Ja was denn nun?

Neu im Forum? Hier könnt Ihr Euch vorstellen. Im eigenen Interesse bitte keine richtigen Namen nennen.

Ja was denn nun?

Beitragvon stevenolm » Mi 4. Jul 2018, 19:21

Hallo an alle,

mein Name ist Steve bin 35 und komme aus Luxemburg, seit März plagen mich diverse Verdaungsbeschwerden auf die mir scheinbar keiner eine Antwort geben kann und die ich nach vielem durchlesen des Forums gerne mal schildern möchte in der Hoffnung vielleicht einen guten Rat zu bekommen und einfach auch um mich mal auszusprechen da ich leider das Gefühl habe dass mich keiner mehr für ernst nimmt.

Also zu meiner Geschichte:

Februar 2018:

Nach schweren heben spüre ich einen Tag später einen stechenden schmerz im rechten unterbauch bis höhe Becken. Ich kann mich kaum noch bewegen, als in der folgenden Nacht Übelkeit hinzukommt gehe ich zum Hausarzt.
Diagnose: Magen Darm Infekt und Muskuläres Problem


März 2018:

2 wochen Thailand Urlaub. Nach heben im Fitness Studio spüre ich ernaut ein ziehen im rechten Unterbauch und von da an ein ständiges Druckgefühl im rechten Unterbauch. Wie im jeden Urlaub gesellt sich auch bei diesem Durchfall hinzu gegen Ende des Urlaubs bekomme zusätzlich noch Bauchkrämpfe wie Messerstiche.
Zu Hause suche ich den Hausarzt auf.
Diagnose: Lebenmittelvergiftung und Leistenbruch ( Bekomme 10 Tage Ciproflaxin) und eine Ultraschallüberweisung Leiste/Unternauch bei der nichts gesehen werden kann.

April:

Blasenentzündung und wieder 20 Tage Ciproflaxin.
Rechte Unterbauchbeschwerden beim Sitzen, als würde ich mir was einklemmen.
Ünerweisung CT mit Kontrastmittel (Keinbefund)
Ich bekomme wieder Durchfall und schiebe es auf Antibiotika und besorge mir was für die Darmflora

Mai:

Durchfall und beschwerden beim sitzen noch immer bestehen und bekomme eines Tages ungewölnlich starke Blähungen und komische Darmgeräusche (Spritzen gluckern...) im rechten Unterbauch.

Überweisung Darmspiegelung.

Werde nachts wach mit brennenden Schmerzen im Unterbauch, nach ca 1/2 Stunde sind die beschwerden vorbei.
Abends wieder Druckgefühl unterbauch und auf einmal als würde sich ein knoten lösen ist der gesamte rechte Dickdarm spür und sichtbar.
Fahre zur Notaufnahme, CT ohne befund (Verstopfung Dickdarm und Hepatomegalie)
Muss Stuhlprobe abgeben ( Campylobacter positiv, zweite Stuhlprobe eine Woche später negativ)
Die foldenden 3 Tage bis zur Darmspieglung bin ich wie verstopft.
Darmspieglung steht an, schildere mein Probleme, Gastro schaut verwundert und beginnt. Diagonse kleiner Polyp und sonst nichts, bekomme Spasmomen für die Peristralik.
Leider muss ich im Nachhinein sagen wurde nur der Dickdarm gespiegelt.

Juni:

Weiter Bauchschmerzen im rechten Unternauch. Blubbert, brennt und blöht sich auf.

Nach absprache mit dem Hausarzt enstcheide ich mich zur Bauchspieglung durch einen Viszeral Chirurgen.
Befund kleiner Leistenbruch sonst alles Unauffällig.
Diagonse: Sie müssen mehr Joghurt essen und weinger Stress.

Wieder brennt blubbert und bläht der Bauch. Besuche erneut den Gastro und schildere meine Probleme. Da ich in zwei Monaten Vater werden fragt dieser mich ob ich Schwanger bin.
Nach dröngen Meinerseits bekomme ich ein Schreiben für eine Stuhluntersuchen und Blutanalyse.

Calprotectin 20.
Blutanalyse Leukozyten erhöht 13.000
Rest alles ok, CRP, Leber, Galle)
Antikörpertest negativ (ASCA,ANCA,Gluten, Bauchspeicheldrüse)

Bekomme Oberbauch brennen und blubbern. ( War mir das erste mal vor der OP aufgefallen als ich nach einem Alkolischem Getränk ein brennen verspüre) Verdacht Gastritis und bekomme Säureblocker, bessert sich nach 4 Tagen.

Ausserdem habe ich das gefühl als würden manchmal kleine Bläschen im Darm platzen und fühle mich aufgedunsen.

Werde nachts Wach und mein Herz schlägt wie verrückt, habe das gefühl werde Ohnmächtig und ausserdem Oberbauch brennen. Also wieder in die Notaufnahme und wie immer alles ok. Gastritis.

Juli:

Blut und brennen am After, sieht nach einer Fistel Aus. Meine zweite also (Habe bereits eine seit längerem)

Festen Stuhl habe ich seit 3 Wochen wieder. ( Durchfall hate ich max 3
mal am Tag)

Sorry für die lange Geschichte und die vorhanden Fehler und habe versucht mich so kurz wie möglich zu halten.

Habe mich jetzt mal um folgende Termine gekümmert: 2 Wochen beim Proktologen und in 4 Wochen bei einem CED versierten Arzt, also weiter warten.
So langsam wird nämlich alles auf die Psche geschoben obwohl ich vorher nie solche Probleme hatte.
Ausserdem werde ich noch versuchen über meinen Hausarzt zu eine Pberweisung MRT Sellink zu bekommen.
Rauchen habe ich seit einer Woche auch aufgegeben, als kleines Dankeschön hierfür gabs wohl die Fistel.
Also alles in allem bin ich einfach nur noch traurig und fühle mich von den Ärzten alleine gelassen aber vor allem bricht es mir das Herz das ich von einem Arzt zum nächsten laufen muss und meine Frau dabei Hochschwanger ist.


