Ungeklärte,chronisch Durchfälle seit Jahren mit MC Vorgesch.

Austausch zu medizinischen Aspekten von Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und mikroskopischen Kolitiden.
Martin81
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Re: Ungeklärte,chronisch Durchfälle seit Jahren mit MC Vorge

Beitrag von Martin81 »

neptun hat geschrieben:Hallo Martin,

Ich bin natürlich auch daran interessiert, was es bei Dir an Neuerungen/Erklärungen geben wird.

LG Neptun
War jetzt beim Facharzt und der meinte dass man bei mir ziemlich sicher vom Gallesäureverlustsyndrom ausgehen kann, wenn das Colestyramin sofort anschlängt, also die Sache besser wird und beim Absetzten schlechter und dann dann bei Wiedereinnahme auch sofort wieder besser wird.
Einen direkten Test würde es theoretisch auch geben (SeCaT oder so ähnlich), aber praktisch schwierig. Da aufwendig und teuer ist und diesem Fall sicherlich gar nicht von den Kassen übernommen wird, da die Bestimmung so eigentlich ziemlich sicher ist (Auslass und wieder Anfang Methode). Und dazu niemand weiß, wo hier so ein Test überhaupt gemacht wird.
Mehr als weiter Colysteramin zu nehmen und die richtige Dosis zu finden, bleibt mir da wohl nicht übrig.
Andere Sachen wie Mic. Colitis oder CU sind nicht das Problem, da er meinte dass danach auch schon X mal geschaut wurde...

Crohn an sich ist weiterhin in Remision. Keine Medikation diesbezüglich im Moment.

Abgeraten hat er mir von einer Darmsanierung (wegen dem Crohn)

Was ich aber jetzt noch machen kann ist der Vit. ADEK B6 B12 Test. Damit hier kein Mangel entsteht.

Allgemein zum GSVS hat er mir noch gesagt, dass sowas auf längere Zeit entstehn kann und nicht von heute auf morgen kommen muss.
Das war wegen meiner Unklarheit bzw. der OP (Entferntes Stück vom Darm zu kurz + dachach langsames Eintreten über Monate bzw. Jahre)
Und eben dass der Versuch mit Colysteramin, sowie die Auslassversuche eben schon ein sicherer Beweis dafür wären.

Tja, scheinbar weiß ich jetzt wohl was los ist.

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neptun
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Re: Ungeklärte,chronisch Durchfälle seit Jahren mit MC Vorge

Beitrag von neptun »

Hallo Martin,

danke.
Dann dürfte ja jetzt auch die individuelle Länge der Dünndarmresektion geklärt sein.
Warum allerdings das Gallensäureverlustsyndrom erst nach und nach einsetzt, das ist sicher selten der Fall. Meist setzen die chologenen Durchfälle schnell ein.
In anderen Threads zum Thema weisen wir auch häufig auf den Vitamin B12-Mangel hin, weil dieser in der Tat erst verzögert einsetzt. Der Körper hat dafür ein Depot, was dann zu diesem verspäteten Mangel führt, der bei vielen Betroffenen dann auch mit entsprechenden Wirkungen erst auffällig wird, wie Anämie, depressiven Verstimmungen, Konzentrationsschwäche etc. Was eben der Mangel verursacht. Vitamin B12 wird in vielen Körperfunktionen benötigt.

Der Mangel an A,D,E,K, die fettlöslichen Vitamine, der kommt wohl recht selten.

Immerhin rät der Arzt auch ab von der Darmsanierung. Wie ich schrieb, man wird mit Analysen sein Geld los, kann mit dem Ergebnis aber nichts anfangen. In der Folge kasteien sich viele Betroffene, weil sie den Empfehlungen folgen, eine Menge Lebensmittel zu meiden.
Nichts davon ist durch Studienerfolge belegt.

Da helfen auch nicht so Filme wie die Ernährungsdocks, wo dann cu und mc quasi geheilt werden. Da kommt noch nicht mal zur Sprache, daß die CED chronisch rezidivierende Erkrankungen sind, also von sich aus geprägt durch den Wechsel von Rezidiv zu Remission, was auch ohne jegliche Manipulation möglich ist.

Und der Dickdarm, der ist eben entbehrlich, was auch zeigt, er ist für unsere Ernährung nicht der wesentliche Faktor. Seine Aufgaben sind eben deutlich andere als die vom Dünndarm, wo die Nahrungsbestandteile aufgeschlossen oder so verkleinert werden, daß die Nährstoffe aufgenommen werden können.

Ich will nicht falsch verstanden werden. Jeder kann mit seinem Essen testen, was er jeweils für erforderlich und sinnvoll hält. Und sicher gibt es Unverträglichkeiten, die man so umgehen kann. Auch Blähungen können minimiert werden. Und einige Wohlstandserkrankungen sind auch sicher zu minimieren.
Aber das sind die Entscheidungen jedes Einzelnen und man soll daraus weder ein Dogma machen noch hintenrum Versprechungen in Bezug auf die CED ableiten.

LG Neptun

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