Leben vor der Erkrankung

Psychologischen Aspekte im Zusammenhang mit CED.

Re: Leben vor der Erkrankung

Beitragvon Angela1968 » So 26. Jan 2014, 21:34

Tolle Frage. Da könnte man mich gleich fragten kannst Du Dich noch dran erinnern wie es in der DDR Zeit war? Dann würde ich sagen,ja in vielws kann ich mich erinnern, aber ich will mich nicht dran erinnern sosnt würde ich wieder meinem alten Leben nahchtrauern. Lieber versuche ich aus der heutigen Zeit das Beste zu machen. So halte ich es auch mit meiner Colitis.

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Re: Leben vor der Erkrankung

Beitragvon Setsuko » So 16. Feb 2014, 19:12

Hallo Zusammen,

ich habe jetzt seit ca. 8 Jahren die Diagnose MC. Und ja, ich kann mich noch prima an die Zeit davor erinnern. Ich konnte alles essen, alles trinken, musste mir keine Gedanken machen wo die nächste Toilette ist, es ewar einfach super toll. Auf Partys konnte man ohne Probleme die Sau raus lassen ohne das man anschließend Bauchkrämpfe hatte man musste einfach auf nix aufpassen... ja diese Zeit hätte ich gerne wieder :|

@ Angela: Natürlich muss man mir dem Hier und Jetzt klarkommen und die Sache auch akzeptieren, trotzdem darf man aber noch in Erinnerungen schwelgen, denn diese Zeit war immerhin auch ein Teil unseres Lebens und sollte genauso angenommen werden wie die Zukunft.

In diesem Sinne
LG Setsuko
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Re: Leben vor der Erkrankung

Beitragvon Leinelchi » Mo 3. Mär 2014, 12:26

Hallo,

zurück schauen bringt nichts.

Habe mühsam gelernt (brauchte 5 Jahre dazu!) die guten Tage endlich voll zu genießen, auszukosten.

In Remission kam ich erst, als ich die schwierige Baustellen in meinem Leben (Verhältnis zu den Eltern, in der Arbeit) endlich für mich geklärt hatte, teilweise trastische Veränderungen herbeiführte und nun einen für mich besseren Weg gehe. Mehr Ausgeglichenheit erlangte ich durch einen naturheilkundlichen Arzt, der meinen Weg immer wieder mit wechselnden Tropfen unterstützt, mir auch immer wieder Tips gibt, wie ich noch besser mein Leben leben könnte. Es ist ein oft harter, nicht immer einfacher Weg, erfordert viel! So einfach verändert man nicht alte Verhaltensweisen. Auf das Bauchgefühl hören ist auch nicht immer leicht durchsetzbar.

Sport, gesunde Ernährung sind wohl selbstverständliches Beiprogramm.

Klar ist, dass wenn wieder Durchfall, Bauchweh, Übelkeit kommen, ich erst mal ziejlich deprimiert bin. Doch ich versuche dann an die guten Tage zu denken, mich in Geduld zu üben. Und siehe, es geht dann wieder langsam aufwärts!

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Re: Leben vor der Erkrankung

Beitragvon Sunweather » Mo 3. Mär 2014, 19:07

Hey
also ich leide jetzt auch schon seit 4-5 Jahre an CU. Wie die meisten sagen zurückschauen bringt nichts. Wir leben im hier und jetzt. Klar man denkt gerne an die sorglose zeit zurück.
Also was ich gerne auch mache ist. Pizza essen, Chinesisch und was es alles an fettigen sachen gibt. Na klar das recht sich das schon nach ein paar stunden oder am nächsten tag, aber man muss sich auch mal was können. Wir halt am nächsten Tag ein Zwieback und Suppentag gemacht. :lol:
Man könnte es sehen wie mit alkohol, wenn man am nächsten morgen aufwacht und sagt nie wieder. Man hat zwar einen lernefekt für kurze zeit, aber man macht es trotzdem immer wieder.
Also ich probiere mein leben wie früher zuleben, wenn mir mein Darm das auch erlaubt. ;)

Lg Sun
Für jeden gibt es sein Wunder und ich bin froh das ich meins gefunden habe <3
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Re: Leben vor der Erkrankung

Beitragvon 56ooooo56 » Sa 5. Apr 2014, 12:52

Hallo Ihr da drausen,
Melancholie ist ja speziell im Winter, dunkle trostlose Zeit, immer mal dran. Bei mir auch:
- 15 Jahre CU...
- Hoffnung und Enttäuschung wechslen sich ab...
- Erinnerungen habe ich schon noch an die Zeit, in der ich einfach mal, egal was, machen konnte:
--> früh Morgens loslegen, losfahren, losrennen (wie ein Blöder...)
--> Kaffee saufen --> Bier trinken --> Kuchen essen --> Eis schlabbern

Aber ich habe bis heute nicht aufgegeben und Ihr bitte auch nicht!!!

Ich kann die Krankheit eigentlich nicht annehmen oder mich damit zufireden geben, dass das jetz immer so bleibt, das ist für mich nicht fest geschrieben.

Mut machen mir Menschen, welche sich trotz ihrer Krankeit "durchschlagen" und nicht aufgeben, so wie viele hier.

Ausserdem bin ich Christ, ich glaube an Gott. Leider erfüllt er meine Wunschvorstellungen vom Leben nicht aber so funktioniert das wahrscheinlich auch nicht. Das Leben ist kein Wunschkonzert. Krankheit, Ungerechtigkeit, Tod, Hass, Leid usw. sind alles Dinge die diese Welt hier prägen. Ich hoffe darauf, dass ich dann mal am Ende bei ihm "landen" werde, mal sehen. Ich glaube trotztdem, dass er mich sieht und dass es ihn auch total schmerzt bei dem "was hier los ist". Ich habe nichts zu verlieren und hoffe, dass er bei mir ist - wenns richtig schlimm kommt. Trost, Hoffnung, Liebe, Annahme, das sind Dinge die ich bei ihm suche und finde.

Ein Stück(chen) Heilung habe ich durch die Lecithin-Thematik erfahren. War allerdings richtig Arbeit, bis das bei mir funktioniert hat.
Ausserdem denke ich, das die Ernährung´(Stichwort: Kohlenhydratarm) eine wichtig Rolle spielt.

Liebe Grüße!
t.
56ooooo56
fühlt sich wohl hier
 
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