So dies zu meiner Geschichte, vielleicht hat ja jemand von euch einen Tipp für mich wie ich was angehen könnte und vielen Dank dass ich meine Geschichte erzählen konnte.

Liebe Grüsse und alles Gute,

Steve
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Re: Ja was denn nun?

Beitragvon neptun » Fr 6. Jul 2018, 12:20

Hallo stevenolm,

willkommen im Forum.

Bei mc gibt es ja gerne mal bei entsprechendem Verlauf auch Komplikationen, also Stenosen und/oder Fisteln.

Stenosen äußern sich gerne durch Schmerzen, häufig im rechten Unterbauch, im Bereich der Ileozökalklappe, also dem Übergang von Dünn- zu Dickdarm. Folge können Darmgeräusche sein, auch eine tast- oder sichtbare Walze unter der Bauchdecke. Und es kann den Wechsel von Stuhlverhalt und Durchfall geben, weil der Nahrungsbrei sich gestaut hat und dann schwallartig durchflutscht.

Auch darmgesunde Menschen können Fisteln bekommen, aus verschiedenen Gründen. Bei mc ist es aber die Darmentzündung, von dem sich die Fistel aus ihren Weg bahnt. Somit gibt es charakteristische, aber auch relativ viele verschiedene Bahnen, wie diese Fisteln verlaufen. Häufiger wird auch erst nur ein Abszess entdeckt, ob nun oberflächlich oder auch tief im Gewebe. Erst durch ein MRT-Sellink oder durch Endosonografie wird dann häufig der Weg der Fistel aufgedeckt. Wenn sie größer ist, eventuell auch während einer Kolo gesehen.

Weißt Du, welchen Verlauf Deine erste Fistel genommen hat?

Deine zweite Beschreibung, es kann auch eine Fissur sein, die sich mit Blut und längerem Brennen nach dem Stuhlgang äußert. Wenn Du allerdings eine Öffnung sehen kannst, wird es eine Fistel sein.

Alles in allem, es kann mc sein. Aber leider wirst Du wohl doch weitergehende Untersuchungen abwarten müssen. Zum Vorgehen wirst Du Dir sicherlich dann weitere Informationen einholen.

LG Neptun
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Re: Ja was denn nun?

Beitragvon stevenolm » Mi 11. Jul 2018, 15:07

Hallo Neptun,

vielen Dank für deine Antwort und die Infos.

Die Letze Fistel war eine Analfistel ohne Schliessmuskelbeteilgung bei der sich nahe dem After ein Abszess bildete.
War heute beim Proktologen der mich damals operierte und es wurde eine Rektoskopie und Endosonographie durchgeführt, eine Fistel, Fissur oder Abszess konnte nicht gefunden werden.
Es sagte der After sei leicht gerötet und das Blut würde von einer Stelle stammen wo die Haut gereitzt ist und hat mir eine Zinksalbe verschrieben. Mich macht dieser Ausfluss (Blut, Nässen) aber doch ein bisschen skeptisch, die gereitzte Stelle sieht für mich wie ein Spalt aus.
Am 18 gehts jetzt zum IRM Sellink und am 19 zum neuen Gastro, werde diesen dann auch nochmals auf die Wunde ansprechen.

LG,

Stevenolm
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Re: Ja was denn nun?

Beitragvon neptun » Mi 11. Jul 2018, 15:31

Hallo Stevenolm,

ein Spalt, den Du selbst sehen kannst. Klingt nach einem Riß im empfindlichen Anoderm, also nach einer Fissur. Eine Fistel sollte über ein Loch zu sehen sein.
Wie ich schrieb, solch Fissur brennt nach dem Stuhlgang. Wird auch etwas Flüssigkeit absondern. Man kann sie mit Salben behandeln.

Ich hatte eine chronische Fissur, die ca. 1 1/2 Jahre existierte. Dann vernarbte sie von selbst und sah wohl so aus wie verödet.

LG Neptun
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Re: Ja was denn nun?

Beitragvon neptun » Mi 11. Jul 2018, 16:05

Nachtrag
Ist meist auf 6 Uhr, also hinten.
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Re: Ja was denn nun?

Beitragvon stevenolm » Do 12. Jul 2018, 14:24

Hallo Neptun,

ja genau ein Spalt fast auf 6 Uhr.
Brennen tuts eigentlich fast die ganze Zeit, mit Zeitweise einem Stechen und Druckgefühl. Mich wunderts nur dass bei jedem Abwisch Blut/Sekret beim abwischen da ist, vielleicht entzündet sich die stelle auch jedes mal und kapslet sich dann ab. War heute nochmals beim Proktologen und nächste Woche nochmals zur Kontrolle, er kannn es sich auch nicht wierklich erklären, eine Fistel und Abszess sei es nicht und ein Eingang sei auch nicht da.

LG und schönes Wochenende,

Stevenolm
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Re: Ja was denn nun?

Beitragvon neptun » Do 12. Jul 2018, 14:32

Hallo Stevenolm

ich finde die Erklärung Fissur eigentlich recht einfach und eindeutig.
Spricht doch alles dafür, die Lage, das Brennen, etc. Und schließlich ist es eine bakteriell exponierte Zone. Dazu möchte der Riß heilen. Daher also auch etwas Blut, Sekret (Eiter), Fibrin, Wundwasser.

LG Neptun
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