ist dieses Gebiet für Ärzte auch etwas "unproblematischer" zu beurteilen. ;)

Die Dünndarmspiegelung hat den Vorteil, dass bei dir auch Proben entnommen werden können. Alternativ wäre eine Kapsel Endoskopie, die gute Bilder liefern kann, aber keine pathologische Untersuchung zulässt. Ob dadurch ein Mehrwert zum Sellink geschaffen wird, ist sicherlich fraglich. Ob das bei dir nun angebracht ist oder es sich um eine Überdiagnostik handelt, maße ich mir nicht an zu beurteilen.

Beste Grüße

Eistee
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Re: Guten Tag - Verdacht auf Morbus Crohn

Beitrag von Eistee »

Hallo Mani,

danke für deine Rückmeldung!
Zwei Dickdarmspiegelungen hab ich schon hinter mir, beide ohne Befund (auch Biopsien ergaben nichts). Nur lymphatische Hyperplasie im terminalen Ileum.
Wenn dann wäre das wohl nur ein reiner Dünndarm crohn. Kommt wohl selten vor, aber laut Arzt spricht da viel für.

MfG Eistee

Mani1123
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Re: Guten Tag - Verdacht auf Morbus Crohn

Beitrag von Mani1123 »

Hallo Eistee,

ich habe mich wohl etwas unklar ausgedrückt, sorry. Das Ileum terminale ist in der Dickdarmspiegelung einsehbar, da in der Regel bis in den Dünndarm hinein gespiegelt wird. Spielt nach dem Sellink zunächst aber auch keine Rolle, der Befund liest sich für mich klar. MC ohne Dickdarmbeteiligung kommt immer mal wieder vor, damit wärst du nicht alleine.

Beste Grüße

Eistee
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Re: Guten Tag - Verdacht auf Morbus Crohn

Beitrag von Eistee »

Hallo Mani,

Achso ich verstehe.
Beim ersten MRT Sellink (welches sehr ungenaue Bilder ergeben hat) konnte man nur die Darmwandverdickung sehen. Damals war noch die Rede vom Präterminalen Ileum.
Vllt genau deswegen konnte man nichts bei der (Dick)darmspiegelung erkennen, da das Terminals Ileum noch normal ist bzw. Die Entzündung zu tief im Dünndarm sitzt bzw. Kurz vorm terminalen Ileum im präterminalen Ileum?

Naja wie du schon sagtest ist es wahrscheinlich auch recht egal, da man ja nun eh schon Entzündungen gesehen hat.

Was mich dennoch interessieren würde, wäre ab wann den Morbus crohn diagnostiziert wird?
Ich meine anhand meiner ganzen Befunde + Symptome würde sowas doch schon ausreichen oder nicht?
Ich mach natürlich die Dünndarmspiegelung wenn mir diese empfohlen wird, vllt gibt die noch eine genauere/sichere Diagnose. Dennoch stell ich mir irgendwie diese Frage.

Es ist halt blöd wieder drei wochen zu warten und zu hoffen das man eine Diagnose bekommt, wenn irgendwie alles auf einen crohn hindeutet.

Naja ich muss mich dann wohl oder übel in Geduld üben.

Edit: Eine weitere Sorge von mir, ist die Angst vor Langzeitschädigungen. Ich meine ich warte nun seit fast einem Jahr auf einer Diagnose. Ich hab Angst das Teile des Dünndarms durch immer wieder auftretenden Entzündungen absterben und/oder ihre Funktion verlieren :( . Vllt kann mich da jemand aufklären und mir im besten Fall sogar meine Angst nehmen.

MfG Eistee

Mani1123
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Re: Guten Tag - Verdacht auf Morbus Crohn

Beitrag von Mani1123 »

Hallo Eistee,

unser Darm ist erstaunlich widerstandsfähig, du musst dir wegen ein paar Wochen mehr oder weniger keine großen Gedanken machen, so lang du nicht in einem schlimmen Schub steckst, da kommt es auch auf Tage an. Dauerhaft benötigst du natürlich eine entsprechende Therapie, wie auch immer die aussehen wird, denn vorher muss auch eine Diagnose gestellt werden. Diese wird spätestens nach der neuen Spiegelung eindeutig sein, da der Pathologe eine CED in fast allen Fällen klar erkennen kann. Wenn dein Dickdarm nicht befallen ist, ist damit natürlich auch die CU ausgeschlossen und der MC diagnostiziert.

