Psyche fährt Achterbahn

Psychologischen Aspekte im Zusammenhang mit CED.

Re: Psyche fährt Achterbahn

Beitragvon Trüffel » Sa 12. Jan 2019, 23:16

Hallo glöckchen09, wie sieht's bei dir mit deiner Traumatherapie aus? Ist sie schon angelaufen?

LG und alles Gute
Trüffel
Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind;
wirklich arm ist nur, der nie geträumt hat.

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Re: Psyche fährt Achterbahn

Beitragvon glöckchen09 » So 13. Jan 2019, 16:21

hey trüffel,

am mittwoch ist miene erste sitzung. bin gespannt=)

kann dir dann gerne berichten.

grüße glöckchen09
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Re: Psyche fährt Achterbahn

Beitragvon Trüffel » Mo 14. Jan 2019, 21:10

Dann wünsch ich dir einen guten Start in deine erste Sitzung!
Bin schon gespannt, was du berichtest!

LG
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Re: Psyche fährt Achterbahn

Beitragvon Trüffel » Mo 29. Apr 2019, 09:48

kurzer Zwischenbericht:
Ich hatte mich entschieden, eine Psychotherapie zu machen, bin dann aber wieder davor zurückgeschreckt, weil ich einfach keinen Termin bekommen habe: Entweder waren die Therapeuten nicht zu erreichen - und falls doch, dann hatten sie Wartezeiten über ein Dreivierteljahr.
Nun habe ich doch endlich den Mut gefunden, das Telefon zu schnappen und die KVB-Servicestelle anzurufen.
Fazit: Der erste Termin wird gut eine Woche nach meinem Anruf sein. Ich bin schon ziemlich überrascht, dass es so schnell geht.

Ich bin sehr gespannt, wie es wird, was der Psychotherapeut sagt bzw. wie es weitergeht.

LG Trüffel
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Re: Psyche fährt Achterbahn

Beitragvon Headway » Di 21. Mai 2019, 11:05

Neben meinem MC leide ich aufgrund meiner Kindheit ebenfalls unter kPTBS. Eine Traumatherapie würde ich persönlich nicht als erste Instanz wählen. Zuerst musst du dich stabilisieren, da ist ein Verhaltenstherapeut auch schon die richtige Anlaufstelle. Und wenn du intensivere Betreuung benötigen solltest, dürfen Therapeuten mittlerweile sogar in psychosomatische Kliniken einweisen. Hat meiner letztes Jahr mit mir gemacht, kam ohne Probleme bei der KK durch.

Ich werde in zwei Monaten eine Traumatherapie beginnen, aber da sich bei mir sehr viel angesammelt hat, werden das harte Zeiten. Mein Psychotherapeut war Verhaltenstherapeut, hatte aber Zusatzqualifikationen und hat mit mir auch was Körpergefühl und weitere Dinge angeht, bearbeitet. Auch die Sache mit meinem MC hat er mitverfolgt und mich betreut. Zusätzlich hat er mich wieder soweit stabilisiert, dass ich nun die Traumatherapie machen kann.

Zusätzlich habe ich mir noch Ergotherapie und Physiotherapie genehmigen lassen. Privat zahle ich meine Kunsttherapie. Vielleicht helfen dir diese Ansätze ebenfalls weiter.

Aber schau dir den Therapeuten an. Es kann übrigens etwas dauern, bis du eine Veränderung bemerkst. Bei mir waren es zwei Jahre bis es mir bewusst wurde. Daher nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Lass dir Zeit.
Headway
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Re: Psyche fährt Achterbahn

Beitragvon Trüffel » Di 21. Mai 2019, 17:09

Hallo Headway, danke für deine Rückmeldung und deinen Erfahrungsbericht!

Der Psychotherapeut, bei dem ich bin, bietet auch Traumabehandlung an. Er hat gemeint, dass es jetzt erstmal wichtig ist, eine gute Basis zu schaffen, auf der dann später mit einer Traumatherapie begonnen werden kann. Das finde ich sehr vernünftig.

Für deine Traumatherapie wünsche ich dir viel Kraft!

LG Trüffel
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Re: Psyche fährt Achterbahn

Beitragvon Trüffel » So 2. Jun 2019, 23:02

Was ich euch schreibe, begleitet mich schon über einen langen Zeitraum, aber jetzt brennt es so sehr, dass es einfach mal raus muss...

Ihr kennt es bestimmt auch: Man ist draußen unterwegs, ein kleiner Spaziergang, ein Einkauf... Und dann trifft man wen und bekommt die Frage gestellt: "Wie geht's dir denn jetzt inzwischen?"
Ja - und was soll ich da sagen?
Inzwischen sage ich bei den meisten nur: "Ja, gut, passt schon." Weil was anderes wollen die ja sowieso nicht hören.
Schlimmer ist die Aussage: "Man merkt, dass es jetzt endlich aufwärts geht!" - Das habe ich zu einem Zeitpunkt zu hören bekommen, als ein Medikament nach dem anderen versagt hat, ich nur noch ein Gerippe war, mehrere OPs in wenigen Monaten hatte und selbst nicht mehr wusste, wie ich mich noch irgendwie auf den Beinen halten soll.
Habe ich ehrlich geantwortet, musste ich mich rechtfertigen.
Wollen meine Mitmenschen nicht wahrhaben, wie es mir geht? Oder sehen sie es gar nicht? Sind sie selbst komplett überfordert mit der Situation?
Das Letzte, das ich brauche, ist jegliche Form von Mitleid. Aber Vorwürfe sind genauso schlimm. Ich habe mir meine Krankheit ja nicht selbst ausgesucht! Ich wäre auch froh, ich hätte sie nicht. Aber ich kann es nicht ändern.

Ich habe über die Jahre hinweg meinen Schmerz und auch meine Ängste in mich hineingefressen. Nur die Menschen, die mir sehr nahe stehen, wissen, wie es mir wirklich geht. Das In-sich-Hinein-Fressen macht sehr einsam und ich fühl mich oft allein. Auch wenn ich eine Familie habe, die hinter mir steht, kann und will ich sie nicht so sehr belasten.

Es kostet mich mehr Kraft, zu sagen wie es mir wirklich geht, als einfach ein künstliches Lächeln aufzusetzen und zu sagen: "Passt alles." Und offenbar ist mein Gegenüber auch zufriedener mit einer gelogenen Antwort als mit der Wahrheit, denn da bekomme ich dann keine blöden Kommentare und Anschuldigungen.
Ich würde gerne sagen, was Sache ist, wie ich mich fühle, wie es mir geht. Aber mir fehlt die Kraft dazu.
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