OP-Verfahren: 2 Krankenhäuser raten zu anderer Methode

Austausch zu medizinischen Aspekten von Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und mikroskopischen Kolitiden.
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Helena243
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OP-Verfahren: 2 Krankenhäuser raten zu anderer Methode

Beitrag von Helena243 »

Hallo,

ich schreibe in einem Anliegen, in dem ich mir gerne Meinungen einhole.

Es geht um meine Erkrankung und einer bevorstehenden OP, dazu zum Verlauf und zur jetzigen Situation:

Ich habe Morbus Crohn, im Sommer hatte ich eine große OP, in der der entzündete Teil des Dünndarms und Dickdarms entfernt wurden und ein Stoma angelegt wurde. Die Darmenden wurden nicht wieder miteinander angeschlossen, sondern sind noch getrennt.

Ich erhielt aber ein Ileostoma und habe es, wie beschrieben, seit ca. 4 Monaten… (Finde es auch eher sehr lästig…)

Ich hatte zwischenzeitlich eine Stelle bekommen, neben dem Stoma, ein kleiner Abszess bzw. Verhalt, der in einem Krankenhaus punktiert wurde. Ein anderes Krankenhaus später schätzte die Stelle so ein, dass es kein Abszess sei.

Diese Stelle war Anlass für die Ärzte zu überlegen, meine Rückverlegung sofort zu machen. So wäre eben der Abszess/ die Stelle beseitigt worden und die OP, Wiederanschluss der Darmenden, Anastomose und ggf. die Rückverlegung des Stomas hätten stattgefunden.

Es gab eine Spiegelung, erst vor ca. 3 Wochen, dessen Ergebnis war, dass keine Entzündungen vorliegen und auch meine Laborwerte waren soweit ok.

Ich war in 2 unterschiedlichen Krankenhäusern, in dem einen Krankenhaus für das Punktieren der Stelle und in dem anderen für die Spiegelung. In beiden könnte die OP stattfinden und beide haben auch dazu geraten.

Jetzt ist es so, dass in den Krankenhäusern unterschiedliche OP-Methoden angedacht wurden.

In dem ersten Krankenhaus wäre geplant, die OP in 2 Schritten stattfinden zu lassen: Also, dass nur der Wiederanschluss der Darmenden stattfindet und die Rückverlegung des Stomas, aber gleichzeitig das Legen eines neuen Stomas. Dieses würde in einer dritten OP dann rückverlegt werden.

Das andere Krankenhaus möchte die OP in komplett einem Schritt zu machen. Also, Wiederanschluss der Darmenden und Rückverlegung des Stomas.

Für mich klingt eigentlich die Variante des 1. Krankenhauses logischer, aber trotzdem wollte ich mal fragen, wie das bei euch war bzw. ob ihr Erfahrungen habt oder wie ihr das einschätzt?
Ich möchte mich natürlich in dem Krankenhaus und mit dem OP-Verfahren aufgehoben fühlen.
Wie ist bei euch so eine OP abgelaufen?

Fuchur
fühlt sich wohl hier
Beiträge: 53
Registriert: Mi 19. Jul 2017, 20:13

Re: OP-Verfahren: 2 Krankenhäuser raten zu anderer Methode

Beitrag von Fuchur »

Mmmhhh...

Normalerweise wird ja zu einem mehrschrittigen Verfahren geraten, um dem Körper Gelegenheit zu geben zu heilen und sich von einem Eingriff im ersten Schritt zu erholen. Das Stoma wird ja protektiv, also schützend angelegt, um den Nähten Gelegenheit zu geben, richtig zu heilen und nicht durch Verdauung gereizt zu werden.

Ich würde fragen, warum raten die einen zu einem einschrittigen Verfahren?

Auch bedenkenswert finde ich, was ist mit dem Abszess, bzw. Diese Stelle am Stoma? Meist wird ja das neue Stoma (im mehrschrittigen Verfahren) an der gleichen Stelle angelegt, wo das erste protektive Stoma war. Förderlich ist das für die Wundheilung auch nicht. Für den Abszess könnte es besser sein, wenn das Stoma weg ist... aber nur ne Vermutung..

Kaja
könnte auch hier einziehen
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Registriert: Mo 5. Okt 2015, 13:39
Diagnose: MC

Re: OP-Verfahren: 2 Krankenhäuser raten zu anderer Methode

Beitrag von Kaja »

Hallo Helena,

hier mal Hinweise zu Anastomosen-Techniken:

https://chirurgenmanual.charite.de/pgs/ ... 07txt3.htm

Viele Grüße

Kaja

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