Das Thema Stuhlgang als psychische Belastung

Psychologischen Aspekte im Zusammenhang mit CED.
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Goodtimes
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Das Thema Stuhlgang als psychische Belastung

Beitrag von Goodtimes »

Hallo Ihr Lieben,

Ich leide aufgrund einer Strahlenenteritis und Ileozökalresektion am Gallensäureverlustsyndrom und imperativem Stuhldrang, was mir psychisch echte Probleme bereitet.

Zum einen ist da diese gewisse Stuhlinkontinenz, da ich den Stuhl nicht lange genug halten kann, zum anderen die Zukunftsangst!

Ich meine...

Noch bin ich in der Lage mich selbstständig zu säubern und dafür zu sorgen, dass es kaum jemandem auffällt, wenn mir ein 'Mißgeschick' passiert. Was aber wenn ich das irgendwann nicht mehr kann...

Klar, es gibt - wenn auch selten - andere Tage! Tage an denen ich vielleicht nur einmal auf die Toilette kann. Aber diese Tage sind genauso belastend, denn bei mir ist der Stuhlgang sehr voluminös und wenn ich dann nicht so oft kann sammelt sich eine so große Stuhlmenge an, dass mein Bauch stark aufgequollen ist, was mir wiederum große Schmerzen bereitet!

Ich weiß manchmal nicht, was mir mehr Angst macht...

Ständig Angst zu haben auf's Klo zu müssen aber nicht schnell genug zu sein, oder nicht auf's Klo zu können... :roll:

Geht es noch jemandem so? :?:

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Mondkalb
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Re: Das Thema Stuhlgang als psychische Belastung

Beitrag von Mondkalb »

Hallo Goodtimes,

wo vor wir Ängste entwickeln, entscheiden wir, genau so das Gewicht, welches wir ihnen geben.
Es ist nicht einfach, Zukunftsängste auszublenden, geschweige sie für sich in positive Gedanken umzuwandeln.
Mir hilft es schon, den Begriff Angst in Sorge umzuwandeln, fühlt sich irgendwie schon nicht mehr so bedrohlich an, wie ich finde.

Die Psyche fährt mit einem oft Gedankenkarussell, alles dreht sich, jedoch den Weg erkennt man nicht.
Für die Zeit zum Abort habe ich auch nicht viel Zeit, es drückt und dann muss ich mich schleunigst bewegen. Auch wenn ich nur noch zwei bis fünfmal am Tag gehen muss, nervt es mal, aber überwiegend ist der Zustand akzeptiert.
Zurückblickend muss ich festhalten das viele Ängste/ Sorgen unbegründet waren, an sich also verlorene Lebenszeit die man besser hätte nutzen, sinnvoller Einsetzen können.
Goodtimes hat geschrieben:Noch bin ich in der Lage mich selbstständig zu säubern und dafür zu sorgen, dass es kaum jemandem auffällt, wenn mir ein 'Mißgeschick' passiert. Was aber wenn ich das irgendwann nicht mehr kann...
Erst dann solltest du dich damit befassen, vielleicht tritt es nie so schlimm ein, wie du es dir ausmalst.
Ich habe vor kurzem ein Gespräch geführt, wo es um die Angst vor einer Koloskopie ging, habe ihm meinen Gastro empfohlen. Ich habe bei mir selbst, im September, zugeschaut, die Blähungen wurden raus massiert, Tasse Kaffee gab es am Ende mit Keks, perfekt. Seit 1991 habe ich so eine Koloskopie, teils in Rückenlage bei angewinkelten Bein, noch nie erlebt, es gab keine unangenehme Stelle und auch keine Bauchschmerzen nach der Kolo. Diesen Gastro von Anfang an und ...
Goodtimes hat geschrieben:Ich weiß manchmal nicht, was mir mehr Angst macht...
Versuch, diesem Umstand nicht zu viel Aufmerksamkeit zu geben, mach dich frei von diesen Gedanken.

