Zukunftsangst

Psychologischen Aspekte im Zusammenhang mit CED.

Zukunftsangst

Beitragvon Rudi13 » Do 31. Mai 2018, 17:47

Mich quälen zur Zeit Zukunftsängste .
Eigentlich komme ich mit meiner cu ganz gut klar aber dann denke ich manchmal an alles was passieren könnte .
Kriege ich Krebs ? Kriege ich PSC ? Kann ich irgendwann nicht mehr arbeiten ?
Dann heule ich manchmal Tage lang und kann mich schwer wieder einkriegen .
Gerade ist es mal wieder soweit.
Kennt das wer und wenn ja was macht ihr dagegen ?
Ich weiß ja das sorgen nicht viel bringt aber ich kann es einfach nicht abstellen
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Re: Zukunftsangst

Beitragvon Kaja » Do 31. Mai 2018, 20:17

Hallo Rudi,

lass Dich an einen Psychotherapeuten überweisen.

Ich kenne das Problem, ich habe auch Zukunftsängste wegen meiner Erkrankung. Ich bin seit über 12 Monaten im Schub, gängel mich zur Arbeit und muss lernen Hilfe durch Familie, Freunde und Nachbarn im Haus und Garten anzunehmen.

Mein Umfeld und mein Arbeitgeber verstehen es und unterstützen mich, aber das riesige Problem mit der Zukunftsangst ist, dass es immer im Hinterkopf ist - man könne aufgrund seiner Krankheit den Arbeitsplatz verlieren, dass man als junger Mensch nicht abgesichert ist und alles was man sich aufgebaut hat den Bach runter fliesst und man in Hartz4 landet.

Viele Grüße

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Re: Zukunftsangst

Beitragvon Rudi13 » Do 31. Mai 2018, 21:52

Vielen Dank für deine Antwort.
Bei einem Psychologen war ich schon mal, er nicht so gut ( na ja an einen Autounfall können sie auch sterben , ach da muss man auch Medikamente nehmen ?)
Aber ich denke ich versuche es noch mal ;)
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Re: Zukunftsangst

Beitragvon Kaja » Do 31. Mai 2018, 21:58

Hallo Rudi,

wenn die Chemie nicht passt, dann suche Dir einen anderen Psychologen.

Dieses Recht hast Du!

In diesem Punkt kannst Du das System für Dich und Deine Gesundheit nutzen.

Viele Grüße

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Re: Zukunftsangst

Beitragvon Mondkalb » Fr 1. Jun 2018, 10:39

Hallo Rudi,

wie schon erwähnt, es ist vertane Zeit, verschwendete Energie, sich mit Gedanken zu befassen, auf die wir keinen Einfluss haben.

Lenke dich ab mit Musik, über Kopfhörer oder einem guten bzw. spannenden Buch. Die Kunst ist sich nicht in eine Gedankenspirale zu begeben, sondern frühzeitig gegenzusteuern und den Kopf freizubekommen für wirklich wichtige Dinge, auf die wir Einfluss haben.

Bin ganz bei Korona mit dem, was sie dir geschrieben hat, versuche runter zu fahren. Auch wenn es dir derzeit nicht leicht fällt. ;)

LG Mondkalb
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Re: Zukunftsangst

Beitragvon MCHammer » Fr 1. Jun 2018, 11:51

Hallo Rudi,
Du brauchst keinen Psychologen sondern besser einen ....-therapeuten.
Vielleicht ist Dein Weg und Deine "Arbeit" mit ihm oder ihr besser in einer kleinen Gruppe zu bewältigen.
Einzel-Therapie kann immer noch abgesprochen werden.
Ich bin der Überzeugung, dass einem in der Gruppe die diversen Interaktivitäten "besser" aufgezeigt werden können als im "Einzel".
Es gilt halt, das für sich auszuloten.
Viel Glück und "stay tuned" ;)
Gruß
Wolfgang
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Re: Zukunftsangst

Beitragvon Korona » Fr 1. Jun 2018, 17:18

....das sehe ich so ähnlich wie MCHammer. In einer Gruppe kann man sich unter (Gleich-)gesinnten austauschen und sich viel an glaubwürdiger positiver Unterstützung holen.
Ein Psychotherapeut holt Dich zwar „da ab, wo Du gerade stehst“, aber sein Job ist es erstmal Dich zu stabilisieren. Und dabei kann es passieren, dass Du Dich immer nur um Dich selbst und im alten Brei drehst, statt im realen Leben etwas zu verändern, oder eine konstruktive neue Sichtweise zu erlangen. Kommt natürlich drauf an, wie der arbeitet.....

Guck mal z.B. hier https://www.pflege-durch-angehoerige.de ... krankheit/ oder google selbst mal „Phasen der Krankheitsbewältigung“... es ist ganz logisch, dass es Dir jetzt nicht gut geht und das sollte jeder und vor allem Du selbst anerkennen. Jedoch wirklich helfen wird Dir langfristig wohl nur die Akzeptanz und der konstruktive Umgang mit Deiner Situation.

Wenn man sich nicht als Opfer fühlt und darstellt, dann geht alles leichter. Das ist meine Erfahrung!

In einer Gruppe wirst Du mit Dir selbst und Deiner Wirkung auf andere konfrontiert. Das kann auch mal schmerzhaft sein, aber meist gewinnt man auf diese Weise sehr gute Freunde, die sich untereinander gut kennen und unterstützen.

LG, Korona
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Re: Zukunftsangst

Beitragvon Korona » Sa 2. Jun 2018, 23:58

....oh, ich sehe gerade, dass ich den falschen Link gewählt habe! :oops:
Es geht natürlich nicht ums Sterben, sondern um die Phasen der Krankheitsbewältigung. Tut mir leid, das war irritierend!

Wahrscheinlich wird - ebenso wie das bewusste bzw. bekannte Ende eines Lebens - jede extreme Diagnose oder die Diagnose einer chronischen Erkrankung von diesem Prozess und den Phasen mehr oder weniger begleitet.

Besser ist dazu evtl dieser Link https://www.bechterew.de/?id=1139

...auch wenn es hier um eine andere Erkrankung geht, werden die Phasen gut erklärt.

Ich finde es hilft ganz gut gegen Kopfkino-Anfälle, sich diese Hintergründe bewusst zu machen.

LG, Korona
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Re: Zukunftsangst

Beitragvon Minnini » Di 12. Jun 2018, 11:47

Ich denke auch, wenn du die Angst selbst nicht bewältigt bekommst, dann solltest du einen Therapeuten aufsuchen. Und gleichzeitig solltest du dir immer wieder vor Augen führen, dass du sehr gut klarkommst. Klar, es kann passieren, dass es schlimmer wird, aber muss doch nicht sein, warum also zwanghaft damit beschäftigen. Du wirst merken, falls es passiert, solange dies nicht der Fall ist, solltest du dich damit nicht beschäftigen
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