Psychosomatik Uniklinik Heidelberg Station von Weizsäcker

Psychologischen Aspekte im Zusammenhang mit CED.
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Rhoam
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Psychosomatik Uniklinik Heidelberg Station von Weizsäcker

Beitrag von Rhoam »

Hallo zusammen und noch ein frohes neues Jahr,


Ich wollte euch mal über die Psychosomatik der Uniklinik Heidelberg berichten, dort war ich 2011 für ca. 2 Wochen auf der Station von Weizsäcker. Ich musste den Aufenthalt vorzeitig abbrechen, weil man eine absolute Kontaktsperre zwischen mir und meinen Eltern verhängen wollte, sie hätten mich nicht mehr besuchen und wir hätten nicht mehr miteinander telefonieren usw. dürfen. Auch hätte ich die Station nur in Begleitung verlassen dürfen und man wollte mir meine Schmerzmittel direkt wieder absetzen, die mir die Schmerzambulanz der Uniklinik nur wenige Wochen vorher verschrieben hatte und die mir nach mehreren Klinikaufenthalten (Psychosomatik Bonn, Schmerzklinik Mainz) als einziges einen großen Teil der Schmerzen nahmen. Eine Erklärung für diese Maßnahmen bekam ich nicht, der Oberarzt und die junge Assistenzärztin ließen nicht mit sich reden. Da ich ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern habe und ich kein Vertrauen zu diesen Ärzten hatte, entließ ich mich dann selbst gegen ärztlichen Rat, wobei alle Ärzte, Pfleger und Schwestern auf der Station auf mich einredeten dazubleiben. Im anschließenden Arztbericht erdreistete sich diese Assistenzärztin meine CU in Frage zu stellen, obwohl diese wenige Monate vorher von der Gastroenterologie derselben Uniklinik (Medizinische Krehlklinik) in einer Darmspiegelung bestätigt wurde. Das schlimme war aber, dass die Ärzte in der Endokrinologie und in der Pankreasklinik ein paar Wochen später bei Terminen dort nicht gerade begeistert waren und mich teilweise anmotzten, dass ich es doch einmal hätte probieren sollen. Mit den Ärzten der Gastro war erst über ein halbes Jahr später ein Gespräch wieder möglich, gut dass ich in der Zeit keinen Schub hatte. Dann ist mir noch aufgefallen, dass diese Station nur wenig Ahnung von CED-Patienten hat. Ich musste ganz kurz vor dem Essen auf Toilette. Plötzlich hämmerte es von draußen an die Klotür, als wenn irgendwas Schlimmes passiert wäre, nur weil ich nicht um Punkt 6 zum Essen am Tisch saß. Es gab dann auch Diskussionen, warum ich nicht früher aufs Klo gegangen bin usw. Ich war auch in diesen 2 Wochen der einzige CED-Patient dort, obwohl die angeblich eng mit der Gastro zusammenarbeiten, es war wohl ein Mädchen mit CU kurz vor mir da, wie lange kann ich nicht sagen, denn es gibt immer wieder Leute, die die Therapie dort vorzeitig abbrechen und andere wiederum, die in die geschlossene Psychiatrische Klinik überwiesen wurden (2 oder 3 von ca. 20 Patienten in diesen 2 Wochen). Der Schwerpunkt liegt so wie ich das sehe auf Essgestörten und Psychisch Kranken und genauso bin ich zumindest teilweise dort behandelt worden. Allerdings war ich auch 2010 in der Psychosomatik der Uniklinik in Bonn der einzige mit CED und auch dort gab es einen Schwerpunkt für Essgestörten und Psychisch Kranke. Dort wollte ich auch 2011 wieder hingehen, die wollten mich zunächst auch wieder nehmen, aber dann plötzlich doch nicht mehr, ich solle doch besser nach Heidelberg gehen…

Rhoam
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Re: Psychosomatik Uniklinik Heidelberg Station von Weizsäcke

Beitrag von Rhoam »

Weiterhin stellen sich aber in der Uniklinik alle hinter die Psychosomatik und empfehlen mir wegen meiner aktuellen Probleme wieder auf diese Station zu gehen: https://forum.dccv.de/viewtopic.php?f=3&t=7374

Können meine aktuellen Beschwerden überhaupt psychisch sein? Kann mir jemand empfehlen, was ich jetzt machen soll?
War jemand von euch schonmal auf dieser Station oder kann mir eine bessere Psychosomatik empfehlen, am besten mit einem Schwerpunkt für CED (sowie Bad Hersfeld unter den Rehakliniken einen CED-Schwerpunkt hat)? Da würdet ihr mir echt weiterhelfen.


VG
Rhoam

Michael8000
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Re: Psychosomatik Uniklinik Heidelberg Station von Weizsäcke

Beitrag von Michael8000 »

Hallo Rhoam,
Rhoam hat geschrieben:dort war ich 2011 für ca. 2 Wochen auf der Station von Weizsäcker. Ich musste den Aufenthalt vorzeitig abbrechen, weil man eine absolute Kontaktsperre zwischen mir und meinen Eltern verhängen wollte, sie hätten mich nicht mehr besuchen und wir hätten nicht mehr miteinander telefonieren usw. dürfen. Auch hätte ich die Station nur in Begleitung verlassen dürfen und
Der "übliche" Ablauf zu seinen Eltern:
Nach Ankunft in der Rehaklinik den Eltern Bescheid geben, dass man gut angekommen sind. Und dann "tschüss" für drei Wochen. Nach zwei Wochen können die Eltern nochmal anrufen, dann ist aber auch gut.
Ich kann "den Ärzten" leider nur zustimmen.

Vielleicht gab es Patienten, die sich draußen ohne Begleitung umgebracht haben (?). Deshalb kann diese Art der Behandlung möglich sein, vielleicht bei dir etwas übertrieben.
Rhoam hat geschrieben: man wollte mir meine Schmerzmittel direkt wieder absetzen, die mir die Schmerzambulanz der Uniklinik nur wenige Wochen vorher verschrieben hatte und die mir nach mehreren Klinikaufenthalten (Psychosomatik Bonn, Schmerzklinik Mainz) als einziges einen großen Teil der Schmerzen nahmen. Eine Erklärung für diese Maßnahmen bekam ich nicht, der Oberarzt und die junge Assistenzärztin ließen nicht mit sich reden. Da ich ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern habe und ich kein Vertrauen zu diesen Ärzten hatte,
Vielleicht hatten die Schmerzmittel unerwünschte Nebenwirkungen. Vielleicht möchten die Ärzte ihre Behandlung in der Rehaklinik ohne Schmerzmittel durchführen. Deshalb ist man ja in der Klinik, um dieses auszuprobieren.
Rhoam hat geschrieben: Ich musste ganz kurz vor dem Essen auf Toilette. Plötzlich hämmerte es von draußen an die Klotür, als wenn irgendwas Schlimmes passiert wäre, nur weil ich nicht um Punkt 6 zum Essen am Tisch saß. Es gab dann auch Diskussionen, warum ich nicht früher aufs Klo gegangen bin usw
Das Verfahren dieser Klinik ist berechtigt. Es gibt Fälle, wo Patienten tot/verletzt in ihrem Zimmer liegen.
Das pünktliche Erscheinen beim Essen ist daher eine "leichte" tägliche Anwesenheitskontrolle.

Gruß
Michael

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