Darm-Entfernung

Austausch zu medizinischen Aspekten von Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und mikroskopischen Kolitiden.

Darm-Entfernung

Beitragvon Pati1301 » Fr 20. Sep 2019, 19:06

Hallo
Ich soll eventuell ein Stück Darm entnommen bekommen wegen einer starken Verengung meine Frage jetzt wie geht's euch damit das ihm Darm ein drückt fehlt wir sind eure Erfahrungen bei mir entscheidet sich das in den nächsten 5 Wochen wâre lieb wenn hier jemand bissel was drüber schreiben würde .
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Re: Darm-Entfernung

Beitragvon Trüffel » Sa 21. Sep 2019, 11:02

Hallo,

vielleicht magst du mitteilen, wie viel cm Darm für die Entfernung vorgesehen sind bzw. welcher Darmabschnitt betroffen ist?
Nicht jede Darmresektion ist gleich; vielleicht kann dann jemand etwas spezifischer drauf antworten.

LG Trüffel
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(Marie von Ebner-Eschenbach)
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Re: Darm-Entfernung

Beitragvon Kaja » Sa 21. Sep 2019, 21:17

Hallo Pati1301.

ich hätte ebenfalls die Frage von Trüffel an Dich!!

Die starke Verenung wie du schreibst, ist wahrscheinlich eine Stenose?

Darf ich davon ausgehen, Du hast MC???

Was sagen Deine Befunde aktuell?

Wie bzw. mit welchen Medikamenten wirst Du behandelt?

Aufgrund welcher Diagnostik sollt Du wo operiert werden?

Viele Grüße

Kaja
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Re: Darm-Entfernung

Beitragvon Jero » So 22. Sep 2019, 07:38

Hi Pati1301,

ich habe MC seit 1999 und bin 2000 und 2010 operiert worden. Man hat mir jeweils 30cm - also insgesamt 60cm- Dünndarm entfernt. Ich hatte immer mehrere Stenosen, so dass mein Darm nunmehr wohl ein Flickteppich ist. Bei der ersten OP hatten die Ärzte einen kleinen Bauchdchnitt machen müssen und damit war ich ca. 10 Tage im KH. 2010 wurde über den Bauchnabel operiert und ich konnte nach 7 Tagen heim. Es hat ein paar Wochen gedauert, eh der Darm sich eingependelt hat. Durchfälle sind nach solchen Eingriffen eher die Regel wie die Ausnahme. Die verschwinden aber wieder! Du wirst sehen, die OP bringt dir wieder normale Lebensqualität - freu Dich drauf! Stenosen werden halt nicht besser mit der Zeit und wenn Du täglich Probleme mit denen hast, können Medikamente eine bevorstehende OP oft nur hinauszögern. Also ich wünsche DIr schonmal viel Freude mit Deinem Leben ohne Stenose :))

LG
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Re: Darm-Entfernung

Beitragvon ibag » So 22. Sep 2019, 18:49

Hallo pati1301
Auf deine Frage Darmresektion ich habe Ende 2018 meine 7. Op hinter mich gebracht und habe nun noch ca.1 m Dünndarm der Dickdarm dürfte noch zur Hälfte da sein, ein Spaziergang war das nicht nach der letzten op hat es lange gedauert bis ich wieder einigermaßen fit war und bin es heute noch nicht.Ich möchte dir keine Angst machen was muss das muss denn mit Stenosen kannst du auf dauer auch nicht Leben ich wünsche dir einen gute op Verlauf
LG ibag
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Re: Darm-Entfernung

Beitragvon Pati1301 » Mo 23. Sep 2019, 15:32

Das erfahre ich erst am 23.10.19 wie viel cm entfernen werden sollen .muss jetzt erst am 26.09 ins mrt da wird es dann beschlossen wie viel und weit es geht mit der Verengung . Dann kann ich euch mehr sagen
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Re: Darm-Entfernung

Beitragvon neptun » Mo 23. Sep 2019, 17:43

Hallo Pati,

leider hast Du nichts zur möglichen OP geschrieben, weder zur Lage der Stenose noch die bisherige medikamentöse Behandlung, ob die Stenose noch entzündlich oder bereits vernarbt ist, welche Symptome und Beschwerden Du aktuell hast.

Eine Stenose wird bei mc nur operiert, wenn sie symptomatisch auffällig ist, also Dein Leben trotz Behandlung stärker beeinträchtigt. Ist die Stenose noch entzündlich, dann behandelt man sie normalerweise mit Medikamenten. Ist sie vernarbt, dann kann man sie eventuell auch weiten/dilatieren während eine Koloskopie. Dafür muß sie erreichbar sein, darf nicht zu lang sein und sie sollte nicht auch die Ileozökalklappe, also den Übergang von Dünn- zu Dickdarm mit beeinträchtigt/deformiert haben. Ebenso wäre die Weitung nicht möglich, wenn es sich um einen Konglomerattumor handelt, also eine entzündliche Verbackung von Dünndarmschlingen.
Je nach Lage und Länge der Stenose kommt auch eine Strikturoplastik in Betracht, wo der Darm längs aufgeschnitten und quer vernäht wird. Damit wird die Verengung beseitigt und man erhält die wertvolle Dünndarmschleimhaut.

Man soll den Dünndarm wirklich nur bei starker Indikation operieren, denn er ist lebenswichtig und man weiß bei jungen Leuten ja nicht, was der mc später im Leben noch für Überraschungen birgt, ob weitere Resektionen notwendig werden.

Du kannst mal oben rechts in die Suche "Ileozökalresektion" eingeben und wirst einiges dazu lesen können, speziell auch zu möglichen Langzeitfolgen mit der Möglichkeit chologener Durchfälle du auch einem Vitamin B12-Mangel. Wahrscheinlich wird es wohl diese OP sein.

Ansonsten wird es normal wohl eine minimalinvasive OP sein, wenn die Klinik und der Chirurg damit Erfahrung haben. Du solltest wissen, wie oft eine derartige Operation dort in der Klinik gemacht wird.

Du siehst, es gibt einiges, was man zu seinem Körper und den Möglichkeiten wissen sollte. Mit Augen zu und durch ist man vielleicht nicht gut beraten.

LG Neptun
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Re: Darm-Entfernung

Beitragvon C4Berlin » Mi 9. Okt 2019, 03:17

Wenn es soweit ist, dann muß es sein. Verhindern kann man das ja nicht, denn die Alternative wäre ja der Tod.

Ich hatte ja erst mit Mitte 40 meine Stenosen aus dem Dünndarm geschnitten bekommen. Die OPs und die Monate danach waren sehr sehr hart, jedoch hat man jetzt wieder ein Leben ohne grausame Schmerzen, ohne Erbrechen, wiegt 20 kg mehr...

Was man aber ganz klar empfehlen muß - Operation in einer entsprechend spezialisierten Klinik. 1995 wollte man mir im "Dorfkrankenhaus" bei der Blinddarm-OP vorsorglich gleich das Ileum mit rausnehmen. Da bin ich dann "geflohen" und habe das woanders operieren lassen. Das Ileum habe ich bis heute und in Probleme.
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