Ansätze zur Eigentherapie

Psychologischen Aspekte im Zusammenhang mit CED.

Ansätze zur Eigentherapie

Beitragvon Jonesi04 » Mo 15. Jul 2013, 11:25

Hallo zusammen,

hier mal ein kleines Thema von mir, das mir nach dem Lesen einer Beitäge in diesem Unterforum, unter den Nägeln brennt.

Langfristige/chronische Krankheiten bleiben ja leider nur selten ohne Folgen für die Psyche. Die ist aber nun mal ein kleiner Naivling, der nur all zu bereitwillig alles das glaubt, was wir ihm einreden. Das Problem dabei ist nur, dass die Psyche umgekehrt auch Einfluss auf unser körperliches Wohlbefinden hat. Im guten und im schlechten. Entsprechend motiviert können wir uns selbst helfen oder auch schaden. Nur wie sich entsprechend motivieren? Krankheiten wie die unseren hat man zwar auf ewig am Hals, doch den Krankheitsverlauf kann man schon beeinflussen. Eventuelle Schübe kann man zwar nie ganz ausschließen aber wenn man die auf ein akzeptables Minimum reduziert, ist das auch schon mal viel wert? Nur wie entsprechend motivieren. Viele sind schlecht drauf, weil es ihnen schlecht geht und umgekehrt geht es uns schlecht, weil wir schlecht drauf sind. Ein Teufelskreis, wenn nicht sogar ein Strudel.

Doch wie entsprechend motivieren? Am besten ist es sowieso sich keine Gedanken zu machen. Sich aktiv mit seiner Krankheit auseinander setzen ist okay, man muss sich aber nicht unbedingt von früh bis spät damit beschäftigen oder schlimmstensfalls andere damit nerven. Sich so viel abzulenken wie möglich ist immer gut. Filme oder Romane z. B. Was, das einen anspricht oder mit dem man sich selbst identifizieren kann. Vor allem die leichte Unterhaltungsliteratur bietet mit ihren aus der Erzählerperspektive erzählten Geschichten, einige recht gute Denkansätze. Gibt's auch für Männer ;) .Egal, welche Lebenslage betreffend. Anstelle sich also mit den eigenen Problemen zu beschäftigen, sich lieber mit den niedergeschrieben Problemen anderer zu beschäftigen, um darin eine Lösung zu finden.

Man muss auch die kleinen Dinge im Leben zu schätzen lernen. Zwei Stunden im Kino gewesen zu sein, egal ob der Film käse war, ist auch schon viel wert, wenn man in den zwei Stunden kein einziges Mal an seine Krankheit gedacht hat. Oder die Dinge auch als das sehen, was sie sind. Viele mögen bei drei Regentropfen ein Gesicht ziehen, als ginge morgen die Welt unter. Es ist aber doch nur ein wenig Wasser. Wer sich davon beeinflussen lässt, hat entweder keine anderen Probleme oder macht eines draus, um sich von seinen anderen Problemen abzulenken. Wer weiß das schon? Das ist deren Problem. Wieviele haben auch alles und sind doch nicht glücklich, egal was betreffend, Arbeit, Beziehung/Familie, Geld, Gesundheit, etc.? Während einige, die nichts von allem dem haben und von da an nur noch gewinnen können, ganz gut durch's Leben kommen? Das sogenannte Hans-im-Glück-Syndrom.

All das kann eine Bereicherung für unser Leben sein aber auch ein Boomerang, der sich auf den Verlauf unserer Krankheit auswirkt. Mit Medis kann man zwar ganz gut die Symptome behandeln aber nicht die Ursachen. Der stressige Job wird dadurch nicht weniger stressig, die nervigen Arbeitskollegen dadurch nicht weniger nervig und aus der unglückliche Beziehung wird auch nicht gerade eine glückliche. Es sei denn man will sich mit irgendwelchen Psychopharmaka zuballern und fortan als gefühlsunfähiger Halbzombie durch die Gegend schlurfen. Das ist es nun wirklich nicht wert.

