Wie reagiert euer Umfeld auf die Erkrankung?

Psychologischen Aspekte im Zusammenhang mit CED.
Jonesi04
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Re: Wie reagiert euer Umfeld auf die Erkrankung?

Beitrag von Jonesi04 »

Du machst das schon richtig. Ich weiß auch nicht, was einige für einen Furz im Kopf haben. Bei solchen Freunden braucht man echt keine Feinde. Also weg damit. Ich bin
normalerweise ein echt netter, lieber, humorvoller Typ aber ich habe mir über die Jahre hinweg ein echt dickes Fell angeschafft und gehöre nun echt nicht zu der Sorte Mensch, die auf die Klappe gefallen sind. Da überlegt es sich so mancheiner echt 2 x, ehe er was sagt. So eine Scheißegal-Einstellung, wie ich sie heute zum Teil an den Tag lege, ist vielleicht nicht gerade erstrebenswert, erleichtert das Leben aber schon ein wenig.

Gruß,

Bernie

Kathyrinchen
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Re: Wie reagiert euer Umfeld auf die Erkrankung?

Beitrag von Kathyrinchen »

Hey,

ich melde mich auch Mal wieder zu Wort.

Es ist wichtig im Leben und eben auch im Freundeskreis klare Verhältnisse zu schaffen. Auf der einen Seite ist es ja gut, das wir (leider durch die Erkrankung) erkennen
wer wirklich ein Freund ist und wer eben nicht. Auf diese Weise wissen wir wer IMMER hinter uns stehen wird und wer nicht.
Und wenn man eine liebe Familie, einen lieben Partner und oder tolle Freunde hat ist das genial und man kann sich trotz allem glücklich schätzen.

Bernie, es ist nicht gut wenn liebe Menschen aufgrund eher weniger netten Menschen anfangen den eigenen Charakter aus Selbstschutz zu verändern, vor allem nicht
wenn man diesen ins negative verändert und kalt wird.
Leider verstehe ich das absolut und muss selbst aufpassen das ich nicht zum totalen anti-Gefühls-Zombie mutiere. Manche Sprüche sind verletztend, wenn man plötzlich festsellt ziemlich alleine auf der Welt zu stehen auch. Man muss versuchen einen Weg zu finden selbst damit klar zu kommen und trotz alle dem einen positiven Weg zu finden.
Wenn ich dann weiß wie, teil ichs euch mit :)

Im Moment versuche ich nicht zu viel Nachzudenken und mit trotzdem darüber klar zu werden wie ich mien Leben leben möchte. Zumindest den Teil den ich selbst mitbestimmen kann. Neben der Krankheit (auch wenn im Moment sich viel darum dreht - aber ich hoffe ja das ändert sich irgendwann) muss man ja auch irgendwie "leben" und versuchen auch schöne Moment erleben zu können die einen dann als Erinnerung in schlechten Zeiten wieder Mut machen....
Alles gar nicht so leicht.

Euch allen alles Liebe und alles Gute.

Liebe Grüße
i

Jonesi04
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Re: Wie reagiert euer Umfeld auf die Erkrankung?

Beitrag von Jonesi04 »

Kathyrinchen hat geschrieben:Bernie, es ist nicht gut wenn liebe Menschen aufgrund eher weniger netten Menschen anfangen den eigenen Charakter aus Selbstschutz zu verändern, vor allem nicht
wenn man diesen ins negative verändert und kalt wird.
Leider verstehe ich das absolut und muss selbst aufpassen das ich nicht zum totalen anti-Gefühls-Zombie mutiere. Manche Sprüche sind verletztend, wenn man plötzlich festsellt ziemlich alleine auf der Welt zu stehen auch. Man muss versuchen einen Weg zu finden selbst damit klar zu kommen und trotz alle dem einen positiven Weg zu finden.
Wer sagt denn, dass ich das bin? Chilly Willy trifft es eher. Ich genieße mein Leben lieber, als mich über Dinge zu ärgern, die ich nicht ändern kann oder die es kaum wert sind, dass man sich länger als ein paar Minuten darüber Gedanken macht. Einige Menschen sind auch wie sie sind. Würden sie etwas mit Absicht tun, wäre es ja wert, dass man sich darüber ärgert aber so nicht. Ich bin lieb, nett, humorvoll, egal was, such's dir aus aber irgendwo ist auch meine Toleranzgrenze mal erreicht ;) .

Sich keine Gedanken zu machen ist vielleicht der falsche Weg. Ich habe mir früher eher zu viele gemacht, bis ich mal gecheckt habe, dass viele Dinge es gar nicht wert sind, dass man sich Gedanken über sie macht oder gelernt habe sie einfach als das zu akzeptieren, was sie sind.

Gruß,

Bernie

Jonesi04
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Re: Wie reagiert euer Umfeld auf die Erkrankung?

Beitrag von Jonesi04 »

Um das mit dem Selbstschutz noch mal aufzugreifen. Man muss auch wissen, wo er angebracht ist und wo nicht. So ein Herz aus Stein ist wohl weder empfehlens- noch erstrebenswert. Würde eventuell so manches leichter machen aber an anderer Stelle wiederum vieles unnötig erschweren. Vielmehr muss man einen auf Aschenbrödel machen: Die guten in's Töpfchen, die schlechten in's Kröpfchen. Was nichts anderes heißt an den guten Dingen festzuhalten und die schlechten entweder loszuwerden oder so weit es geht zu vermeiden. Nennen wir es schlicht und einfach mal Balast.

Wenn man keinen hat, mit dem man darüber reden kann oder möchte, kann man sich den inneren Balast ganz gut von der Seele schreiben. Nicht gerade hier, sondern mehr so für dich. Es gibt zwar Fachliteratur zu dem Thema. Ich bin aber nicht gerade ein Fan von dem ganzen Psychoquatsch. Manchmal ist man selber auch der beste Therapeut. Die Antworten sind da. Man muss sich nur die richtigen Fragen stellen.

Das andere ist der äußere Balast, den man ganz gut in zwei Kategorien unterteilen kann. Die erste mit den Menschen, die es wert sind, dass man sich näher mit ihnen befasst. Und die zweite mit denen, von denen man sich zwar nicht gerade trennen muss aber den Kontakt ganz gut auf ein Minimum reduzieren kann, zusammen mit denen, auf die man aus welchem Grund auch immer nicht so gut kann. Der Kontakt lässt sich auf der Arbeit nun mal nicht vermeiden. Man muss aber trotzdem versuchen auf einer gewissen Basis mit ihnen zurecht zu kommen.

Gruß,

Bernie

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