Probleme nach Operation

Austausch zu medizinischen Aspekten von Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und mikroskopischen Kolitiden.

Re: Probleme nach Operation

Beitragvon schwarzgelb » Fr 23. Nov 2018, 20:52

Hallo Tirolerin,
hab mit Darm Ops gar keine Erfahrung,aber deine Schmerzen beim Wasserlassen könnten vielleicht daher kommen,dass du während und womöglich nach der OP einen Blasenkatheter hattest.Da könnte es noch gereizt sein,auch kann man durch solche Katheter leicht eine Blasenentzündung bekommen.
Wünsche dir nach allem,was du durchmachen müsstest,dass es nun bergauf geht.
Alles Liebe
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Re: Probleme nach Operation

Beitragvon Bab85 » Mo 26. Nov 2018, 12:28

Hallo Tirolerin,

es schadet nicht wenn du deine Darmflora mit div.Präparten aufbaust. Ich hatte unter anderem Omni Biotic 6 und Casa Sana Darmreinigung genommen.
Bzgl. den Schmerzen beim Wasserlassen, das ist normal wenn du einen Blasenkatheter hattest. Wenn du mit der Hand währenddessen ein bisschen gegen den Unterbauch drückst lässt der Schmerz etwas nach.
Wegen deinem Gewicht könntest du über den Hausarzt Trinknahrung beantragen. Da du mit 45kg bestimmt untergewichtig bist, wird die Krankenkasse die Trinknahrung übernehmen.

Wie geht es dir momentan?

LG
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Re: Probleme nach Operation

Beitragvon tirolerin1810 » Di 27. Nov 2018, 12:36

Hallo.

Es ist im Moment ein auf und ab. Bin noch sehr schwach und einfach wackelig auf den Beinen.

Mit der Blase habe ich immer noch Probleme, obwohl der Katheter nun seit zwei Wochen weg ist.
Weiters Schmerzen ganz tief unten - fast schon so wie Zyklusschmerzen. Das hatte ich auch schon vor der Operation und man hat mir gesagt, dass meine Stenose tief im Becken liegt und dieser Schmerz dann mir der Operation weg ist.

Das tolle ist, ich habe seit einigen Tagen einen geformten Stuhl. Hipi

LG Tirolerin
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Re: Probleme nach Operation

Beitragvon glöckchen09 » Di 27. Nov 2018, 14:38

hey tirolerin,

ich hatte ja eine ühnliche op wie du mit balsenkatheter. und danach eine blasenentzüdung.
ich emfpehle dir dringend, den urin beim hausarzt untersuchen zu lassen!
nicht dass du da etwas verschleppst. blaseninfekte können hochwandern bis zu den nieren, das wäre ungut.

ebenso könnte es eine pilzinfektion sein. lass das lieber mal schnell abklären.

grüße, glöckchen09
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Re: Probleme nach Operation

Beitragvon tirolerin1810 » Mi 28. Nov 2018, 20:11

Hallo.

Harn habe ich heute kontrollieren lassen. Alles total u auffällig.
Habe heute aber wieder extreme Schmerzen. Habe jetzt drei Tage keine Schnerztablette genommen aber jetzt habe ich eine Hydal geschluckt.
Wieder die extremen Schmerzen ganz tief im Unterbauch. Es fühlt sich fast wehenartig an und erinnert extrem an starke Zyklusschmerzen.
Aber ich bin heute bei Tag 21???

Hier mal ne Frage an operierte Frauen: hattet ihr hier noch der OP auch stärkere Schmerzen? Also mich ringelt es gerade regelrecht auf.

Langsam bin ich echt am verzweifeln.

Herzlichst Tirolerin
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Re: Probleme nach Operation

Beitragvon Bab85 » Fr 30. Nov 2018, 11:30

Hallo Tirolerin,

mein Zyklus war nach jeder OP durcheinander. Die erste Periode danach kam immer zu früh und dann brauchte es noch 2-3 bis es wieder normal war.