Nur mal so als Denkansatz. Vielleicht möchte der eine oder andere noch ein wenig dazu beitragen.

Gruß,

Bernie
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Re: Ansätze zur Eigentherapie

Beitragvon Konrad » Mo 15. Jul 2013, 17:20

Moin Bernie,

sehr schöner Text von Dir, der genau das empfiehlt, was sich eigentlich jeder auf die Fahne schreiben sollte: Positiv denken trotz widriger Umstände, sei es ein Schub, eine OP, oder andere unschöne Sachen.

Manchmal ist das aber sehr schwierig, vor allen Dingen wenn man von Krankheitsverläufen hier liest, die man sich als Aussenstehender nur schwer vorstellen kann. Wenn die Misere, so nenn ich es mal, nicht nur ein paar Wochen oder Monate geht, sondern ein ständiger Begleiter über Jahre ist. Dann kann man durchaus Probleme psychischer Art kriegen, die allein nicht mehr zu bewältigen sind. Das betrifft irgendwann nicht nur die Menschen, die sowieso ein wenig pessimistisch eingestellt sind, sondern mit größerer Fortdauer des Leidensweges auch diejenigen, für die das "Glas immer halbvoll" (statt halbleer) ist. Das ist dann der Moment, wo man externe Hilfe beanspruchen sollte. Aber der Übergang ist so fliessend, wer erkennt den Handlungsbedarf? Im günstigsten Fall man selber oder das jeweilige direkte Umfeld.

Jedoch denke ich, Dein Anliegen ging mehr in die weniger schlimmen Verläufe, und da ist die anfangs erwähnte positive Grundeinstellung sehr hilfreich. Man muss lernen, sich mit seinen Handycaps zu arrangieren, sei es die dauernde Ausschau nach einer Toilette, oder die Wundversorgung, ... Das ist alles machbar, wenn nicht heute weil es gerade nicht geht, dann doch morgen, oder nächste Woche.

LG Konrad
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Re: Ansätze zur Eigentherapie

Beitragvon Thilo » Mo 15. Jul 2013, 18:45

Jonesi04 hat geschrieben:.........Langfristige/chronische Krankheiten bleiben ja leider nur selten ohne Folgen für die Psyche. Die ist aber nun mal ein kleiner Naivling, der nur all zu bereitwillig alles das glaubt, was wir ihm einreden. Das Problem dabei ist nur, dass die Psyche umgekehrt auch Einfluss auf unser körperliches Wohlbefinden hat. Im guten und im schlechten. Entsprechend motiviert können wir uns selbst helfen oder auch schaden. Nur wie sich entsprechend motivieren? Krankheiten wie die unseren hat man zwar auf ewig am Hals, doch den Krankheitsverlauf kann man schon beeinflussen. Eventuelle Schübe kann man zwar nie ganz ausschließen aber wenn man die auf ein akzeptables Minimum reduziert, ist das auch schon mal viel wert? Nur wie entsprechend motivieren. Viele sind schlecht drauf, weil es ihnen schlecht geht und umgekehrt geht es uns schlecht, weil wir schlecht drauf sind. Ein Teufelskreis, wenn nicht sogar ein Strudel........


Hallo Bernie,

ich schrieb mal zu diesem Thema (wer`s kennt, kann`s überlesen):

„Nie mehr mutlos, ängstlich und verzweifelt !“

Wer ein solches Versprechen mit einer Pille, einer Broschüre, oder eines Vortrages wahr und
im Alltag erlebbar machen könnte, würde über Nacht zum Millionär.

Aus vielen Foren-Einträgen lese ich heraus, dass häufig große Unsicherheit, Angst und auch
Verweiflung angesichts der bestehenden Lebensumstände vorherrscht. Viele Betroffene
suchen fieberhaft nach einer Lösung für ihre Probleme, sind aber oft nicht bereit ihr Verhalten
und ihre Lebenseinstellung einmal gründlich auf den Prüfstand zu stellen.

