Corona unter Immunsuppression -Erfahrungen?

Austausch zu medizinischen Aspekten von Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und mikroskopischen Kolitiden.
Wase
Dauergast
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Re: Corona unter Immunsuppression -Erfahrungen?

Beitrag von Wase »

Mein Vater wird im Juni 92,er nimmt keine Medikamente.Als er vor 40 Jahren höheren Blutdruck bekam,hat er die verordneten Tabletten nicht angerührt.Er hat seine Ernährung umgestellt,wir haben unseren ersten Hund gekauft und er ist mit ihm früh,am Nachmittag und am Abend 5 km gelaufen.Mittags ging ich oder meine Mutter.
Er isst jeden Morgen Quark ,Leinenöl und Tomaten.
Sein Blutdruck ist meist 115/70 ,wenn er mal misst.
Er war nie impfen und ist sehr selten erkältet,aller Jahre mal.
Meine Eltern haben schon seit Jahren keinen Hund mehr.Mein Vater läuft heute noch die Strecke 3 mal täglich.
Er hat ein super Immunsystem,einfach,weil er nicht jeden Scheiss in sich rein frisst.
Sein Arzt,da geht er 1 mal pro Jahr zum Blutbild hin,sagte:“wenn alle Ihre Lebensweise hätten,das wäre eine Katastrophe für uns und die Pharmaindustrie.
Ihr braucht Studien und nur was Ärzte sagen zählt.Ich habe gelernt logisch zu denken und auf meinen Verstand zu hören.
Mein Sohn hat MC,bei rigoroser Ernährungsumstellung nach Diagnosestellung,hat er keinerlei Symptome mehr. Bis heute nicht.Blutwerte sind wieder top.Folsäure ,Eisen ,D alles wieder im grünen Bereich.
Aber das ist bestimmt Zufall ,den MC hat ja nix,so gar nix mit Ernährung zu tun. :D

kira85
hat sich häuslich eingerichtet
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Re: Corona unter Immunsuppression -Erfahrungen?

Beitrag von kira85 »

Wase hat geschrieben:
Mi 1. Apr 2020, 10:05
Mein Vater wird im Juni 92,er nimmt keine Medikamente.Als er vor 40 Jahren höheren Blutdruck bekam,hat er die verordneten Tabletten nicht angerührt.Er hat seine Ernährung umgestellt,wir haben unseren ersten Hund gekauft und er ist mit ihm früh,am Nachmittag und am Abend 5 km gelaufen.Mittags ging ich oder meine Mutter.
Er isst jeden Morgen Quark ,Leinenöl und Tomaten.
Sein Blutdruck ist meist 115/70 ,wenn er mal misst.
Er war nie impfen und ist sehr selten erkältet,aller Jahre mal.
Meine Eltern haben schon seit Jahren keinen Hund mehr.Mein Vater läuft heute noch die Strecke 3 mal täglich.
Er hat ein super Immunsystem,einfach,weil er nicht jeden Scheiss in sich rein frisst.
Sein Arzt,da geht er 1 mal pro Jahr zum Blutbild hin,sagte:“wenn alle Ihre Lebensweise hätten,das wäre eine Katastrophe für uns und die Pharmaindustrie.
Ihr braucht Studien und nur was Ärzte sagen zählt.Ich habe gelernt logisch zu denken und auf meinen Verstand zu hören.
Mein Sohn hat MC,bei rigoroser Ernährungsumstellung nach Diagnosestellung,hat er keinerlei Symptome mehr. Bis heute nicht.Blutwerte sind wieder top.Folsäure ,Eisen ,D alles wieder im grünen Bereich.
Aber das ist bestimmt Zufall ,den MC hat ja nix,so gar nix mit Ernährung zu tun. :D
Hallo Wase!

Magst du vielleicht mal erzählen wie sich dein Sohn ernährt? Wann genau sind denn die Symptome verschwunden?
LG Kira

Wase
Dauergast
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Re: Corona unter Immunsuppression -Erfahrungen?

Beitrag von Wase »

Hallo Kira,
Kurz und knackig,keine Milchprodukte,kein Gluten,kein Zucker,Fleisch nur Pouletbrust und Frischfisch,
Kartoffeln gekocht ,abgekühlt(Kühlschrank)dann erst wieder erwärmt.
1Liter Modulen ,keine Zusatzstoffe,Konservierungsmittel,Würzmischungen,Trennmittel,alles nur frisch und selbst gemacht.
Ich habe es im Ernährungsforum stehen unter israelische Diät.
Uns hat es viel gebracht und ich bleibe dabei,Ernährung macht einen grossen Teil bei der Erkrankung aus.
Der frozelige ,durchfallartige Stuhl ging unter der alleinigen Modulenbehandlung binnen 3 Tagen weg.
Die Hautsachen nach und nach .Wir haben im Oktober begonnen und seit Februar ist alles weg.
MRT Sellink war alles super Ende Januar war das glaube ich,plus minus 1 Woche.Blutwerte waren bereits im Nov/Dez.wieder gut.
Ich weiss,dass es mehr braucht bei einer CED um daran zu erkranken,aber Ernährung spielt eine grosse Rolle.

kleber84
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Re: Corona unter Immunsuppression -Erfahrungen?

Beitrag von kleber84 »

Ich habe eine interessante Info beim Deutschlandfunk gefunden:

"Auch eine Nachricht aus Bergamo passt in dieses Bild. Dort stellten Ärzte fest, dass Patienten, deren Immunsystem nach einer Organtransplantation durch Medikamente stark geschwächt war, keine schweren Symptome zeigten. Entgegen früheren Annahmen gehören demnach Organtransplantierte und andere Patienten mit geschwächter Immunabwehr anscheinend nicht zu den besonders gefährdeten Risikogruppen. Die Ärzte nehmen an: Das Virus kann sie zwar leicht infizieren, aber ihr Abwehrsystem ist zu schwach für die gefährliche Überreaktion."

https://www.deutschlandfunk.de/covid-19 ... _id=473688

Olagwin
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Re: Corona unter Immunsuppression -Erfahrungen?

Beitrag von Olagwin »

Das ist interessant. Hab auch schon zwei derartige Hinweise gelesen. Und ebenso auch selbst den Gedanken gehabt, ob es nicht sogar schützend gegen die Lungenentzündung wäre, immerhin schützt es ja auch vor Darmentzündung. Mir kam der Gedanke nur zu Laienhaft-Logisch vor, aber vielleicht ist ja doch etwas dran. Zumal auch mein Gastro Dr.Teich sich so ausdrückte, als ob es noch offen ist, in welche Richtung das Aza wirkt in der Beziehung. Mal abwarten was Erkenntnisse sagen.

Leo
ist öfter hier
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Re: Corona unter Immunsuppression -Erfahrungen?

Beitrag von Leo »

Ja Olagwin, diesen Gedankengang hatte ich auch schon genauso wie du. Ich habe heute mit meinem Hausarzt telefoniert und er riet - wie ja auch geraten wird - zur Reduzierung des Aza ab. Ich hatte kurz überlegt die derzeit 150 mg zu reduzieren, lasse es aber jetzt, um einer Gefahr der Entzündung mit ggf. Cortisongabe zu minimieren.

Kleber 84, der Bericht macht Mut. Danke! Die Gedanken gehen ja - zumindest bei mir - schon zeitweilig dahin, ob man mit Immunsuppression unter Covid19 auf zwangsläufig auf der Intnsivstation landet ;) .

Das Wochenende soll schön werden mit Sonne: Also an die frische Luft, Sport machen, gesund ernähren und Energie tanken - natürlich unter dem gebotenen Abstand - think positive!

Es tut gut, sich hier gedanklich mit "Gleichgesinnten" auszutauschen. Danke, dass ihr diesen Beitrag mit Inhalt füllt.

Sonnige Wochenend-Grüße
Leo

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curio
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Re: Corona unter Immunsuppression -Erfahrungen?

Beitrag von curio »

Wase hat geschrieben:
Di 31. Mär 2020, 19:08
Frage Dich,warum bei Grippe Viren, Kinder so schlimm betroffen sind trotz angeborenem Immunsystem,das Erworbene ist ja erst im Entstehen bei Kindern)
Diesmal erkranken Kinder kaum,obwohl sie nachweislich das noch schwächste Immunsystem haben...
Das Virus bindet an einen bestimmten Rezeptor, um in Zellen eindringen zu können. Dieser Rezeptor ist bei Kindern wohl noch nicht vollständig ausgebildet, wodurch es in die Zellen dann nicht, bzw. nur schwer eindringen kann. Quelle: SWR2 Gesprächsrunde mit einem Virologen. Man findet auch Artikel darüber im Internet.

Generell ist die Forschung aber noch nicht so weit um umfassend definitive Aussagen zum neuen Coronavirus treffen zu können. Gesicherte Informationen zu gewinnen ist ein komplexer Prozess und dauert dementsprechend seine Zeit.

In einem Artikel aus dem Ärzteblatt zum Thema Corona & ACE-Hemmer steht, dass gelöstes ACE2 im Blut sich eventuell auch positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken könnte, da es vermutlich Viren an sich bindet, und diese dann keine Zellen mehr befallen können.

Man beachte auch hier wieder die hohe Konjunktivdichte. ;)

homer74
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Re: Corona unter Immunsuppression -Erfahrungen?

Beitrag von homer74 »

Hallo zusammen, hier ist noch ein link der Interessant sein könnte.


https://covidibd.org/current-data/

Gruss Homer

fratzi
beginnt sich einzuleben
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Registriert: Mo 24. Dez 2012, 06:45

Re: Corona unter Immunsuppression -Erfahrungen?

Beitrag von fratzi »

Sehr interessant. Leider noch etwas zuwenig Daten. Es fällt aber auf, dass 50% Sulfasalazine/mesalamine Patienten ins Krankenhaus kommen. Für mich ganz klar: Aza und Co. nicht absetzen.

Schattenspiel
neu hier
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Registriert: Do 27. Feb 2020, 22:21

Re: Corona unter Immunsuppression -Erfahrungen?

Beitrag von Schattenspiel »

Hallo,
danke für den interessanten Link auf der ersten Seite!
Ich nehme selbst seit Anfang Februar einen TNF-alpha-Blocker und hatte anfangs recht große Bedenken, weil es von überall hieß, als Immunsupprimierter gilt man generell als Risikopatient.
Inzwischen sieht es ja aber eher aus, als würden sich TNF-alpha-Blocker als positiv auswirken und Zytokin-Hemmer teilweise sogar vor einer Infektion schützen können (https://www.infranken.de/regional/erlan ... 15,4995816). Ich bin gespannt, wie es in dieser Hinsicht weitergeht, vielleicht wird ja demnächst auch mal im NDR-Podcast mit Prof. Drosten darauf eingegangen.

Viele Grüße
weichblich, 31 Jahre alt
Diagnose Morbus Crohn 2014
Diagnose Morbus Bechterew 2019
Behandlung derzeit Hyrimoz (Adalimumab), Pentasa, Mezavant

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