LG
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Re: Probleme nach Operation

Beitragvon tirolerin1810 » Do 6. Dez 2018, 12:02

Hallo.

Brauch wieder mal euren Rat.
Hatte gestern Kontrolle. Ultraschall und Blutbild.
CRP ist bei 0.0 - besser geht ja wohl nicht.
Trotzdem habe ich starke Schmerzen im tiefen kleinen Becken. Ein paar Tage war es besser und jetzt wieder die volle Ladung.
Der Ultraschall war bis auf einen dunklen runden Fleck um Op Bereich unauffällig. DEr Radiologe war sich nicht sicher, ob es eine Zyste oder einfach Flüssigkeit von der Op ist. Er hat von einem Serom gesprochen??
Weiß jemand was das genau ist. Hab es zwar gegoggelt,aber wirklich was brauchbares gefunden habei ich nicht.

Wie lange nach der OP hattet ihr Schmerzen? Morgen sind es bei mir 4 Wochen. Ist das normal?
Man hat mir gesagt, das braucht Geduld und es sei normal das es so weh tut.
Ist es das wirklich??? Bin sehr unsicher.
Ach und laut op Bericht wurden 50 cm entfernt. 20 Dünndarm und der Rest Dickdarm. Ist das viel??

Vielen Dank

Tirolerin
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Re: Probleme nach Operation

Beitragvon neptun » Do 6. Dez 2018, 20:50

Hallo Tirolerin,

hattest Du eigentlich eine laparoskopische OP oder war es eine mit Bauchschnitt?
Weißt Du, wie die Anastomose angelegt ist? Gibt ja mehrere Möglichkeiten.

Nun hattest Du eine längere Stenose (10cm) im terminalen Ileum. Aber war auch die Ileozökalklappe überhaupt durch Vernarbung betroffen und damit die weitergehende Resektion gerechtfertigt?
Bei 50 cm Länge scheint mir, da hat man entweder bis ins nicht entzündliche Gewebe gearbeitet, zumindest bei der zweiten OP, oder es war der Anschluß Dünn- an Dickdarm dadurch ein einfacherer Prozeß, denn man muß ja auch alle Nerven schonen, die Blutversorgung darf nicht unterbrochen werden und auch die Anbindung des Darmes ans Bauchfell, welches ja den Darm locker und beweglich in seiner Position hält und über das die Versorgung läuft, darf nicht einfach gekappt werden.

Durch die Sono sollte gewährleistet sein, es gibt keine Nahtinsuffizienz, es gibt weiter keine Raumforderung, es gibt keine neuerliche Entzündung. Da die Sono auch die einzige Untersuchungsmethode ist, die den Darm in Bewegung zeigen kann, so sollte auch eine Hemmung in der Peristaltik sichtbar sein. Das also nicht schon Verklebung oder Verwachsung stattfindet. Denn eine Bewegungseinschränkung des Darmes kann zu Schmerzen führen, wenn Stuhl oder Blähungen den Bereich passieren.
Wenn der Untersucher sein Geschäft versteht.

Da es leider immer mal wieder ungute Geschichten in der Vergangenheit gab, wenn Du unsicher bist, wenn die Schmerzen stark sind, laß Dich nicht abspeisen. Das ist leider nicht so selten und gerade bei harten Verläufen, es gab nach meiner Erinnerung immer einen Grund dafür und es war klägliches Versagen des Krankenhauspersonals, die abwiegelten statt die Betroffenen ernst zu nehmen.

LG Neptun
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Re: Probleme nach Operation

Beitragvon tirolerin1810 » So 9. Dez 2018, 09:48

Hallo Neptun.

Wow. Woher weißt du nur so viel? Bin immer sehr dankbar, wenn du zurück schreibst.

Leider weiß ich nicht, wo die Anastomose angebracht wurde. Werde ich beim nächsten Termin nachfragen.