Angesichts der Tatsache, dass jeder fünfte Deutsche an Depressionen leidet, klingt die
Überschrift meines Eintrages wie eine Provokation. Wenn man sich aber einmal vor Augen
führt, dass die meisten Menschen durchaus Handlungsmöglichkeiten haben, sieht die Sache
schon wieder ganz anders aus.

Auch MC- oder CU–Erkrankte durchleben angesichts ihres langwierigen und fortschreitenden
Krankheitsverlaufes häufig Phasen erheblicher Niedergeschlagenheit. Sei es, dass die
Medikamente nicht die erhoffte Wirkung erzielen, dass Ärzte nicht genügend Zeit für ihre
Probleme haben, oder dass immer wieder aufs Neue erhebliche gesundheitliche Probleme
auftauchen, die uns vom Alltagsleben und unserem sozialen Umfeld weitgehend
ausschließen.

Oft raubt eine einzige schlechte Erfahrung den Menschen allen Mut und es fehlt ihnen die
Courage, es immer wieder neu zu probieren. Durchaus verständlich. Wer bspw. einmal bei
imperativem Stuhldrang ( unvorhersehbare Durchfälle mit Vorwarnzeiten im
Sekundenbereich) keine Toilette in der Nähe hatte und als „Hosenschisser“ da stand, möchte
eine solche Situation nicht noch einmal erleben.

Aber: Wer ständig Angst vor Versagen oder Fehlern hat, oder zu sehr auf die Reaktionen
seiner Mitmenschen schaut, lebt eigentlich immer mit angezogener Handbremse. Wer
dagegen denkt „Ich stelle mich erneut dieser Herausforderung“ hat schon mit der
schrittweisen Lösung seiner Probleme begonnen.

Es gibt meiner Ansicht nach aber auch viele Erkrankte, die moderate und milde
Krankheitsverläufe verzeichnen und denen eher negativer Stress, hohe familiäre Belastungen
und ihre Lebensumstände erhebliche Probleme bereiten, da sie sich nicht belastbar fühlen.
Wie könnte eine Lösung aussehen um generell mit dem Thema Mutlosigkeit, Angst und
Verzweiflung entschlossen umzugehen ?

In den 80-iger Jahren wurde oft die These vertreten: „Sie haben Morbus Crohn ? Das ist doch
die Krankheit der Perfektionisten“. Wenn auch diese These keiner wissenschaftlichen
Überprüfung standhält, enthält sie doch ein Körnchen Wahrheit.

Perfektionisten werden zwangsläufig unglücklich. Man scheitert an den eigenen Ansprüchen.
Jeder Mensch macht Fehler. Enttäuschung und Streit gehören zu jedem menschlichen
Zusammenleben. Niemand kann ständig Höchstleistungen bringen und niemand kann immer
gut aussehen. Gerade diese Unzulänglichkeiten machen unser Leben reicher.

Die meisten Menschen denken: Ich muss mich ständig anstrengen, ich bin nie gut genug, ich
darf mich niemals gehen lassen, andere sollen nicht spüren was ich denke und fühle. Im
Beruf, im Haushalt und sogar in der knapp bemessenen Freizeit, immer wird Höchstleistung
von uns verlangt. Nur dann finden wir Lob und Anerkennung unserer Vorgesetzten, unserer
Mitmenschen und sogar von uns selbst.

Diese innere Haltung geht oft noch so weit, dass wir selbst dann, wenn wir Stille und Ruhe
benötigen, diese nicht finden, weil uns volle Terminkalender und fragwürdige
Freizeitaktivitäten immer neu antreiben. Wir werden rast- und ruhelose Menschen, die nicht
zu sich selbst finden können und auch für Mitmenschen wahnsinnig anstrengend sind.

Da gibt es das Beispiel vom Zirkuspferd`chen: Ihm wurde nur beigebracht in der Manege
fortwährend im Kreis zu laufen. Das Pferd`chen kannte nichts anderes. Dennoch existiert
auch die andere Pferdewelt: Grüne Weiden, klare Bäche und strahlend blauer Himmel.

