Psychotherapie, hilft sie??

Psychologischen Aspekte im Zusammenhang mit CED.

Psychotherapie, hilft sie??

Beitragvon daywalker66 » So 21. Dez 2014, 22:36

Würde gern mal wissen ob von euch jemand eine Psychotherapie macht? Mir wurde es von meinem Arzt geraten auch wegen Depressionen und Familiären Problemen.
Wer kann mir was dazu sagen?
Lg
Daywalker
Benutzeravatar
daywalker66
beginnt sich einzuleben
 
Beiträge: 10
Registriert: Mo 29. Sep 2014, 22:57
Wohnort: Hessen
Diagnose: cu seit 2012

Re: Psychotherapie, hilft sie??

Beitragvon Streifenhörnchen81 » Mo 22. Dez 2014, 11:18

Hallo!

Ich glaube, man kann das nie sicher sagen, ob eine Therapie hilft oder nicht. Das hängt von sehr vielen verschiedenen Faktoren ab. Es ist z. B. ein Unterschied, ob jemand mit "nur" einem Problem zum Therapeuten geht oder ob jemand fünf Probleme hat. Auch ist es immer davon abhängig, wie gut Patient und Therapeut harmonieren. Außerdem ist es wichtig, dass man sich voll und ganz auf die Therapie einlässt, d. h. man sollte wirklich alles erzählen (auch wenn man meint, dass dieses oder jenes nicht wichtig sei). ;)

Ich selbst mache momentan meine 2. Therapie. Mittlerweile bin ich bei der 40. Sitzung. Vieles ist leider noch nicht besser geworden, aber in einigen Dingen habe ich kleine Fortschritte gemacht. Bei mir ist es halt auch so, dass ich mehrere "Baustellen" habe. Also nicht nur die Cu, sondern auch traumatische Erlebnisse aus der Kindheit, Mobbing usw. :roll: In jeder Therapiestunde brechen die Emotionen, die sich über viele Jahre angestaut haben, aus mir heraus. Obwohl es bereits meine 2. Therapie ist und ich schon bei der 40. Stunde bin, fließen die Tränen immer noch in Strömen.

LG Streifenhörnchen81
Streifenhörnchen81
ist öfter hier
 
Beiträge: 32
Registriert: Mo 31. Dez 2012, 11:34

Re: Psychotherapie, hilft sie??

Beitragvon Mondkalb » Mo 22. Dez 2014, 16:17

Hallo Daywalker,

während einem schweren Schub habe ich mich in Professionelle Hände begeben, da ich merkte mit der Situation überfordert zu sein.
Die Hilfe besteht im Wesentlichen darin verschiedene Wege zu erkennen, diese werden nicht vorgegeben sondern zusammen erarbeitet. (Sichtweisen überdacht.)
Aus der zusammengetragenen Ist- Situation ergibt sich der Teil der unveränderbar ist/bleibt und den Teil der gestaltet werden kann. Hier bedarf es dann den Mut zu Veränderung bzw. den Weg der Akzeptanz.
Die Hilfe einer Therapie ergibt sich aus dem Vertrauensverhältnis zum Therapeuten und wie ehrlich man zu sich selbst ist, sich hierdrauf einlässt, hier stimme ich Streifenhörnchen zu.

LG Mondkalb
“Wenn man nicht weiß, wo man hin will, kommt man meistens woanders raus!”
Benutzeravatar
Mondkalb
Dauergast
 
Beiträge: 338
Registriert: Fr 21. Dez 2012, 20:32
Diagnose: CU

Re: Psychotherapie, hilft sie??

