Probleme nach Operation

Austausch zu medizinischen Aspekten von Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und mikroskopischen Kolitiden.

Re: Probleme nach Operation

Beitragvon Bab85 » Di 11. Dez 2018, 17:45

Hallo Tirolerin,

ich wurde nun 5 mal operiert und hatte im Schnitt mindestens 6-8 Wochen Schmerzmittel nehmen müssen. Nach 4 Wochen wäre ich niemals ohne Schmerzmittel ausgekommen.
Bei jeder OP entstehen Verwachsungen. Wenn du minimalinvasiv operiert wurdest jedoch weniger als wenn ein Bauchschnitt gemacht wird.
Narbenpflege und Sport (ca. 8-10 Wochen nach OP) halfen mir ganz gut gegen die Schmerzen bzw. das Ziehen an den Narben.
Seit den Operationen habe ich stärkere Regelschmerzen und spüre auch den Eisprung, aber für mich ist das erträglich und zur Not nehme ich eben Schmerzmittel (musste ich aber auch schon vor den Operationen nehmen da ich öfters starke Krämpfe hatte).
Bis zum 20. dauert es leider noch etwas....wenn es wirklich garnicht geht mit den Schmerzen würde ich an deiner Stelle mal zum Hausarzt gehen und dort ein Ultraschall machen lassen. Einfach um sicher zu gehen dass alles ok ist.


LG
Babs
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Re: Probleme nach Operation

Beitragvon tirolerin1810 » Mo 17. Dez 2018, 16:58

Hallo Neptun, hallo Babs.

Es wurde laparoskopisch operiert. Hab nur einen Schnitt vom Bauchnabel runter, ca. 2 cm und einen ganz kleinen Schnitt im Unterbauch ca. 1 cm.

Die Schmerzen im tiefen Becken sind seit gestern etwas besser. Blase unverändert.
Leider hat mich meine kleine Tochter mit Angina angesteckt uns jetzt habe ich eitrige Angina und muss schon wieder Antibiotika nehmen. Ospen für 10 Tage.

Ich war letzte Woche noch bei der Osteophatie und seither hab ich Schmerzen rechts und links vom Bauchnabel. Keine Ahnung wieso?? Schmerzen in diesem Bereich hatte ich vor her gar nicht. Ist so ein stechender ziehenden Schmerz - besonders bei Bewegung.
Es scheint auch die Bauchdecke seit der Therapie empfindlicher zu sein. :?.
Man sieht schon noch, dass ich rund um den Nabel noch geschwollen bin. Auch sind die blauen Flecken noch nicht abgeheilt.
Könnte die Schmerzen im diesen Bereich also so eine Art Wundschmerzen sein? Ausgelöst durch die Therapie??

Es nervt mich jedenfalls gewaltig, denn eigentlich sollte die Therapie ja eine Besserung bringen und nicht umgekehrt??!!

Am Donnerstag muss ich wieder zur Kontrolle ins Krankenhaus. Blutbild und Sonografie.

Liebe Babs: Was meinst du mit NarbenPflege??? Mein Hausarzt hat leider keinen Ultraschall.

Lg Tirolerin
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Re: Probleme nach Operation

Beitragvon glöckchen09 » Mo 17. Dez 2018, 20:31

hey tirolerin,

osteopathie kann erstmal beschwerden verursachen, schließlich wird mit dem körper gearbeitet.

die schmerzen um den nabel sind bestimmt von den blutergüssen unter der haut. ebenso die schwellung.
die blutergüsse sitzen tief im gewebe und brauchen eine weile, bis die weg sind.
du kannst die narben vorsichtig massieren! wie es dir angenehm ist. die blutergüsse kann man ausstreichen quasi...nimm eine wenig creme dazu, nicht zu viel und nicht zu oft. dann wird das gut.

halte durch! glöckchen09
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Re: Probleme nach Operation

Beitragvon tirolerin1810 » Do 20. Dez 2018, 15:19

Hallo.

Hatte heute wieder Kontrolle.
Schaut soweit alles gut aus.

Mir geht es aber leider nicht so gut. Habe seit einigen Tagen eitrige Angina und die hat es in auch.
Bekomme seit 4 Tagen Antibiotika und jetzt habe ich wieder Durchfall.
Bin extrem schwach und völlig Benommen.
Buhh ich hoffe, bis Weihnachten legt sich das Ganze ein wenig.

Der Schmerz in der Blase hat sich ein wenig verbessert. GOTT SEI DANK.

lg Tirolerin
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Re: Probleme nach Operation

Beitragvon tirolerin1810 » Do 17. Jan 2019, 18:44

Hallo,

hab mich jetzt schon eine Zeit lang nicht mehr hier gemeldet.
Meine Operation liegt nun fast 10 Wochen zurück. Im Darmbereich geht es mir seit letzter Woche schmerztechnisch recht gut. So könnte ich alt werden.

Was aber aktuell neu dazu gekommen ist: Seit ich aus dem Krankenhaus raus bin hatte ich eine Venenentzündung auf dem Handrücken. Man hat mir damals gesagt, dass komme von den ganzen Infusionen, Zugängen und Injektionen.

Mittlerweile ist die Ader auf dem Handrücken ziemlich dick, hart, juckt und schmerzt die ganze Zeit. Letzte Woche wurde ich von meinem Hausarzt. zur Abklärung auf die Gefässambulanz geschickt. Dort war leider nur so ein seltsamer Assistenzarzt zugange. Nach einer Sonographie hat er mir mitgeteilt, dass es sich um eine Trhombophlebitis handelt??? Also eine Thrombose?? Oder??
Bin jetzt total verunsichert.
Seit Wochen schmiere ich Heparin-Salben und seit letzter Woche spritze ich nun 40 mg Eonocapirin. Das Ding bleibt aber unverändert dick bzw. ich habe sogar leicht das Gefühl, dass es ein bisschen dicker geworden ist.

