Sich als Belastung fühlen...

Psychologischen Aspekte im Zusammenhang mit CED.

Re: Sich als Belastung fühlen...

Beitragvon Thilo » Di 5. Feb 2013, 17:31

California985 hat geschrieben:....... Ich will nur, dass man mich in Ruhe lässt, wenn es mir schlecht geht und mir nicht noch Ratschläge gibt, was ja angeblich alles gut für mich ist.
Mich nervt es einfach nur, dass es immer heißt: Ach so ein bißchen Bauchschmerzen, dass geht vorbei. Oder anderen geht's viel schlechter. Sowas geht gar nicht und sowas sagt man auch nicht, sondern hält es bei sich. krank ist krank egal was man hat.


Hallo California,

ich kann mir schwer vorstellen, dass Du dein Anliegen hinsichtlich der Verschwiegenheit über Deinen Krankheitsverlauf "1000 mal" bzw. in aller Deutlichkeit in der Arztpraxis vorgetragen hast, ohne dass man dies nicht im Geringsten akzeptiert hat. Aber egal, Du wechselst ja jetzt den Arzt. Bleibt zu hoffen, dass es künftig besser läuft.

Deine Ausführungen lassen befürchte, dass es Dein soziales Umfeld nicht ganz einfach im Umgang mit Dir und Deiner Erkrankung hat. ;) Viele CED-Erkrankte wünschen sich ein Stück familiäre Anteilnahme am eigenen Krankheitsverlauf.

Gegen übermäßige "Fürsorge" hilft meist ein klares STOP, dass überwiegend akzeptiert wird, wenn es energisch ausgesprochen wird.

Gruß

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Re: Sich als Belastung fühlen...

Beitragvon glöckchen09 » Di 5. Feb 2013, 17:54

das kann ich nachvollziehen california, ich hasse es auch wenn man immer mit ach so tollen ratschlägen kommt-.-
mein freund is da toll, der is dann einfach da und lenkt mich ab=)
und vorallem nimmt er es mir nicht übel wenn ich malwieder meine launen hab=)
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Re: Sich als Belastung fühlen...

Beitragvon kalinka » Mi 6. Feb 2013, 15:44

glöckchen09 hat geschrieben:
...als belastung fühlen bei familie freunden usw das kenn ich..
ganz zu anfang hatte ich n heftiges gespräch mit meiner schwester...


Woooooow, das können wohl alle Schwestern! :lol:
Falls es dich tröstet: Meine ist genauso! ;)
Beim Essen nervt mich besonders, dass ich meistens Extra-Wurst bei z.B. Familienfeiern oder Essen bei Freunden fragen muss. Mich stört sehr, dass ich einige Sachen nicht vertrage und dann eine Ausnahme für mich gemacht wird :x
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Re: Sich als Belastung fühlen...

Beitragvon glöckchen09 » Mi 6. Feb 2013, 15:51

meine schwetser und ich verstehen uns seit diesem gespräch wieder super=)

was ich nich verstehe, dass mitm essen: du schreibst, du magst keine extrawurst, fragst aber nach anderem??

ich sag da nie groß was zu, ich esse das was ich vertragen kann.
oft esse ich aber auch daheim und komm dann erst nach dem essen dazu. is für mich am einfachsten
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Re: Sich als Belastung fühlen...

Beitragvon kalinka » Mi 6. Feb 2013, 16:05

Ich versteh mich mit meiner Schwester zum Glück auch wieder besser. Ich mags lieber, wenn man Sachen, die einen stören, direkt anspricht. Ist alles wieder gut (bis auf normalen schwesterlichen Hick-Hack :D )

Ich versuch auch, zu essen, was ich vertrage. Aber wenns z.B. an Omis 80.Geburstags ein großes Essen im Restaurant gibt, mit gleichem Essen für alle, direkt auf Tellern angerichtet am Platz serviert, dann ist es immer etwas doof, wenn ich frage, ob ich den Salat ohne Dressing bekommen kann (wegen der Lactose) oder ob ich das Hauptgericht ohne fettige Sauce hollandaise bekommen kann (auch wegen Lactose und weil ich Fett nicht gut vertrage) und den Nachtisch ablehne (Eis mit Sahne, Mousse au chocolat...) :x Solche Extrawürste nerven mich, ist ja auch irgendwie unhöflich, wenn man an fast jedem Gang was "zu quaken" hat :(