LG und einen schönen 1. Advent für dich!
Mondkalb
“Wenn man nicht weiß, wo man hin will, kommt man meistens woanders raus!”

Goodtimes
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Re: Das Thema Stuhlgang als psychische Belastung

Beitrag von Goodtimes »

Danke Mondkalb,

Ich versuche es so gut es geht. Das drüber 'reden' hilft dabei, weil man die Angst rauslässt, aber manchmal ist es schon sehr belastend.

LG

Goodtimes

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Mondkalb
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Re: Das Thema Stuhlgang als psychische Belastung

Beitrag von Mondkalb »

Hallo Goodtimes,

ich kann deine Situation sehr gut nachvollziehen, hat bei mir auch recht lange gedauert zu lernen damit umzugehen.

LG
Mondkalb
“Wenn man nicht weiß, wo man hin will, kommt man meistens woanders raus!”

Kaja
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Re: Das Thema Stuhlgang als psychische Belastung

Beitrag von Kaja »

Hallo Goodtimes,,

ich kenne es. Man weiß primär nicht, kommt Luft oder Stuhl.

Man rennt auf die Toilette. Egal wo man ist. Zuhause ist es noch ok, aber an der Arbeit oder bei privaten Besorgungen.

Man kann es nicht unterscheiden, was "heraus kommt" und ich kenne es leider - volle Hosen!

Panik - Scham wer sieht es?

Wie kommt man an seine Wechselkleidung (z. B. im Auto)?

Wo und wie hat man die sanitären Anlagen, dass man sich säubern (duschen) kann ab Unterkörper...

Wer hat die Möglichkeiten am Arbeitsplatz oder in der Stadt beim Einkaufen? WO ist hier die "erste Hilfe".

Wir sind schwerbehindert und da hilft auch kein "d"-WC...…

Danke, dass "d" so einen mega Hype hat.

Viele Grüße

Kaja

Cara
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Re: Das Thema Stuhlgang als psychische Belastung

Beitrag von Cara »

Frage, was bedeutet das "d"?

Kaja
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Re: Das Thema Stuhlgang als psychische Belastung

Beitrag von Kaja »

Hallo Cara,

es steht für „Diversity“.

Ist mir im Grunde alles egal, ich möchte nur die schnelle Erreichbarkeit von sauberen sanitären Anlagen.

Viele Grüße

Kaja

Goodtimes
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Re: Das Thema Stuhlgang als psychische Belastung

Beitrag von Goodtimes »

Kaja hat geschrieben:Hallo Goodtimes,,

ich kenne es. Man weiß primär nicht, kommt Luft oder Stuhl.

Man rennt auf die Toilette. Egal wo man ist. Zuhause ist es noch ok, aber an der Arbeit oder bei privaten Besorgungen.

Man kann es nicht unterscheiden, was "heraus kommt" und ich kenne es leider - volle Hosen!

Panik - Scham wer sieht es?

Wie kommt man an seine Wechselkleidung (z. B. im Auto)?

Wo und wie hat man die sanitären Anlagen, dass man sich säubern (duschen) kann ab Unterkörper...

Wer hat die Möglichkeiten am Arbeitsplatz oder in der Stadt beim Einkaufen? WO ist hier die "erste Hilfe".

Wir sind schwerbehindert und da hilft auch kein "d"-WC...…

Danke, dass "d" so einen mega Hype hat.

Viele Grüße

Kaja
Hallo Kaja,

Ja, genau das! Wobei ich das allernötigste immer in der Tasche habe. Desinfektionstücher, feuchtes Toilettenpapier, Panties zum wechseln (hab mich jetzt durchgerungen welche zu tragen, weil ich mich damit sicherer fühle), Müllbeutel, Wundcreme usw. :roll:

Egal wohin ich gehe, wird als erstes abgecheckt, wo das Klo ist. Es hilft nichts, man muss sich damit arrangieren!

Hoffe wir finden unseren Weg!

Liebe Grüße

Goodtimes ;)

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