Transversoptose und Entyvio-Ende

Austausch zu medizinischen Aspekten von Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und mikroskopischen Kolitiden.

Transversoptose und Entyvio-Ende

Beitragvon Molly » Fr 14. Jun 2019, 10:04

Hallo zusammen,

ich habe heute mal zwei Sachen, die mir nicht ganz klar sind.

Letzte Woche hatte ich eine Spiegelung. Ergebnis: tiefe Transversoptose. Mein Arzt hat nichts erwähnt und im Netz finde ich nicht allzu viel dazu.
Hat das auch jemand? Was kann ich unterstützend tun? Es geht vermutlich nicht wieder weg? Was muss man beachten?

Die zweite Sache ist, der Doc will mit dem Entyvio nach knapp zwei Jahren aufhören, da der Darm gut aussieht. Ich bekomme jetzt noch zwei Infusionen in diesem Jahr und dann ist Schluss.
Ich bin aber irgendwie noch nicht soweit. Meine Einwände haben ihn nicht interessiert.

Wie sieht denn ein Ende der Bioligika-Gabe im Normalfall aus? Hört man einfach so damit auf? Mein Arzt redet so gut wie nicht mit mir. Und ja, ich würde ihn gern austauschen, aber ich weiß nicht recht wohin.

Natürlich ist der gute Zustand meines Darms an sich eine gute Entwicklung. Allerdings bin ich in vielen Dingen (vor allem beim Essen) noch immer sehr eingeschränkt. Durchfälle und gute Tage wechseln sich ab. So hatte gehofft, mit dem Entyvio meinem Darm noch eine Weile Ruhe zu verschaffen. Ich mache mir große Sorgen, dass nach dem Absetzen alles wieder von vorn losgeht.


Ich danke Euch für Ideen und Antworten, Euch einen schönen Tag
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Re: Transversoptose und Entyvio-Ende

Beitragvon Korona » Fr 14. Jun 2019, 10:47

Hallo Molly,

Transvers- wird vom Transversum kommen, dem querverlaufenden Dickdarmteil und -Optose ist das diagnostische Bild, der Wortanteil, der in diesem Fall den physiologisch eingeschränkten Zustand beschreibt.
Wenn Du „Optose im Darm“ googlest, findest Du u.a. diesen Text bei befunddolmetscher.de:

Transversoptose
Darmspiegelung
Bei der Transversoptose hängt ein Teil des Dickdarms tiefer als normal.

Der Dickdarm ist ein wichtiges Organ für die Verdauung. Er ist in mehrere Abschnitte unterteilt und umrahmt den Dünndarm. Es gibt einen querverlaufenden Teil des Dickdarms oben im Bauch. Er verläuft von rechts nach links.

Wenn der querverlaufende Teil des Dickdarms tiefer in Richtung Becken hängt als normal, dann nennt man das Transversoptose.

Zu Entyvio: Bei anderen Biologika (Z.B. Remicade) ist es so, dass das Risiko für eine Antikörperbildung steigt, wenn man es absetzt und dann später wieder einen neuen Therapie-Ansatz macht. Ob das für Entyvio auch gilt, weiß ich nicht, weil es einen ganz anderen Wirkmechanismus hat. Das würde ich erfragen.

LG Korona
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Re: Transversoptose und Entyvio-Ende

Beitragvon Crankie » So 16. Jun 2019, 23:03

Hey ho,
da beneide ich dich ja das du bald die elendigen Infusionen weg hast ;) also bezüglich Entivyo absetzen, habe ich selbst leider ( noch, aber hoffentlich auch iwann) keine Erfahrungen gemacht. Jedoch habe ich mal ein Paar Infos mir zu dem Mittel angelesen und es ist wohl so das Entivyo auch nach Absetzten und wieder anfangen noch wirkt (Studien haben eine Unterbrechnung von einem Jahr untersucht). Bei Neuanfang der Therapie steigt man dann wohl im 4 Wochen Rhythmus wieder ein :) Natürlich reagiert jeder anders, aber wenn der Hersteller dies so schreibt kann man sich da auch denk mehr oder weniger drauf verlassen. Aufgrund dessen würde ich persönlich es denke auf einen Versuch ankommen lassen und das Entivyo absetzen, wenn du merkst dass es wieder schlechter wird, kannst du es ja wieder einnehmen, wie genau der Absetz Vorgang dann von statten geht kann ich dir aber auch nicht sagen.

Viele Grüße !
Crankie
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