Was bedeutet dieses Beispiel für unser Leben ?

Auch wir sollten uns nicht ständig im Kreis drehen. Wir sollten einmal inne halten und unser
Leben und unser Handeln grundsätzlich neu überdenken. Jeder Einzelne von uns darf sich
zugestehen: „Ich bin gut genug, wie ich bin.“ Anstatt die Ansprüche an uns selbst immer
höher zu schrauben, sollte jeder für sich eine Grundhaltung von Dankbarkeit entwickeln.
Entschleunigung und Zufriedenheit in unserem Leben können weiterhin zu einer
Verbesserung der Lebenssituation führen.

Mutiges Vorwärtsgehen beginnt bereits in unserem Denken. Wie ein Mantra können wir uns
trotz aller Beschwernisse jeden Tag neu sagen:

1. Heute werde ich mich freuen und einen wunderbaren Tag haben

2. Ich werde für alle, mit denen ich in Berührung komme eine große Hilfe sein

3. Über das, was ich heut schaffe, und seien es nur ganz kleine Schritte, werde ich mich
freuen und am Ende des Tages dankbar sein

4. Ich bin dankbar für jede Hilfe von meinem Mitmenschen und ich zeige ihnen meine
Dankbarkeit.

Wer immer mehr will, immer perfekt sein will und sich selbst stets das Letzte abverlangt, wird
zwangsläufig eines Tages leer und ausgebrannt sein. Die Pest unserer Zeit, die immer mehr
um sich greift und die unser Leben nachhaltig negativ beeinflussen kann

Wir sollten uns die Hürden nicht so hoch legen, dass wir sie nicht überspringen können.
Selbst wenn wir unter der Hürde durch laufen kommen wir zum Ziel !

Es lohnt sich, einmal darüber nachzudenken.


Kurze Ergänzung: Für viele Menschen scheint der Gedanke an eine (chronische) Erkrankung in ihrer Lebensolanung überhaupt nicht vorzukommen. Als langjähriger Nutzer dieses Forum beobachte ich schon über viele Jahre hinweg, dass die Diagnose einer CED bereits ausreicht, um in tiefes (psychisches) Loch zu fallen. Für Erkrankte mit relativ moderaten Krankheitsverläufen sind oft recht harmlose Symptome "der Weltuntergang" und Menschen mit außergewöhnlich schweren Krankheitsverläufen tragen die Folgen ihrer Erkrankung mit stoischer Gelassenheit.

Im allgemeinen wird uns jeden Tag aufs Neue vorgegauckelt, dass nur die Gesunden und Tatkräftigen auch die Erfolgreichen sind - die Leistungsträger unserer Gesellschaft. Wer will da nicht dazugehören? Eine Erkrankung und alleine schon das Gefühl, künftig nicht mehr dazuzugehören reicht bereits aus, um Träume junger Menschen mächtig ins Wanken bringen; gar zu zerstören.

Kaum etwas kann die psychische Verfassung eines Menschen so schwer belasten, wie eine chronische Erkrankung. Besonders die Auswirkungen der Erkrankung, die zum Tabubereich zählen, stigmatisieren. Menschen, die an einer CED erkrankt sind, haben aber heutzutage die Chance, mit dem Einsatz geeigneter Medikamente und Therapien ein nahezu beschwerdefreies Leben zu führen. Die weit überwiegende Zahl aller 320.000 erkrankten Menschen lebt ein Leben, dass Gesunden gleichgestellt ist. Hier sollten wir uns durch die Konzentration von "schweren Fällen" hier im Forum nicht täuschen lassen.

