Colitis, Schmerzen, Depression

Psychologischen Aspekte im Zusammenhang mit CED.

Colitis, Schmerzen, Depression

Beitragvon Maurice CU » Di 29. Mai 2018, 06:55

Hey,
das ist mein erster Forumsbeitrag und ich möchte einfach meine Geschichte teilen um zu sehen, ob ich mit dieser Art von Problem alleine stehe, oder ob es anderen ähnlich ging. Ich weiß nämlich nicht mehr weiter.
Ich bin 23 und mit 8 Jahren wurde nach 3 Monaten Krämpfe und Blutverlust Colitis diagnostiziert. Seitdem hatte ich ein paar Schübe die max. ein halbes Jahr andauerten. Bei Stress kann es schonmal zu mehr Krämpfen kommen, ohne das ein Schub entsteht.
Die aktuellen Probleme dauern jetzt 2 Jahre an. Es hat mit Krämpfen und leichtem Blutverlust angefangen und ging über in bis zu 15-20 Toilettengängen am Tag und teils abartigen Krämpfen und mehr Blutverlust. Ich musste meine Ausbildung zum Therapeuten abbrechen, da die Fehlzeiten über das zugelassene Maximum weit rüber gegangen sind, obwohl ich ein 1ser Schüler war. Sowas zieht einen echt runter. Ich kann schon nicht mehr zählen, wie oft ich beim Hausarzt oder Gastroenterologen war. Von Mesalazin aller art über Cortison habe ich schon einiges an Medikamenten genommen. Ende letzten Jahres wurde es sehr schlimm und die Krämpfe waren nicht mehr auszuhalten und was das Blut angeht.. Ich beschreibe es einfach mal grob und hoffe, dass Leute hier relativ offen umgehen können. Ich glaube jeder mit einer CED kann nachvollziehen, dass es schwer ist, offen drüber zu reden. Jedenfalls war so viel Blut dabei, dass es wie Wasser aus dem Darm kam und das komplette Klo war voll und 3-4 mal abputzen war komplett vollgesaugt voller Blut. Daraufhin wurde ich ins Krankenhaus überwiesen und ich habe der Ärztin ein Foto davon gezeigt. Sie meinte, sie hätte sowas noch nie gesehen und es müsste unmöglich sein, so viel Blut zu verlieren. Jedoch waren alle Blutwerte okay und bei der Darmspieglung war nur eine leichte Rötung zu erkennen, nichts schlimmes. Und da ist das Problem. Bei jeder Untersuchung in all den 2 Jahren wurde nie wirklich etwas festgestellt. entweder ist alles in Ordnung oder im schlimmsten Fall nur eine leichte Rötung. Mittlerweile verliere ich seltener Blut aber ich habe jeden Tag Krämpfe. Und wenn mal keine aktiven Krämpfe da sind, habe ich unten Links ausstrahlend bis in die Mitte ein konstantes Ziehen. Nach den 2 Jahren weiß ich nicht mehr wie es sich anfühlt, kein negatives Gefühl wie ziehen, Krampf o.ä. zu haben... Durch diese Sch*** habe ich meine Ausbildung verloren, ich habe jeden Tag Schmerzen die nicht weggehen und das zehrt am Mentalen. Ich habe komplett die Motivation verloren etwas zu unternehmen, weil ich eh nur Schmerzen habe und vllt. wieder der nächste Krampfanfall mit Durchfall kommt. Stress macht alles nur schlimmer, deshalb versuche ich Ihn so gut wie möglich zu umgehen und diese Isolation hat letztendlich zur Depression geführt.
Mein ganzes Leben und meine Ausbildung über habe ich alles gegeben, um Leuten zu helfen und sie zu unterstützen in schwierigen Phasen im Leben, jetzt da es mich selber betrifft bin ich nicht in der Lage mir selber zu helfen und stehe alleine damit da. Das Leben ist manchmal komisch.

Naja gibt es Leute die Ähnliche Erfahrungen gemacht haben? Wenn ja was hat euch geholfen da raus zu kommen?
Maurice CU
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Re: Colitis, Schmerzen, Depression

Beitragvon Mondkalb » Mi 30. Mai 2018, 17:43

Hallo Maurice,

habe Dir eine PN geschickt.

LG Mondkalb
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Re: Colitis, Schmerzen, Depression

Beitragvon hanna1504 » Mi 1. Aug 2018, 18:15

Hallo !
Wie geht es dir mittlerweile ?
Was nimmst du gegen die Schmerzen ein ?
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Re: Colitis, Schmerzen, Depression

Beitragvon TeeKluntje » Fr 17. Aug 2018, 17:25

Ich habe dir auch mal eine PN geschrieben. :)
Wir müssen ja sowieso denken, WARUM DANN nicht gleich POSITIV?
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ist öfter hier
 
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