Du scheinst einen sehr gründlichen Gastroenterologen zu haben. Vielleicht ist die eine oder andere Untersuchung etwas zu viel, aber das können wir hier nicht beurteilen. Und sicherlich ist das für deine Nerven nicht so schlecht, wenn noch mal ganz genau hingeschaut wird, dann bekommst du auch eine Erklärung für die Wasseransammlung im Bauch.

Viele Grüße

Eistee
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Re: Guten Tag - Verdacht auf Morbus Crohn

Beitrag von Eistee »

Guten Tag,

Ich mach mir bisschen Sorgen wegen dieser Aszites.
Ist daraus schlusszufolgern das auch andere Organe Probleme haben oder entzündet sind? Oder kann das von den Entzündungen am Dünndarm kommen.
Hab den blöden Fehler gemacht und gegoogelt und mich dadurch nur verrückt gemacht :? :cry:
Vllt kann mir ja einer weiterhelfen/mich beruhigen.

Mfg Eistee

Mani1123
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Re: Guten Tag - Verdacht auf Morbus Crohn

Beitrag von Mani1123 »

Hallo Eistee,

ich verstehe deine Sorge und kann natürlich nicht groß von hier helfen, aber ich kann mir denken, welche potenzielle "Diagnose" du da gelesen hast. Es gibt diverse harmlose(re) Erklärungen für eine leichte Bauchwassersucht. Bei maligen Veränderungen hat man in der Regel auch deutlich schneller eine größere Menge an Bauchwasser, darauf hätte der Radiologe verwiesen und auch dein behandelnder Arzt würde sich nicht wochenlang Zeit lassen mit den weiteren Untersuchungen.

Ich würde mich freuen, wenn du uns auf dem Laufenden hältst.

Beste Grüße

Eistee
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Re: Guten Tag - Verdacht auf Morbus Crohn

Beitrag von Eistee »

Hallo Mani,

erstmal vielen dank für deine Nachricht.
Das hat mich tatsächlich beruhigt, ich habe abgesehen davon aber auch noch mal meinen Arzt gefragt und dieser meinte auch das ich mir deswegen keine Sorgen machen müsste.

Ich halte euch gerne weiter auf dem laufenden. Ich hab gemerkt das es mir auch ganz gut tut darüber zu reden/schreiben.
Ich hatte vorgestern mein Vorgespräch für die Dünndarmspiegelung die jetzt für Dienstag + 1 Nacht im Krankenhaus angesetzt ist.
Im Aufklärungsgespräch wurde mir erklärt, dass man sich wohl die ersten 1-2 Meter des Dünndarms von unten anschauen möchte. Da ja vor allem im terminalen bzw. präterminalen Ileum Entzündliche Veränderungen + Darmwandverdickung festgestellt wurden.
Auf die Frage warum man das nicht bei den beiden andern Darmspiegelungen gesehen hat, meinte der Arzt zu mir das diese auch tiefer im Terminalen Ileum bzw. generell Dünndarm sitzen können.
Mir wurde zwar auch gesagt das es immer wieder Untersuchungen gibt bei denen nichts gefunden wird, dass kann ich mir bei mir aber nicht vorstellen.
Ich meine man muss doch quasi "nur" mit dem Endoskop zu den Stellen gelangen die im MRT anders aussehen bzw. auf Entzündungen deuten, oder nicht? :?:

Ich hoffe einfach dass das am Dienstag dann meine letzte Untersuchung vor einer Diagnose ist und es ab da dann wieder gesundheitlich Berg auf geht.

Mehr kann ich euch dann hoffentlich am Dienstag oder Mittwoch berichten.

MfG Eistee

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