Beitragvon MCHammer » Di 23. Dez 2014, 20:58

Hallo Mondkalb und Streifenhörnchen 81,
es ist korrekt, der Weg ist das Zielo, egal, ob im Schneckentempo oder Geparden-Geflitze :roll:
Es gibt eine Anleitung, einen Hinweis, den man "verfolgen" kann oder auch nicht...
Insofern weiß ich nicht, ob 40 und mehr Stunden für Dich, Streifenhörnchen, erstrebenswert sind.
Für Deinen Therapeuten schon, sorry, es geht auch um das liebe Geld. Am Allerwichtigsten bleibt
auf jeden Fall, dass ein guter Therapeut die sinnvolle Stütze gibt und er froh ist, wenn sein
Schützling dieses möglichst bald und ergebnisorientiert umsetzen kann - ohne Therapeuten.
Es ist, im gewissen Sinne, auch ein Abnabelungsprozess hin zum "Sich-selbst-wahrnehmen", zum
Übernehmen der Verantwortung für sich selber.....
In diesem Sinne:
FROHE WEIHNACHTEN und einen lieben Bauch
Gruß
Wolfgang
Freundlichkeit ist eine Sprache, die Taube hören und Blinde lesen können.
Benutzeravatar
MCHammer
Dauergast
 
Beiträge: 289
Registriert: Fr 21. Dez 2012, 12:54

Re: Psychotherapie, hilft sie??

Beitragvon Mondkalb » Do 25. Dez 2014, 15:04

Hallo Wolfgang, ;)

auch Dir frohe Weihnachten und besinnliche Stunden.

LG Mondkalb
“Wenn man nicht weiß, wo man hin will, kommt man meistens woanders raus!”
Benutzeravatar
Mondkalb
Dauergast
 
Beiträge: 338
Registriert: Fr 21. Dez 2012, 20:32
Diagnose: CU

Re: Psychotherapie, hilft sie??

Beitragvon Mondkalb » Do 25. Dez 2014, 15:08

Was fällt mir zur Therapie noch ein?

Eine direkte Antwort hat meine Therapeutin (Sie steuert) eigentlich nie für mich, eher finde ich sie in meinen eigenen Worten.

Die Umsetzung ist teils nicht von heute auf Morgen gemacht, wenn viel gearbeitet wurde und dann die Reisleine gezogen wird um Ruhe ins Leben zu bringen, eine Menge Zeit auf einmal übrig ist, so muss „dieses Loch“ erstmal Sinnvoll gefüllt werden. Die Wandlung zum Guten im eigenen Sinne bringt dann auch gewisses Konfliktpotenzial mit der Umgebung mit sich.
Ab dem Zeitpunkt wo es heilsam für einen selbst wird, neue Gewohnheiten und „Rituale“ geschaffen zuhaben kann sich, erschwert von außen, also hinziehen.

Wichtig ist das sich bewegt wird um einen Fortschritt für sich selbst zu erkennen.

An die Vergangenheit gerichtet ist es wichtig sich die Frage zustellen ob das Bild was wir von früher haben noch der Wirklichkeit entspricht, oder es einen Teil gibt den wir, über die Zeit hinweg, selbst, unwissend, „erfunden“ haben, dadurch das die Zeit auch verwischt, dieses Bild dann aber als Real ansehen.
Erlebnisse aus der Kindheit können einschneidend sein, die Frage die sich mir stellt ist wieviel Gewicht sollte diesen noch zugeschrieben werden? Nichts ist es eigentlich Wert dass es irgendwann im Leben lähmt. Oft hilft einfach loslassen und sich nach vorne zu Orientieren und die Vergangenheit ruhen zu lassen.

LG Mondkalb
“Wenn man nicht weiß, wo man hin will, kommt man meistens woanders raus!”
Benutzeravatar
Mondkalb
Dauergast
 
Beiträge: 338
Registriert: Fr 21. Dez 2012, 20:32
Diagnose: CU

Re: Psychotherapie, hilft sie??

