Blumentopf und Bier

Psychologischen Aspekte im Zusammenhang mit CED.
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Karin
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Re: Blumentopf und Bier

Beitrag von Karin »

Hallo

Wie bestimmt man eigentlich die Größe des Topfes. Und was ist, wenn ständig neue Golfbälle hnzukommen und auch die Kieselsteine? Gutes Beispiel sind die Osterfeiertage und die Auslastung meiner Ressourcen.
Da kommen Große Kinder samt Partner. Die Freundin der Tochter, die eigene Freundin und ihre Tochter. Alle bleiben zum Essen und übernachten. Immer wird gekocht, die Gästezimmer gerichtet, unterhalten und zugehört.

Eigentlich ist das richtig toll wenn auch anstrengend. Was ist aber mit dem Topf und den Golfbällen?
Wir sind Frauen - die Stärke findet UNS

Konrad
könnte auch hier einziehen
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Re: Blumentopf und Bier

Beitrag von Konrad »

@Mondkalb

ich nehm 'n Weizen :)

LG Konrad
Timschal

minimonster
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Re: Blumentopf und Bier

Beitrag von minimonster »

Hallo Mondkalb,

ich möchte Dir und Deinem Bruder einen Lösungs - Satz anbieten...


Sag ihm: Lieber Bruder,( oder wie immer Du ihn genant hast ), ich bleibe noch ein Weilchen, dann komme ich auch. Schau bitte lieb zu mir.

Dir zu Ehren werde ich etwas Gutes aus meinem Leben machen.


****

Dann fühle mal nach, damit kommst Du in die Mitte, und in der Mitte fühlt es sich leicht an.

Liebe Grüße

Minimonster

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Mondkalb
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Re: Blumentopf und Bier

Beitrag von Mondkalb »

Hey Minimonster,

mit der Überlebensschuld wurde ich bei meiner Psychotherapeutin erstmals konfrontiert, sie erzählte mir davon das diese Überlebensschuld sehr häufig bei Geschwistern vorkommt.

Ich persönlich habe innerhalb von 21 Jahren zwei Brüder verloren, aber eine Überlebensschuld habe ich selbst nicht.
Die Golfbälle die ich dadurch erhalten habe, sind diejenigen die nicht selbst ausgesucht werden, man erhält sie einfach und kommt ihnen trotz allem leidenschaftlich nach.

Mit meinen Brüdern bin und bleib ich eng verbunden und ich bin davon überzeugt das wir uns wiedersehen.

Ich danke dir für deine Gedanken, in der Mitte bin ich nach einem langen Weg schon angekommen, es hilft manchmal einfach zu akzeptieren.

Es gibt so unbeschwerte Aussagen wie von Eusebia wo das Leben anscheinend rund läuft, was ich ihr von Herzen gönne.

Die Aussage des Professors schließt den Verlust eines Golfballs halt nicht ein und liest sich deshalb auch so schön unbeschwert. Das Glück verwandelt sich manchmal über Nacht in Unglück und kündigt sich nicht an.

LG Mondkalb
“Wenn man nicht weiß, wo man hin will, kommt man meistens woanders raus!”

elsbeth96
ist öfter hier
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Re: Blumentopf und Bier

Beitrag von elsbeth96 »

Hallo,
Thilos Geschichte kenne ich auch schon und finde es steckt viel Wahtheit drin.
Die Golfbälle die irgendwann einmal verschwinden werden, sind nicht zu ersetzen. Dieser Platz wird immer leer bleiben. Um so wichtiger sind die verbleibenden. Das habe ich schon in tiefen Lebenskrisen erfahren dürfen. Zum Glück. Es gibt kein größeres Gut oder Glück Menschen in seinem Umfeld zu haben, die einem über jedes Unglück hinweghelfen können.
Dann kann man sich auch immer mal an den kleinen Dingen im Leben freuen. Oder an einem guten Bier. :D

Liebe Grüße

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Eusebia
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Re: Blumentopf und Bier

Beitrag von Eusebia »

Mondkalb hat geschrieben:

Es gibt so unbeschwerte Aussagen wie von Eusebia wo das Leben anscheinend rund läuft, was ich ihr von Herzen gönne.

Die Aussage des Professors schließt den Verlust eines Golfballs halt nicht ein und liest sich deshalb auch so schön unbeschwert. Das Glück verwandelt sich manchmal über Nacht in Unglück und kündigt sich nicht an.
Hallo Mondkalb,

natürlich habe auch ich schon viele Verluste hinnehmen müssen und mein Leben läuft auch nicht immer "rund". :cry:

Ich habe mit 29 Jahren meine Mutter beerdigt und als ich 36 Jahren alt war, meinen Vater. Das war damals schon sehr hart. Sie fehlen mir auch heute noch nach 27 bzw. 21 Jahren.

