Angst vor Darmkrebs

Psychologischen Aspekte im Zusammenhang mit CED.
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Mondkalb
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Re: Angst vor Darmkrebs

Beitrag von Mondkalb »

Hallo Silke,
das deine Angst sich legt freut mich und wie ich sehe schläfst du jetzt Nachts! ;)

Mit der Ernährung habe ich viel herumexperimentiert aber es ist mir nie etwas Beständiges Aufgefallen, wo ich sagen kann das ist der Schlüssel zum Erfolg, viel hängt es vom Zustand der Entzündung ab. Beim Ernährungsberater bekommen wir die Glorreiche Aussage alles Essen was wir Vertragen aber dies ändert sich leider ständig.
Mit der Besserung der Entzündung vertrug ich auch wesentlich mehr Lebensmittel und der Allgemeinzustand ging auch gleich nach oben.
Was ist aus dem Gedanken einer Psychosomatischen/ Psychotherapeutischen Hilfe geworden?
Die rektale Behandlung, unterstützend, die Neptun anspricht, sollte dein Arzt und du nicht ungenutzt lassen.

Ich wünsche dir einen nachhaltigen Erfolg mit deiner Behandlung, dir und deinen Kindern zuliebe.

LG Mondkalb
“Wenn man nicht weiß, wo man hin will, kommt man meistens woanders raus!”

Sillepille
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Re: Angst vor Darmkrebs

Beitrag von Sillepille »

Hallo,
hatte leider etwas Stress u kam nicht zum Schreiben....
Ich find es echt toll, dass ihr mir so detaillierte u hilfreiche Antworten schreibt!

Das Cortison soll jetzt ausgeschlichen werden,daher nehme ich es noch. Denke das müsste so ja auch richtig sein, da man es ja nicht von heut auf morgen absetzen soll.
Angestrebt ist eine Endeinnahme von125 -150 mg Aza. Wiege 58-59 kg.
Meine Endoskopie im Dezember ergab dasselbe Ergebnis. Mittelmäßig ausgeprägte Colitis. Da die Biopsien starke Blutungen verursacht haben sollen, hat der Prof auf die Abnahme vieler Biopsien verzichtet. Es waren circa zehn.
Rektal habe ich momentan nichts verschrieben bekommen, obwohl ich damit auch das Gefühl einer leichten Besserung hatte. Das werde ich noch einmal ansprechen.
Das mit dem indischen Flohsamen in Joghurt wusste ich noch nicht, das werde ich mal austesten!

Das was Mondkalb zur Ernährung schreibt, hab ich zum Teil auch so festgestellt. Aber irgendwie möchte ich da die Hoffnung nicht ganz aufgeben, dass man ernahrungstechnisch vielleicht doch eine Besserung der Symptome erreicht... ;)

LG
Sille

Sillepille
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Re: Angst vor Darmkrebs

Beitrag von Sillepille »

Ach ich vergaß:
Eine psychotherapeutische Behandlung hätte ich gerne. Da mich das mit den Ängsten u die hier auch häufig beschriebenen Panikattacken(kein Klo im Umkreis etc. ...) total stören und ich mir dadurch auch ein etwas entspannteren Umgang mit der Krankheit erhoffe. Ich habe das Thema beim letzten Mal beim Prof leider nicht angesprochen, habe aber bald wiederdie Möglichkeit bei der Blutkontrolle dazu. Gibt es denn Institutionen die speziell dafür zuständig sind oder geht man da zum "normalen" Psychotherapeuten....??

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Karin
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Re: Angst vor Darmkrebs

Beitrag von Karin »

Hallo!

Ich habe eine Psychiaterin hinzugezogen. Habe ihr die Probleme mit der Angst und den Angstzuständen erklärt. Ich mache jetzt eine Psychotherapie und parallel dazu nehm ich Sertralin. Das hilft etwas. Für Schlafstörungen hatte ich mal Opipramol. Das macht etwas ruhiger.

Ich glaube jeder der solche Situationen erlebt hat, dass man kein Klo findet , wird die Angst nicht mehr los.

Mittlerweile ist es auch bei mir an der Kasse, im Stau auf der Autobahn oder im Unterricht , wenn ich mit der Klasse allein bin. Die kann ich nicht allein lassen, wegen ihrer Behinderung. Super.

