Kolikenartige Krämpfe nach Periode

Austausch zu medizinischen Aspekten von Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und mikroskopischen Kolitiden.

Kolikenartige Krämpfe nach Periode

Beitragvon Setsuko » Mi 14. Aug 2019, 17:08

Hallo Zusammen,

ich habe endlich am Anfang des Jahres mal dran gedacht ein "Schmerztagebuch" zu führen um mir zu notieren, wann ich wieder mit starken Krämpfen zu tun habe. Nun hat sich herauskristalisieret, dass ich immer starke Krämpfe NACH der Periode habe. Immer so ca. 2 Tage später, die dann für ca. 3 Tage anhalten. Die Krämpfe sind dann so arg, dass ich Novalgin nehmen muss. Heute war dann wieder so ein Krampf-Tag. Bin dann direkt zum Doc und er hat auch Ultraschall gemacht. Laut Ultraschall ist der Dünndarm unterhalb vom Bauchnabel stark geweitet und auch dort ist leicht freie Flüssigkeit im Bauchraum. Es fühlt sich auch jedesmal so an, als würde sich Luft im Bauch stauen, denn nach jedem Krampf rumort mein Bauch extrem. Das ich an der operierten Stelle eine kleine Verwengung habe ist bekannt, verhält sich sonst aber eigentlich ruhig.

Zzt. nehme ich Humira und komme auch gut klar damit.

Ich gehe mal davon aus, dass ich wohl jedesmal, nachdem ich meine Periode habe einen neuen kurzen Schub bekomme....oder wie würdet ihr das deuten? Hat jemand von euch dasselbe Problem? Ich habe auch schon überlegt, ob ich vielleicht noch zusätzlich Endomitrose habe, hat hierzu auch jemand Erfahrung (MC+Endomitrose)?

Vielen Dank für eure Antworten.
LG Setsuko
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Re: Kolikenartige Krämpfe nach Periode

Beitragvon Salamander » Do 15. Aug 2019, 11:42

Hallo Setsuko,

ich habe CU, und seit Beginn meines ersten Schubes (Nov. 18) ist mir auch aufgefallen, dass ich in der ersten Woche nach meiner Periode deutlich stärkere Schmerzen habe, als früher üblich. Ob das jetzt mir einem Schub zu tun hat... an sich sind die Schmerzen das einzige, was passiert (sprich: kein Blut, kein Schleim).
Ich weiß nicht, ob das jetzt hilft, aber mir ist auch dieser Zusammenhang aufgefallen. Andererseits hat sich meine Periode insgesamt sehr verändert seit November, Tag eins ist extrem heftig (Blut und Schmerz) und dann ist nichts mehr.

lg Salamander
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Re: Kolikenartige Krämpfe nach Periode

Beitragvon glöckchen09 » Sa 17. Aug 2019, 17:39

hey setsuko,

ich habe mc und endometriose.
da deine beschwerden zyklusabhängig sind würde ich das mal mit dem gyn besprechen. oder in einer endometrioseambulanz.
das blöde daran is, die is nur durch eine laparskopie nachzuweisen. das muss man eben überlegen, obs sinn macht zu schauen. das is aber eben auch immer beschwerdeabhängig. ansonsten ist eine genaue anamnese sehr aufschlußreich.

ich hatte immer zur periode durchfälle, schmerzen, blähbauch usw. auch wenn der crohn im remission war und auch schon vor der diagnose. gehörte für mich zurperiode dazu. erst seit 2 jahren ist das anders. diagnose per op, seitdem ein hormon im langzeitzyklus, also dauerhaft ohne periode. ein herrliches leben!

darfst mir auch gerne per pn schreiben,

grüße, glöckchen09
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Re: Kolikenartige Krämpfe nach Periode

Beitragvon Setsuko » Mi 27. Nov 2019, 13:08

So um auch diesen Beitrag von mir zu vervollständigen:

Ich wurde mittlerweile operiert. Zusätzlich, dass 20cm Dünndarm und 3cm Dickdarm entzündet und verklebt am Becken war, diese mehre Stenosen aufwiesen, waren auch mein Eileiter und mein Eierstock mit am Becken verklebt, was auf dem MRT nicht zu erkennen war.
Laut der Ärtzin die mich operiert hat, war dies auch der Grund der Krämpfe NACH meiner Periode.Endomitriose habe ich keine.