Wenn bei Freunden gegessen wird, kläre ich meistens vorher ab, was es zu Essen geben soll und nehme mir dann zusätzlich "meinen Kram" mit (z.B. lactosefreien Käse beim Raclette oder so).
Ich hoffe, nun ists für dich etwas klarer,wie ich das meinte? :)
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Re: Sich als Belastung fühlen...

Beitragvon glöckchen09 » Mi 6. Feb 2013, 16:09

wenn ich so zum essen eingeladen bin mit vorbestelltem essen für alle tu ich bei der getränke aufnahme immer kurz mit der bedienung reden und dann klappt das immer.in guten restaurants kennen die sich mit intolleranzen usw aus und bringen dann alles passend=)

und gute freunde von mir kochen mittlerweile lactosefrei wenn wir zusammen essen=)

bei großen feten wie zb silvester 2011 hab ich zuhause gegessen und bin erst danach auf die party, da hatt ich dann auch keine probleme=)
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Re: Sich als Belastung fühlen...

Beitragvon kalinka » Mi 6. Feb 2013, 16:13

Guter Tipp, danke. Werd mir beim nächsten Essen auch gleich eine Bedienung schnappen und das ansprechen! :D
Meine beste Freundin und ihr Freund haben seit neustem sogar ab und zu lactosefreie Milch für mich im Kühlschrank stehen :D Das ist so lieb von denen, denn die sind beide lactose-tolerant :lol:
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Re: Sich als Belastung fühlen...

Beitragvon Kerzenlicht » Mi 6. Feb 2013, 17:00

Hallo!

In guten bis mittleren Lokalen schappe ich mir auch immer eine Bedienung und hatte da noch nie Probleme. Einmal hat mich sogar der Koch in die Küche gebeten und hat gefragt ob diese und jene Zutaten in Ordnung wäre :shock: und ob die Zubereitung in der Pfanne mit Menge X an Fett (er hat sie mir gezeigt) in Odnung wäre, sonst würde es immer frietiert :shock: Das fand ich echt toll!

Bei Freunden heißt es meistens in der "Einladungsmail": "Wir machen heute XYZ beim Spieleabend! Jemand was dagegen?" Wir haben noch jemand mit einer bösen Laktoseintolleranz und zwei mit Allergien im Freundeskreis. Ober wir machen eine Art Buffet: Jeder bringt was mit und jeder kann von allem essen. An Festtagen (z.B. Weihnachten) gab es Raclett, da konnte ich mir dann auch das raussuchen, was ich vertrage, ohne "traurig" hinterher gucken zu müssen.

Viel schlimmer finde ich solche Sätze einer angeblichen Freundin:"Wir wollen morgen Essen gehen! Wer will mit? Ach ja, Dich brauchen wir ja gar nicht erst zu fragen, Du findest in dem Lokal eh nichts!" DAS nervt mich!
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Re: Sich als Belastung fühlen...

Beitragvon glöckchen09 » Mi 6. Feb 2013, 17:05

wow kerzenlicht, schön wie das alles funktioniert=)

nur die ,,angebliche freundin" geht ja garnich!! unfassbar!
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Re: Sich als Belastung fühlen...

Beitragvon Kerzenlicht » Mi 6. Feb 2013, 18:35

Aus diesem Gunde und noch aus anderen Gründen (wer nach unseren Katzen tritt, die nur neugiereig schnuppern wollen, der ist bei mir nicht mehr Willkommen!) ist sie nur noch eine "angebliche Freundin" und wird zu uns auch nie mehr eingeladen.

Manche Menschen sehen sich immer nur als Mittelpunkt der Welt, leider!
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