Beitragvon daywalker66 » Mo 5. Jan 2015, 09:18

Also,neues Jahr,neue Vorsätze, ich suche mir jetzt eine Psychotherapeutin,denke vom Gefühl her sollte es eine Frau sein,denke da kann ich besser reden....
So aber nun finde mal die richtige oder überhaupt mal eine,Wartezeiten bis,wer weiß ob ich dann noch lebe... ☺
Benutzeravatar
daywalker66
beginnt sich einzuleben
 
Beiträge: 10
Registriert: Mo 29. Sep 2014, 22:57
Wohnort: Hessen
Diagnose: cu seit 2012

Re: Psychotherapie, hilft sie??

Beitragvon MCHammer » Mo 5. Jan 2015, 13:38

Hallo daywalker66,
genauso machst Du´s...
Und egal, wo, ob Himmel oder Hölle, irgendwo sitzt eine Therapeutin schon `rum ;) ....
Alles Gute für das "Rest"-Jahr
Gruß
Wolfgang
Freundlichkeit ist eine Sprache, die Taube hören und Blinde lesen können.
Benutzeravatar
MCHammer
Dauergast
 
Beiträge: 289
Registriert: Fr 21. Dez 2012, 12:54

Re: Psychotherapie, hilft sie??

Beitragvon LittleMissSunshine » Mi 7. Jan 2015, 15:48

Hallo McHammer,

ich wünsche Dir ein frohes neues Jahr.
Dem Rest hier natürlich auch.

Ich habe folgende Meinung zu Deinem Thema: Mach alles was Dir gut tut. Heisst soviel wie, wenn Du ständig mit dem Gedanken spielst, dass Dir eine Psychotherapie gut tun würde, dann probiere es aus. Beenden kannst Du es immer noch, da Du sowieso erst einmal 5 Probesitzungen hast bevor ein Antrag bei Deiner Kasse gestellt wird.

Oftmals hilt reden und zwar mit Menschen die total Neutral sind.
Ich selbst befinde mich gerade mitten in einer Verhaltenstherapie und ich sage Dir es tut richtig gut.
Ich habe schon viel über ich herausgefunden, weshalb ich wie reagiere, welche Menschen mir gut tun und welche ich besser meiden sollte.
Bei mir hat es einiges losgetreten, in Gang gebracht und ich beginne zur Ruhe zu kommen.

Das was ich jedoch nicht vergessen darf, ich erarbeite alles selbst, mein Therapeut gibt mir nur eine Hilfestellung.
Bevor ich das alles begonnen habe und auch für mich die richtige Therapieform gefunden habe, habe ich mich lange mit dem Thema auseinandergesetzt und auch die Beratungsstelle der dccv angerufen, damit ich das Richtige für mich finde.

Lass Dich von deinem Bauch führen, er weiss was das Richtige für Dich ist. ;)

Lg und einen schönen Tag LittleMissSunshine
Es gibt nichts, was sich nicht durch ein Lächeln lösen ließe
LittleMissSunshine
beginnt sich einzuleben
 
Beiträge: 7
Registriert: Mi 16. Jul 2014, 12:17

Re: Psychotherapie, hilft sie??

Beitragvon MCHammer » Mo 12. Jan 2015, 20:54

@ Lass Dich von deinem Bauch führen, er weiss was das Richtige für Dich ist.

Das ist bei mir, Little Miss Sunshine, eine Fehlleitung, weil der führt mich immer zum nächsten
"Fressi Fressi" :lol:
Aber mal im Ernst, ich weiß, was Du damit sagen möchtest"
Vergiß bitte nur nicht, ab und zu den Verstand hinzuzuschalten, dann klappt`s - mit vielen Dingen.
Und Du befindest Dich in einem guten Prozess, nutze weiterhin die "Krücke", Deinen fachlichen
Begleiter. Du wirst schon merken, wenn Du wieder "ohne Krücken" laufen möchtest/kannst.
Gruß
Wolfgang
Freundlichkeit ist eine Sprache, die Taube hören und Blinde lesen können.
Benutzeravatar
MCHammer
Dauergast
 
Beiträge: 289
Registriert: Fr 21. Dez 2012, 12:54

Nächste

Zurück zu Psyche & CED

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast