Colitis Ulcerosa bzw. Colitis Indeterminata mit Sarkoidose

Austausch zu medizinischen Aspekten von Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und mikroskopischen Kolitiden.
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Katzenfreund
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Colitis Ulcerosa bzw. Colitis Indeterminata mit Sarkoidose

Beitrag von Katzenfreund »

Hallo Zusammen,

die letzten 7 Wochen waren absolut unschön. Suche auf diesem Wege Leidensgenossen/Erfahrungen, die Ähnliches durchgemacht haben und mir vielleicht Rat geben können.
Wo fang ich an.... also... bei mir wurde mit 16 Jahren Colitis Ulcerosa diagnostiziert. Regelmäßige Koloskopien logisch. Seit nunmehr 31 Jahren (bin 47 Jahre alt) auf Salofalk (variable Dosierungen je nach Situation)... mit Auslaßversuchen, H15-Versuchen, Biomedika-Versuchen, etc., Höhen und Tiefen (Schübe absolut darmspezifisch mit Blutungen, Krämpfen, etc.) aber kein Kortison bisher erforderlich. Die letzten 15 Jahre absolut keine Beschwerden!!! Soweit so gut.

Letzte Koloskopie im Nov. 2019 und Histo... Ergebnis: Nach Histo müßte es Morbus Crohn sein. Befall aber nur linksseitig im "absteigenden Ast" des Dickdarms. Mein Gastroenterologe stuft dies deshalb als colitis Indeterminata ein.

Vor 7 Wochen nun extreme Sprunggelenksschmerzen links + rechts + Anschwellen + heftige Entzündungen sprich beidseitige Arthritis (blaustichig, dick, wärmeempfindlich, druckempfindlich - Schmerzen bei jedem Schritt)... Orthopäde über Röntgenbilder: Sprunggelenke "mechanisch" alles ok; Röntgenbild Lunge: keine Anzeichen auf Veränderungen; Borreliose-Antikörper negativ; Blutwerte (Entzündungswerte) soweit in Ordnung bis auf ACE-Werte deutlich erhöht, weshalb mein Gastroenterologe und meine Hausärztin nun eine SARKOIDOSE als Ursache/Begleiterkrankung zur colitis indeterminata vermuten. Komisch nur das mein Darm in dieser Zeit absolut sabil ist und sich weder ein Schub noch Krämpfe/Schmerzen/Blut zeigt. Nachdem auch mein linkes Handgelenk anschwoll und sich 3 Erythema nodosum (nenn diese "scherzhaft": Pestpusteln) an der linken Fußsohle, der linken Wade und am linken Oberschenkel zeigten, bin ich seit seit 10 Tagen auf Kortison (Prednisolon). Schwellungen, Erythema nodosum und Schmerzen deutlich zurückgegangen.
Nun gehts wie folgt weiter: Vorstellung bei einer Rheumatologin, Nach Ausschleichen des Kortisons (in ca. 5-6 Wochen): CT des Thorax zur Durchschau der inneren Organe (Lunge, Leber, Nieren, Milz, Herz,... (Befall von Sarkoidose?), Koloskopie mit Histo sepziell auf Sarkoidose. Muß dazu sagen daß meine Mutter als junge Frau Sarkoidose auf der Lunge hatte und somit genetisch vermutlich eine gewisse Wahrscheinlichkeit vorgegeben wäre. Treibe aber (bis auf die letzten 7 Wochen- logisch) regelmäßig (alle 2 Tage) Sport (Belastung jeweils mind. 1,5 h) und habe die letzten Jahre weder einen Leistungsabfall noch Atemnot noch Schmerzen (z.B.: Herz, Niere, Leber) festgestellt.

Nun meine Fragen: - Hat jemand ähnliche Erfahrungen mit einer so spät auftretenden Sarkoidose in Begleitung einer CU/MC/CI gemacht? -Ist die Ursache nur im Bereich des Darmes zu suchen oder handelt es sich tatsächlich um eine zusätzliche Sarkoidose? - Was macht Ihr um ein Ausbrechen Arthritis+ der Erythema nodosum zu vermeiden? (gibts hier überhaupt etwas?, da Ursache unbekannt) -Kann es andere Ursachen für die Arthritis + E.n. geben?

Für Eure Beiträge/Erfahrungen/Hilfe möchte ich mich jetzt schon bedanken.

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