MRT-Befund

Austausch zu medizinischen Aspekten von Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und mikroskopischen Kolitiden.
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kira85
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MRT-Befund

Beitrag von kira85 »

Hallo an alle,
Ich wollte hier mal meinen Mrt-Befund posten, weil ich den vorletzten Satz nicht ganz verstehe,vielleicht kennt sich hier ja jemand aus. Auch der letzte Satz ist für mich nicht wirklich schlüssig. Das MRT wurde bereits im Herbst gemacht, ich habe dann nach den Weihnachten mit Aza begonnen und musste es nach zwei Wochen wieder absetzen. Ich habe leider alle Nebenwirkungen bekommen die es gibt. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie gehts weiter? Sind Medikamente derzeit überhaupt notwendig? Gleich Biologicals? So viel Auswahl gibts ja jetzt auch nicht. Nächste Woche habe ich einen Termin beim Gastroarzt. Aber ich möchte mich schon im Vorfeld etwas informieren, da es mir mit Aza so schlecht ging wo noch nie in meinem Leben.

Hier mal ein Teil meines MRT-Befundes:

Die weiteren Oberbauchorgane einschließlich des biliären Systems und beider Nieren regulär dargestellt.Im Bereich der Dünndarmschlingen und des Colonrahmens keine aktuellen Hinweise auf akut entzündlich veränderte Segmente.Kein Hinweis auf chronische Stenosierungen oder Fistelbildungen.Keine freie Flüssigkeit, keine umschriebene Abszessformation.Kein eindeutig pathologisch, vergrößerten Lymphknoten.Die Dünndarmschlingen im Mittelbauch sind weitgehend kollabiert und somit zum Teil wandbetont und zeigen zu den etwas distendierten Dünndarmschlingen ein verstärktes KM-Enhancement.
ERGEBNIS:Bei anamnestisch bekanntem Morbus Crohn MR-enterographisch derzeit keine Aktivitätszeichen–Fistelbildungen oder relevante Stenosierungen sind nicht erkennbar, keine Abszessformation

Danke fürs Durchlesen!

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neptun
Inventar - wird wöchentlich mit abgestaubt
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Re: MRT-Befund

Beitrag von neptun »

Hallo Kira,

ich meine, Du hast zu wenig Kontrastmittel getrunken, weshalb Dünndarmschlingen nur teils aufgeweitet waren, teils aber auch gar nicht entfaltet, also zusammengefallen (kollabiert). Dadurch kann es zu dem Verdacht auf Wandverdickung kommen. Dies scheint verstärkt, weil sich dort auch eine deutliche Signalanhebung findet.

So ein Dünndarm hat eine sehr geringe Wanddicke und durch die Nahrungskarenz vor der Untersuchung ist er leer und zusammengefallen. Dann trinkt man die mannitolhaltige Lösung, die ihn aufweitet, damit er überhaupt dargestellt werden kann. Das Mannitol kontrastiert dann die Darmwand im MRT.

Der Bereich mit den kollabierten Darmschlingen ist also nicht beurteilbar.

Sonst sah man weder Entzündung noch Stenose oder Fistel oder Abszess. Freie Flüssigkeit und vergrößerte Lymphknoten würden auf Entzündung hinweisen, besonders bei mc, wurden aber auch nicht gesehen.

LG Neptun
"Kollabierte Darmschlingen können sich im MRT einer genauen Bewertung entziehen. Dies kann zu falsch positiven Ergebnissen führen, da bei nicht distendierten Darmsegmenten fälschlicherweise eine Verdickung der Darmwand vorgetäuscht wird. Jedoch können aber auch entzündliche Prozesse übersehen werden, so dass falsch negative Resultate entstehen können. Deshalb ist zur Beurteilung des Dünndarms im MRT eine ausreichende Darmdistension Grundvoraussetzung."

kira85
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Re: MRT-Befund

Beitrag von kira85 »

neptun hat geschrieben:Hallo Kira,

ich meine, Du hast zu wenig Kontrastmittel getrunken, weshalb Dünndarmschlingen nur teils aufgeweitet waren, teils aber auch gar nicht entfaltet, also zusammengefallen (kollabiert). Dadurch kann es zu dem Verdacht auf Wandverdickung kommen. Dies scheint verstärkt, weil sich dort auch eine deutliche Signalanhebung findet.

So ein Dünndarm hat eine sehr geringe Wanddicke und durch die Nahrungskarenz vor der Untersuchung ist er leer und zusammengefallen. Dann trinkt man die mannitolhaltige Lösung, die ihn aufweitet, damit er überhaupt dargestellt werden kann. Das Mannitol kontrastiert dann die Darmwand im MRT.

Der Bereich mit den kollabierten Darmschlingen ist also nicht beurteilbar.

Sonst sah man weder Entzündung noch Stenose oder Fistel oder Abszess. Freie Flüssigkeit und vergrößerte Lymphknoten würden auf Entzündung hinweisen, besonders bei mc, wurden aber auch nicht gesehen.

LG Neptun
"Kollabierte Darmschlingen können sich im MRT einer genauen Bewertung entziehen. Dies kann zu falsch positiven Ergebnissen führen, da bei nicht distendierten Darmsegmenten fälschlicherweise eine Verdickung der Darmwand vorgetäuscht wird. Jedoch können aber auch entzündliche Prozesse übersehen werden, so dass falsch negative Resultate entstehen können. Deshalb ist zur Beurteilung des Dünndarms im MRT eine ausreichende Darmdistension Grundvoraussetzung."

Hallo Neptun,
danke für die Antwort!
Ich habe 1500ml getrunken eventuell sogar 1700ml bin mir jetzt aber nicht mehr so sicher. Das Ganze musste in 30 Minuten passieren, ist das trotzdem zu wenig?
Naja, wenigstens weiß ich jetzt was es mit den kollabieren Darmschlingen auf sich hat.
Danke nochmals.

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