Was tut Not: Ein wenig mehr Gelassenheit im Umgang mit einer beherrschbaren Erkrankung. Ein Stück Gelassenheit kann man auch erlernen, wenn man denn auch will. Nicht jeder blutige Pups muss zwangsläufig ein neuer Schub bedeuten, nicht jeder Tropfen Blut muss Panik auslösen und nicht jede beschriebene Nebenwirkung eines Beipackzettels muss auftreten. Sich ständig Sorgen kann die Seele auffressen und das für uns vorgesehene Leben geht schneller an uns vorbei, als wir uns das vorstellen vermögen.

Legen wir doch unsere Hoffnungen auf ein gutes und ausgefülltes Leben trotz CED mit Hilfe unserer Ärzte und zur Verfügung stehender Medikamente. Legen wir doch unser Hoffnungen auch ein Stück auf die vielen Erkrankten, denen es gut geht und schauen wir nicht nur auf die wenigen schweren Verlaufsfälle, die hier im Forum offenbar werden.

Hin und wieder die eigenen Probleme relativieren bedeutet klarer zu sehen und die psychische Verfassung nachhaltig zu verbessern. Angst und übermäßiges Sorgen machen obendrein unsere Seele krank.

Gruß

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Re: Ansätze zur Eigentherapie

Beitragvon Mondkalb » Di 16. Jul 2013, 20:47

Konrad hat geschrieben:Jedoch denke ich, Dein Anliegen ging mehr in die weniger schlimmen Verläufe, und da ist die anfangs erwähnte positive Grundeinstellung sehr hilfreich.


So sehe ich es auch Konrad, die Situation ins Kino zu gehen während eines fulminanten Schub ist halt nicht immer gegeben, die Hürden eben höher. Für leichtere Verläufe aber zutreffend.

Konrad hat geschrieben: Das ist alles machbar, wenn nicht heute weil es gerade nicht geht, dann doch morgen, oder nächste Woche.
Konrad hat geschrieben: Das betrifft irgendwann nicht nur die Menschen, die sowieso ein wenig pessimistisch eingestellt sind, sondern mit größerer Fortdauer des Leidensweges auch diejenigen, für die das "Glas immer halbvoll" (statt halbleer) ist.


Konrad, ich sehe, du bist sensibel genug um das Ganze in einem feiner abgestimmten Bild zu sehen.


Thilo hat geschrieben:Legen wir doch unsere Hoffnungen auf ein gutes und ausgefülltes Leben trotz CED mit Hilfe unserer Ärzte und zur Verfügung stehender Medikamente.


Ich wünsche dem Patienten einen versierten Arzt an seine Seite.

LG Mondkalb
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Re: Ansätze zur Eigentherapie

Beitragvon Konrad » Mi 17. Jul 2013, 20:19

Hi Mondkalb,

ich vermute mal, wir haben eine ähnliche Denkweise :)

LG Konrad
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Re: Ansätze zur Eigentherapie

Beitragvon Mondkalb » Do 18. Jul 2013, 17:48

Hey Konrad,

mir ist aufgefallen, nicht nur die Denkweise ähnelt sich, auch die Zeit die wir auf der Autobahn verbringen. Ob es da einen Zusammenhang gibt? ;) :)

LG Mondkalb

PS: Gute Besserung!
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Re: Ansätze zur Eigentherapie

Beitragvon Konrad » Fr 19. Jul 2013, 20:01

Moin Mondkalb,

Mondkalb hat geschrieben:mir ist aufgefallen, nicht nur die Denkweise ähnelt sich, auch die Zeit die wir auf der Autobahn verbringen. Ob es da einen Zusammenhang gibt?


vllt.das ein oder andere, danke schön für die Besserungswünsche, das geht wohl seinen geweisten Weg. In Zusammenarbeit mit meinen Prokts.versuche ich immer das Beste rauszuholen. Montag geht's dann wiede auf die BAB...ich muss ja mal wieder ein wenig arbeiten *gg*

mal sehn, ev.schreibt man sich ja nächste Woche wieder ;)


LG Konrad
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Re: Ansätze zur Eigentherapie