Also such dir erst mal einen FA für Psychiatrie. Der überweist dich an einen Psychotherapeuten und stellt die Medis ein

LG Karin
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Mondkalb
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Re: Angst vor Darmkrebs

Beitrag von Mondkalb »

Hey Sille,
ich habe mir jemanden auf dem Gebiet Psychosomatik gesucht, Gelbe Seiten.(Gelbe Seiten)
So etwas wie Verhaltenstherapie wollte ich nicht sondern mehr die Zusammenhänge erklärt bekommen, warum mir in so kurzer Zeit der Boden unter den Füßen entglitten ist und die Antwort auf die Frage warum mir keiner der Ärzte glaubt. Blutwerte super, aber hochaktive Colitis.
Auswirkung persönlicher Ereignisse auf meinen Verlauf. Wie baue ich wieder Vertrauen zu Ärzten auf. Seele und Körper als Einheit sehen/ erklärt bekommen.

LG Mondkalb
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Sillepille
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Re: Angst vor Darmkrebs

Beitrag von Sillepille »

Hallo,

weiß gar nicht, ob hier noch geschaut wird, aber ich probier es einfach mal. Hier waren so viele gut informierte Leidensgenossen drin...

Ich habe zwischenzeitlich einen Teil meines Darmes verloren: meinen Blinddarm ;) letzte Woche dienstag ging es abends plötzlich los mit Bauchschmerzen. Tagsüber ging es mir super. War noch laufen und beim Zumba gewesen....
Die Schmerzen wurden dann kontinuierlich schlimmer. Kannte ich von der CED gar nicht so. Blöd war, dass ich mit meinen Kids allein war, da mein Mann dienstlich in Süddeutschland unterwegs war. Ich scheute mich lange -aus Angst es sind doch nur verkappte Blähungen- meine Mutter anzurufen. Als dann Übelkeit und Kreislaufprobleme dazu kamen rief ich Punkt sechs meine Mutter an u direkt danach den RTW. Dieser kam so schnell, dass meine Mutter noch nicht da war, um die Kinder zu übernehmen. Paul schrie inzwischen wie am Spieß und musste vom RTW-Mann gefüttert werden, da ich zwischenzeitlich einen Kreislaufkollaps hatte...der Notarzt wurde nachgefordert u ich kam dann nach Eintreffen meiner Mutter ins Krankenhaus.
Bei der Ultraschalluntersuchung stellte der Arzt neben der Entzündung des kompletten Darmes (was ich ja wusste) auch den entzündeten Blinddarm fest. Jetzt war man sich unsicher, ob der Blinddarm zusammen durch die Colitis so entzündet ist oder eigenständig Ärger macht. Der Arzt meinte er hält das letztere für wahrscheinlicher, da normalerweise bei Crohn das so ist, dass die Entzündung durchwandert aber nicht bei meiner (Pan)Colitis. Es wurde dann eine Bauchspiegelung gemacht und siehe da, der Blinddarm hatte meinen Bauchraum schon voll geeitert und musste schnell entfernt werden.

Lange Rede, kurzer Sinn. Die Frage, die ich mir jetzt stelle ist:
Kann es sich denn eventuell umgekehrt verhalten??? Also kann der entzündete Blinddarm bei mir dafür gesorgt haben, dass der Colitisschub von der Geburt (im Oktober) weiterbestehen blieb und das Cortison nicht half bei absteigender Dosierung? Ich denke mal, dass der Blinddarm bei mir auch schon länger entzündet sein muss als ein paar Tage, oder?
Das witzige ist, dass ich mir die Frage gestern schon gestellt habe und heute morgen hatte ich seit Jahren das erste mal wieder richtig festen Stuhl ohne Zutun irgendwelcher Medikamente (selbst mit Medis hab ich das eigentlich selten).
Es wäre ja wichtig für mich, ob dies so sein könnte, bevor ich jetzt mit dem Azathiaprin beginne. Habe noch einen impftermin in zwei Wochen u dann geht es damit los.

Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder gehört....

LG
Sille

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curlygirl
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Re: Angst vor Darmkrebs

Beitrag von curlygirl »

Hallo Sille,

bei Deinen Fragen kann ich Dir leider nicht helfen.

Gut, dass Du die Blinddarm-OP so gut überstanden hast. Eine nette Vorstellung wieder Sani Deinen Kleinen füttert. Sehr sympathisch!
Liebe Grüße
Babsi

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