Auch andere nahestehende Verwandte habe ich durch Tod verloren. Mein Cousin der war gerade mal 30 Jahre alt, Meine Cousine durfte nur 29 Jahre werden. Meine Schwägerin durfte nur 42 Jahre alt werden. Meine Tochter hat vor zwei Jahren ihr Baby in der 24. Schwangerschaftswoche verloren, da leidet man auch furchtbar mit.

Aber so ist halt das Leben. Das Leben ist nun mal kein Zuckerschlecken. Das Leben ist hart und wir müssen damit fertig werden. Ob wir das so wollen oder nicht. Da werden wir nicht gefragt.

Von diesen Schicksalsschlägen kann ich nicht einen ungeschehen machen. Das liegt nicht in meiner Macht.

Aber ich kann und muss weiter leben. Ob ich nun glücklich weiterlebe oder in Traurigkeit versinke, das liegt allerdings in meiner Macht. Das kann ich mir selbst aussuchen.

Und da keiner der Verstorbenen es gewollt hätte, dass ich mich aufgebe und nicht mehr aus dieser Traurigkeit herauskomme, so habe ich beschlossen mein Leben glücklich weiter zu leben. Schließlich hat man ja nur das eine Leben und da sollte man schon das Beste daraus machen. :D


@ elsbeth96,

irgendwie ersetzen sich die verloren Golfbälle doch nach einer gewissen Zeit. Früher waren z.B. meine Eltern für mich wichtig. Nach ihrem Tod sind meine Kinder und jetzt die Enkel das Wichtigste in mein Leben.

Aber auch Freunde und/oder Verwandte kommen und gehen. Ich hätte gar keinen Platz um unausgefüllte Löcher wegen der verloren Golfbälle in meinen Topf zu lassen. ;)

VG Eusebia
Wer sich nicht selbst helfen will, dem kann niemand helfen.
Hans A. Pestalozzi

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Mondkalb
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Re: Blumentopf und Bier

Beitrag von Mondkalb »

Eusebia hat geschrieben:
Also bei mir ist das aber eher so, dass ich mittlerweile zuviele Golfbälle habe oder einen zu kleinen Topf.

Ich habe schon länger das Gefühl, dass ich aus meinem Topf immer einige Golfbälle entfernen muss, wenn neue Golfbälle dazu kommen.

Früher hatte ich viel mehr Zeit mich um Freunde und Verwandte zu kümmern. Heute ist das so, dass ich mit meinen drei erwachsenen Kindern und meinen vier Enkeln ausgelastet bin und deshalb nur noch wenig Zeit bleibt mich um Freunde und Verwandte zu kümmern. So ist das eben. Man kann halt nicht alles haben. Auf jeden Fall habe ich ein sehr erfülltes Leben und möchte keinen Tag mit meinen Enkeln missen.

VG Eusebia


Hey Eusebia,

so wie du oben beschrieben hast so soll es doch sein. Die Botschaft meiner Gedanken ist wie ich merke angekommen. Wir haben alle wie wir hier sind früher oder später Verluste in unserem Leben zu verarbeiten, das ist der Lauf der Dinge.

Mein Leben ist auch nicht nur grau in grau, auch für mich scheint die Sonne. Trotz vereinzelter Rückschläge lebe ich überwiegend auf der Sonnenseite und dem bin ich mir „wieder“ bewusst. (2010-03.2012 vergessen :shock: :lol: )

Meine Probleme begrenzen sich auf gerade einmal vier an der Zahl. Rechtüberschaubar also, oder?

Eins verbindet mich mit euch davon und den daraus resultierenden Begleiterscheinungen. (Beeinträchtigung des Bewegungsapparates).

Der Verlust muss nicht immer mit dem Tod, sondern kann auch mit Menschen die sich von einem abwenden oder einem Entzogen werden zu tun haben.

Ich denke hier an den Elternteil denen die Kinder Entzogen werden und das zu ihrer Lebensaufgabe machen ihr Recht einzufordern, von dem wir wissen das Recht haben und bekommen zwei verschiedene Sorten sind.

PS: Ich habe keine Kinder und mit meinen Eltern bin ich wie zusammengewachsen! :|

LG Mondkalb
“Wenn man nicht weiß, wo man hin will, kommt man meistens woanders raus!”

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