Die Iliozekalklappe war leider auch betroffen. Aber, dass es dann doch 50 cm wurden hat mich schon geschockt. Bei den Visiten haben sie mir immer gesagt, dass sie sehr sparsam operiert haben und nicht so viel raus mußte. Das mit der Länge habe ich erst erfahren, als ich die OP Berichte wollte.

Das mit den Verwachsungen und Verklebungen verstehe ich jetzt nicht ganz? Wann und warum ommt es dazu??
Wenn man sich zu wenig schont?? Oder wenn falsch operiert wurde?
Ist so was am Ultraschall überhaupt sichtbar oder braucht es dazu a CT oder MRT???

Ich habe am 20. Dezember wieder einen Ultraschall. Werde den Radiologen dann gleich darauf ansprechen.
Wie wirdie man solche Verklebungen dann wieder los???

Wurdest du selber auch schon operiert? Und wenn ja, wie lange hattest du Schmerzen?

Stuhl funktioniert super und ich habe keinen Durchfall mehr sondern einen schön geformten. Aber eben die Schmerzen im tiefen Unterbauch.

Ich war jetzt auch nochmal beim Gynäkologen und der hat gemeint, ich soll wieder mit der Pille beginnen, damit der Eisprung und Co. einfach mal ausgeschaltet sind. Ein durchnittliches Ovar wächst ja auf ca. 2 bis 3 cm an und könnte auch Schmerzen verursachen. Liegt ja alles im Op-Bereich.
Habe beschlossen, dass mal zu versuchen.
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Re: Probleme nach Operation

Beitragvon neptun » Di 11. Dez 2018, 10:35

Hallo Tirolerin,

bei einer größeren OP gibt es immer diverse Risiken.
Du hast schon die Nahtinsuffizienz erlebt.
Wundheilungsstörungen gehören dazu.
An den Nahtstellen der Bauchdecke kann sich zu viel neues Gewebe bilden, auch Nekrosen sind möglich, oder es gibt hartes Narbengewebe.
Durch das Aufschneiden der Gewebeschichten im Bauchraum, also Darm, Bindegewebe, da können diese frischen Schnittstellen sich mit umliegendem Gewebe verbinden, ob nun nur angebackt oder regelrecht verwachsen.

Man hofft natürlich, durch korrektes und sauberes Arbeiten solche Folgen zu vermeiden, aber sicher ist dies nicht und es sind keine Folgen von Pfusch. Es sind allgemeine Risiken, wo man durch bestimmte OP-Techniken sicher auch versucht, diese zu vermeiden.

Schmerzen haben ja einen Grund und bisher ist dieser nicht gefunden worden. Man hat Dir nur gesagt, sie wären üblich.
Da kann man sich nur mit anderen vergleichen.
Ich selbst hatte keine OP am Darm.
Schmerzen entstehen gerne durch Bewegungseinschränkungen im Bauchraum, wie durch Endometriose, Verwachsungen, Blähungen. So mein Gedanke.

Nun schriebst Du, mit dem Stuhl ist schon mal alles gut. Also sind diese Gründe vielleicht eher unwahrscheinlich.
Sollte man durch Sono aber Einschränkungen der Motilität sehen, es wäre ein Hinweis. Und nur die Sono zeigt den Darm in Aktion, weil alle anderen Verfahren nur Standbilder liefern.

Nicht, um Dich zu ängstigen, aber auch nach einer OP kann sich wieder Entzündung zeigen, besonders auch an der Anastomosenaht. Das kann schnell gehen, aber auch Jahre dauern oder gar nicht mehr eintreten. Das ist der Körper, wo man sich mit Voraussagen hüten sollte.

Vielleicht hat der Gyn ja Recht.

LG Neptun
PS: Hattest Du einen großen Bauchschnitt oder war die OP minimalinvasiv?
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