CU: Stress als Auslöser eines Schubes, nicht als Ursache

Psychologischen Aspekte im Zusammenhang mit CED.

Re: CU: Stress als Auslöser eines Schubes, nicht als Ursache

Beitragvon schneider » Mo 20. Mai 2013, 11:50

Ja das stimmt, das kann ich bestätigten.
Bei mir war auch der Stress daran Schuld, dass es mir schlechter ging.
Ich leide seit einem Jahr an schwarzen Hautkrebs :( Wenn euch, dass nicht unbedingt was sagen sollte, dann schaut mal hier: schwarzerhautkrebs.info
Das ist es sehr gut beschrieben!
schneider
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Re: CU: Stress als Auslöser eines Schubes, nicht als Ursache

Beitragvon westerngirl66 » So 7. Jul 2013, 13:42

Hallo Zusammen,

nachdem ich noch vor einiger Zeit davon überzeugt war, dass Stress bei mir keinen Schub auslöst, wurde ich in diesem Jahr eines Besseren belehrt frei nach dem Motto "Unverhofft kommt oft". Tja, nach dem massiven privaten und auch beruflichen Stress der letzten Monate war ich die ganze Zeit auf der Hut und irgendwie irritiert, weil mein Darm trotzdem scheinbar ruhig blieb. Naja, von kleineren Infekten und immer wieder stärker werdenden Durchfällen abgesehen brachten alle Ultraschalluntersuchungen die Erkenntnis: Alles im grünen Bereich. Meine Ärzte blieben vorsichtig und bei jedem Verdacht wurde ich geschallt und gründlich untersucht. Wir wähnten uns sicher - befand ich mich doch seit 2,5 Jahren in stabiler Remission!

Und die CU hat mir doch eine lange Nase gedreht und mir "einen akuten Schub zum Geburtstag" beschert. Frei nach dem Motto Shit happens liege ich nun wieder auf der Nase, kämpfe mit 12-20 Stuhlgängen am Tag, habe selten mal 1 Stündchen "Freiraum" zwischendurch und verbringe viel zu viel Zeit in der Bäder- und Fliesenabteilung. Kaum ist mal daran zu denken, das Haus zu verlassen. Es grenzt schon an ein Wunder, wenn ich zwischendurch mal zum Arzt komme (ohne Loperamid wäre das undenkbar aber ich leide wie ein Tier unter den dazugehörigen Krämpfen und heftigen Blutungen, die diese Einnahme nach sich zieht) oder mal dringend notwendige Einkäufe erledigen kann (das Klopapier kommt leider nicht von alleine zu mir).

Nachdem mein Hausarzt den akuten Schub bestätigt hat meinte er trocken zu mir "Nach dem, was sie in den letzten 6 Monaten mitgemacht haben, habe ich mich die ganze Zeit nur gewundert, wieso sie noch keinen Schub bekommen hatten". Tja, zu der Erkenntnis bin ich jetzt auch gekommen! Es war vorherbestimmt - und doch nicht zu verhindern! Ich habe immer wieder versucht, den Stress abzubauen, es war völlig unmöglich. So nahm das Verhängnis halt seinen Lauf..... Mein neuer Wahlspruch lautet seit Anfang diesen Jahres "Man wächst an seinen Aufgaben. Was mich nicht umbringt, macht mich härter." :D

In diesem Sinne schönen Gruß und gute Besserung an alle, die es brauchen derzeit!

Lieben Gruß
Kati
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Re: CU: Stress als Auslöser eines Schubes, nicht als Ursache

Beitragvon h2o » Do 7. Aug 2014, 14:11

Hallo!

Also ich kann bei mir auch definitiv sagen, dass Stress der Auslöser eines Schubes ist. Dabei ist Stress für mich nicht der alltägliche Stress, sondern wirklich große Veränderungen/Einschnitte im Leben wie: ein Umzug in eine fremde Stadt, Beginn eines Studiums, neue Arbeitsstelle etc. Meine Schübe sind zu 90% zu solchen Veränderungen des Lebens aufgetreten! Deshalb kommt jetzt zu der eigentlichen Belastung durch die CU auch noch die ständige Angst vor der Auslösung eines Schubes dazu. Ein Teufelskreis!
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Re: CU: Stress als Auslöser eines Schubes, nicht als Ursache

Beitragvon Sabi » Do 7. Aug 2014, 21:32

Bei mir ist es gerade andersherum. Während den Stressphasen geht es mir fast immer gut. Schlecht geht es mir wenn die Entspannung eintritt. Ich bin Lehrerin und hab eigentlich immer in den Ferien und am Wochenende mit Durchfällen und Übelkeit zu kämpfen. Sehr ärgerlich. Frustriert mich auch total, da ich mich schon gar nimmer richtig trau mir in den Ferien schöne Dinge vorzunehmen.
Mein Arzt erklärte mir dass in Stressphasen der Körper wohl für mich ausreichend Cortison ausschüttet. Tritt die Entspannung ein schüttet der Körper weniger Cortison aus so dass sich die Entzündung verstärkt. Super oder? Kann also wählen zwischen Stress oder Durchfall :roll:
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Re: CU: Stress als Auslöser eines Schubes, nicht als Ursache

Beitragvon Finn » Do 7. Aug 2014, 21:39

Hallo Zusammen,

auch ich kann nach 21-jähriger Krankheitsgeschichte mit CU sagen, dass es Auslöser für einen Schub bei mir gibt. Es sind unterer anderem starke berufliche Belastungen gewesen, in denen die Krankheit aktiviert wurde.

Aber auch wie h2o berichtet „wirklich große Veränderungen/Einschnitte im Leben wie: ein Umzug in eine fremde Stadt, Beginn eines Studiums, neue Arbeitsstelle etc.“

Wenn ruhige sichere Zeiten in meinem Leben waren, ging es mir recht gut.

Viele Grüße
Finn
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Re: CU: Stress als Auslöser eines Schubes, nicht als Ursache

Beitragvon SalamatCU » Fr 31. Okt 2014, 04:44

Kann ich ebenfalls bestaetigen.
Meinen ersten Schub bekam ich damals in der Bundeswehr, soviel Stress hatte ich noch nie.
Meinen zweiten Schub bekam ich ebenfalls durch Stress und Kummer, damals war die Trennung der Ausloeser.
Meinen dritten Schub bekam ich sofort nach dem ich meine Zahnspange erhielt, leider ist mir erst jetzt klar, dass unzureichendes Kauen ebenfalls einen Schub ausloest.
SalamatCU
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