Hat hier jemand Erfahrungen mit so etwas?? Wie lange dauert es, bis das wieder weg geht.

Vielen Dank für die Hilfe

LG Tirolerin

:o :o
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Re: Probleme nach Operation

Beitragvon Banditensocke » So 20. Jan 2019, 11:32

Eine Thrombophlebitis ist eine Entzündung der oberflächlichen Gefäße - ja, das ist eine Thrombose. Sind tiefe Gefäße betroffen, nennt man das eine Phlebothrombose. Der Phlebologe sollte eine Sono (Ultraschall) machen, das nennt man Duplexsonographie. Behandelt wird so etwas über Kompression (Verband), Kühlung, Medikamente, die den Blutfluss erleichtern. Es gäbe auch die Möglichkeit, bei einer lokal begrenzten Geschichte den betroffenen Bereich zu eröffnen und das verschliessende Material zu entfernen. Wichtig: gut beobachten. Es kann konservativ behandelt einige Wochen dauern, bis sich die Sache bessert.
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Re: Probleme nach Operation

Beitragvon Fabian » Fr 25. Jan 2019, 01:30

Hallo Leute,

Mir sind ehrlich die Tränen gekommen, weil ich unglaubliche Angst habe. Meine OP ist am 05.02. :-(
Wenn man sich das alles durchlest, will man sich nicht operieren lassen. Mir wurde gesagt 10 Tage Krankenhausaufenthalt würde reichen und einen Teil des Darmes wegschneiden wäre "gar nicht so tragisch". Schon langsam zweifle ich stark daran.

Eine Frage hätte ich an jene, bei welchen die Narbe aufgegangen ist: Habt ihr in der Zeit Medikamente genommen? (Man sagte mir, dass diese das Risiko erhöhen)

Eine Frage an alle mit OP-Erfahrung: Würdet ihr es nochmal tun, wenn ihr in die Vergangenheit reisen könntet oder würdet ihr es weiter mit Medikamenten versuchen?

Danke für eure Erfahrungen und GUTE BESSERUNG

Lg, Fabi
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Re: Probleme nach Operation

Beitragvon tirolerin1810 » Do 7. Mär 2019, 17:48

Hallo.

Sorry. Hab den letzten Beitrag erst heute gelesen.

Mei mir hat sich die Frage nicht gestellt, es nicht zu machen. Hatte schon eine Stenose und ich hatte täglich starke Schmerzen.

Bei mir ist es nun 16 Wochen her. Habe gute und schlechte Tage. Die seltsamen schmerzen tief im Unterleib sind teils noch vorhanden. Ich war im Februar aber 20 Tage schmerzfrei und das war ein unglaubliches Gefühl. In diesen Tagen war ich froh, dass ich operiert wurde.

Derzeit habe ich wieder mit leichten Bauchschmerzen zu kämpfen. Aber nicht zu vergleichen mit der Zeit vor der Operation.
Was aber seit drei Wochen wieder vermehrt da ist, sind starke Rückenschmerzen und starke rheumatische Beschwerden in den Händen und Füssen.
Hab da jetzt ein wenig Angst, denn mein crohn hat ursprünglich erst in den Gelenken bemerkbar gemacht.

Können diese Beschwerden wirklich mit dem Darm zusammen hängen? Meinung der Internisten geht hier etwas auseinander.

LG tirolerin
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Re: Probleme nach Operation

Beitragvon tirolerin1810 » Di 18. Jun 2019, 13:25

Hallo.

Ich hatte heute die erste Koloskopie nach der Operation.
Es wurde mir mitgeteilt, dass es grundsätzlich recht gut aussieht.
Ich habe laut Arzt nur zwei kleine entzündete Stellen im Bereich der Anastomose.

Was ich aber nicht verstehe, wieso hat er dann Proben genommen? Tut man das immer? Auf due Frage, hat er nicht geantwortet.

Was mich aber auch beunruhigt. Wieso ist jetzt schon weder eine kleine Entzündung zu sehen. Operation ist ja gerade mal 7 Monate her.

Gibt es hier jemanden mit ähnliche Erfahrungen. Oder soll ich mir jetzt gar keine Gedanken machen?
In den letzten Wochen hate ich darm technisch so gut wie keine Probleme.
Lediglich meine starken Muskel- und Gelenksschmerzen haben den Gastro veranlasst, den Darm zu koloskopie ren. Laut ihm ist eine Kontrolle in den 6 bis 8 Monaten nach der Operation sowieso zu empfehlen. Wie war das bei euch?

Ich soll nun das Salazopyrin auf 1-0-2 erhöhen. Derzeit 0-0-1. Aber nicht wegen dem Darm sondern der Gelenksbeteiligung??

Wäre toll, wenn mir jemand antworten würde.

Herzlichst Tirolerin
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Re: Probleme nach Operation

Beitragvon glöckchen09 » Di 18. Jun 2019, 15:22

hey tirolerin,

ich hatte ja die selbe op wie du. Im juli 2018 und im februar war die anastomose entzüdnet-.- leider.

auch in diesem rahmen sind gelenkschmerzen aufgetreten. und zwar massiv. die entzüdnung ist gut. erst remicade, nun stelara.
die gelenke...sind besser. sagen wir so.

in der reha wurde mir direkt nach der op empfohlen ein medikament zu nehmen für die anastomose. es ist wohl oft so, dass da die entzüdnung wieder kommt. leider.
aber immerhin konnte ich ei paar monate ohne medikamente sein.

dein medikament ist gut gegen gelenkshcmerzen, deswegen solltest du es erhöhen denke ich.

wie kommst du so zurecht?

grüße, glöckchen09
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