Beitragvon Mondkalb » Mo 22. Jul 2013, 16:13

Hallo Konrad,

den ersten Tag der Woche, auf Arbeit, gut überstanden? Die Zusammenhänge werden ja manchmal gesucht in Form von Sternzeichen und Haarfarbe, ich dachte mir warum nicht das Pendeln auf der Autobahn Mal einwerfen. :P Das war natürlich nicht ganz ernst gemeint! Heute habe ich etwas mehr Zeit als letzte Woche. Aus Deinem Text heraus ist zuerkennen das Du das Gesamte Bild betrachtest was mir bei Bernie gefehlt hat. Den Krankheitsverlauf kann man beeinflussen bis zu einem bestimmten Grad, aber halt nicht immer unter Kontrolle haben, das wissen viele ja hier zu genüge. Läuft halt nicht immer alles rund.

Irgendwie muss ich bei dem oben niedergeschriebenen von Bernie an Rüdiger Hoffmann denken, wieso auch immer. ;) Auf jeden Fall regt er an das der Fokus nicht auf die Krankheit gerichtet sein soll, was ich auch als Soll- Zustand ansehe, nur ab und an ist das nicht machbar was von Dir, mit knappen Worten, ins richtige Licht gesetzt wurde.

Vor einem Jahr, hätten wir uns irgendwo getroffen, wäre CED und Fisteln das Thema von mir gewesen, heute würde ich das Thema Route 66 bevorzugen, ich meine es wäre Mal Thema in einem Eintrag von Dir gewesen. Ein Teilstück der Route 66, in Arizona, habe ich mir 2005 angeschaut, irgendwie habe ich ein Faible für Vergangenes und Natur.

Konrad hat geschrieben:Das ist alles machbar, wenn nicht heute weil es gerade nicht geht, dann doch morgen, oder nächste Woche.
Genau so sieht es aus!

Weiterhin Dir GUTE Besserung!

LG Mondkalb
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Re: Ansätze zur Eigentherapie

Beitragvon Konrad » Mo 22. Jul 2013, 20:13

Moin Monkalb,

Mondkalb hat geschrieben:den ersten Tag der Woche, auf Arbeit, gut überstanden?


der Tag auf "Arbeit" ist nicht das Problem für mich. Da habe ich eine Toilette in Reichweite, und wenn Not am Mann ist, kann ich auch immer kurz mal in die Wohnung fahren zum Duschen. GsD kann ich mir alle Arbeit auch zeitlich selber einteilen, geht sie doch immer über mindestens Wochen, wenn nicht Monate oder Jahre.

Das Problem sind nur immer die 300 KM's Montagmorgens ab 5:00. Ich weiss dann nie, wie meine Verdauung so "drauf" ist. Daher kenne ich alle Raststätten und Parkplätze mit WC's schon ziemlich genau auf meinem Weg :) Freitag nachmittags ist das nur ganz selten ein Problem, aber das hat jemand im alten Forum auch schon mal beschrieben und erklärt, wann Verdauung so losgeht und wann dann Ruhe ist.

Heute morgen war alles OK, schön durchgerutscht mit Tempomat und entspannt angekommen. Die Kollegen (und Cheffe) haben mich nett wieder empfangen, da war ich dann animiert, als "Einstand" mal kurzfristig ein paar süsse Stückle zu besorgen :) So kann die Woche jedenfalls weitergehen.

Und mit Bernie sind wir ja weitestgehend einer Meinung. Ich finde es erfrischend, was er schreibt. Und es ist ja auch relativiert worden. Wenn der Körper (grad) nichts mitmacht, verbieten sich Aktivitäten außerhäusig von selbst.

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Re: Ansätze zur Eigentherapie

Beitragvon lebron » Di 7. Aug 2018, 04:51

Chronische Krankheiten überwinden: Eigentherapie-Protokoll mit Fokus auf Infektionsüberwindung & Darmsanierung :

[Mod-Edit:Werbelink entfernt]

schaut euch das unbedingt mal an! mir hat das sehr geholfen!
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