LG Setsuko
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Re: Kolikenartige Krämpfe nach Periode

Beitragvon neptun » Mi 27. Nov 2019, 14:02

Hallo Setsuko,

danke für Deine Nachricht.
War dann ja doch ein einschneidendes Angehen, um die Beschwerden zu beheben.

Mich wundert allerdings, daß kein Arzt etwas wesentliches in einer Sono sah.
Ein MRT macht Standbilder und 2015 wurde ja auch etwas gefunden mit Darmwandverdickungen.
Aber eine Sono kann den Darm in Aktion zeigen. Und gerade der Bereich der Ileozökalklappe ist recht gut einsehbar. Da müßten durch die Verbackung doch auch Motilitätsstörungen aufgefallen sein. Ebenso natürlich Darmwandverdickungen und die Verringerung des Lumens aufgrund von Stenose.

Wie man allerdings immer wieder lesen kann, nicht jeder Arzt mit Sonogerät kann auch wirklich etwas damit anfangen. Dazu gehört das richtige Gerät, der richtige Schallkopf und viel Erfahrung in der Untersuchungsdurchführung, in der Interpretation der Bilder.

Bekommst Du noch Medikation?

LG Neptun
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Re: Kolikenartige Krämpfe nach Periode

Beitragvon Setsuko » Mi 27. Nov 2019, 17:20

Hallo neptun,

im MRT haben die Ärzte im Krankenhaus im Sommer wieder ein Koklomerattumor festegestellt, wie viel Darm betroffen war, konnten sie zu dem Zeitpunkt aufgrund der Verpappung nicht feststellen. Auch wurde da nicht gesehen, dass weitere Organe mit eingebunden sind.
Mein Frauenarzt konnte damals mit einem Ultraschall auch nichts erkennen, dass Eileiter und Eierstock entzündlich verpappt sind.

Beim Ultraschall wurde zwar die Stenose festgestellt und das sich davor der Darminhalt staut und die Darmschlingen verdickt sind aber das war es dann auch schon.

Es kann doch nicht sein, dass ich immer erst aufgemacht werden muss, damit die Ärzte genau sehen was Sache ist :? :cry:

Morgen habe ich Termin bei meinem Internisten, der wollte mich ja nun direkt mit Stelara behandeln. Ich bin gespannt, werde hier aber auf jedenfall von berichten.

LG Setsuko
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Re: Kolikenartige Krämpfe nach Periode

Beitragvon neptun » Mi 27. Nov 2019, 18:07

Ich wünsche Dir weiterhin gute und langanhaltende Besserung. :)

Da war ja einiges im Argen und eine OP mit Konglomerattumor und Dilatation des Darmes sicher unumgänglich, weil es absolute OP-Indikationen sind.

LG Neptun
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Re: Kolikenartige Krämpfe nach Periode

Beitragvon Setsuko » Mi 11. Dez 2019, 22:55

So, ich wollte hier ja noch berichten, wie wir nun weiter verfahren werden. Da ich nun schon 2 OP´s und 2 schwere MC Verläufe hinter mir habe haben wir uns nun ( auch unter Empfehlung der Ärzte im Krankenhaus) dazu entschlossen vorerst eine Azatiophrin-Therapie zu starten. (2008-2009 hatte ich dieses schon genommen, aber da war die Entzündung schon so fortgeschritten, dass das Medikament nicht mehr wirklich geholfen hat). Nun haben wir ein anderes Grund-Level und versuchen es damit erneut. Sollte diese Therapie fehlschlagen werden wir sofort auf Stelara umstellen.

Endmenge an Azathioprin soll sein: 50mg morgens - 75g abends...innerhalb von 3 Wochen werden wir uns dorthin steigern. Natürlich mit regelmäßigen Laboruntersuchungen.

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