Welche Erfahrungen habt Ihr mit der Grippe-Impfung gemacht?

Austausch zu medizinischen Aspekten von Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und mikroskopischen Kolitiden.

Re: Welche Erfahrungen habt Ihr mit der Grippe-Impfung gemac

Beitragvon Ellie » Do 8. Nov 2018, 16:41

Hallo an alle!


Wie gesagt, wollte ich eigentlich keine neue Grundsatz-Diskussion anfachen. Ich glaube das hat schon einmal dazu geführt, dass hier ein Thread gesperrt wurde und ich bin immer noch der Meinung, dass das jeder für sich entscheiden sollte.

"grünertee44" hat auch Recht , eine Viruserkrankung, kann unser Körper im Normalfall mit Ruhe und etwas Unterstützung durch Hausmittel gut überstehen. Die meisten von uns sind aber nicht der " Normalfall". Durch die CED ist das Immunsystem schon geschwächt, kommt dann auch noch eine echte Grippe hinzu , kann das lebensbedrohlich werden. Insbesondere bei Leuten , die durch einen aktuellen Schub unterernährt und mit Vitaminen nicht ausreichend versorgt sind.
Es gibt keinen absoluten Schutz, doch versuche ich das Risiko wenigstens ein bisschen zu verringern.

Ich hatte die CED aber wahrscheinlich schon länger, als die Diagnose M. Crohn und habe mich nicht regelmäßig impfen lassen. Ist nie etwas passiert. Glück gehabt!


liebe Grüße Ellie
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Re: Welche Erfahrungen habt Ihr mit der Grippe-Impfung gemac

Beitragvon Johnny_Minnesota » So 11. Nov 2018, 14:59

Hallo,

eine sehr gute Frage, zumal sich mehr und mehr Leute über Impfnebenwirkungen Sorgen machen. Seit ich 2016 an Pfeiferschem Drüsenfieber (EBV) erkrankt bin, vertrage ich Impfungen nicht mehr so gut. Ich hatte neulich Probleme in puncto Müdigkeit, schwere Beine, Abgeschlagenheit, nachdem ich eine FSME- und eine Grippeimpfung vorgenommen habe. In der Vergangenheit (vor EBV) hatte ich mit Impfungen jedoch nie ein Problem. Wichtig ist, sich ein bis zwei Tage nach der Impfung zu schonen, vielleicht sogar besser drei Tage. Heißt, kein Sport, evtl. Urlaub nehmen oder wenn man sich kaputt fühlt, eben in den Krankenstand gehen.

Generell sind Impfungen sinnvoll, doch mit meiner Grunderkrankung (EBV) werde ich fortan auf Impfungen verzichten. Magen-Darm-mäßig habe ich bislang jedoch keine Impfnebenwirkungen erhalten. Doch eins ist klar, eine Impfung führt dazu, dass der Körper eine gewisse Zeit lang gegen die entsprechende Krankheit Antikörper bildet. Klar, dies ist eine Immunreaktion, und damit muss man als CED-Patient vorsichtig sein. Frag am besten mal bei Deinem Internisten bzw. Gastroenterologen nach. Wie gesagt, bevor ich an EBV erkrankt bin, hatte ich nie ein Problem mit Impfungen und auch keinen CED-Schub erhalten...

Beste Grüße und alles Gute

Johnny Minneosta :-)
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Re: Welche Erfahrungen habt Ihr mit der Grippe-Impfung gemac

Beitragvon San » Di 13. Nov 2018, 19:13

Mein ehemaliger Seniorchef hatte sich das letze Mal 2002 gegen Grippe impfen lassen und in dem Jahr hat er prompt eine üble Grippe bekommen. 16 Jahre lang hat er sich geweigert, sich impfen zu lassen. Anfang dieses Jahres hat er sich von seinem Hausarzt überreden lassen, da er "Risikopatient" sei (er hatte einen Herzinfarkt). Und prompt hatte er ca. 2 Wochen später eine heftige Grippe. So viel dazu.
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Re: Welche Erfahrungen habt Ihr mit der Grippe-Impfung gemac

Beitragvon Kaja » Di 13. Nov 2018, 21:24

Hi San,

so ging es mir auch. Ich war bis dato kein Risikopatient und habe mich 2x wegen Umfeld, arbeiten in Kliniken impfen lassen und ich lag so richtig flach.

Später wurde bei mir MC diagnostiziert und mit Kortison, AZA, Humira, Stelara ist man ja bei diesen Medikamenten ein Risikopatient - aber ich habe mich nicht impfen lassen und alles bzw. alle "Grippe-Wellen" sind an mir vorbei gegangen :lol:

Viele Grüße

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Re: Welche Erfahrungen habt Ihr mit der Grippe-Impfung gemac

Beitragvon DaniSahne » Mi 14. Nov 2018, 11:51

Hallo an Alle,

hier noch einmal ein positiver Bericht aus dem Hause Grippeimpfung. Ich arbeite im Gesundheitsbereich, wo die Grippeimpfung sowieso empfohlen wird und habe mich nie impfen lassen und auch nie die Grippe gekriegt, trotz Krankheitsfällen rundherum. Auch nach der Colitis Diagnose habe ich es die letzten zwei Jahre gelassen.
Weil ich seit diesem Jahr mit Infliximab behandelt werde, habe ich mich nun dazu entschlossen mich doch impfen zu lassen.
Das war vorletzte Woche und ich habe keinerlei Beschwerden. Da die Arzthelferin bei meinem Hausarzt das richtig gut macht, nicht einmal Schmerzen im Arm. Alles super.

Nebenbei hatte ich auch eine EBV Infektion in der Vergangenheit, allerdings länger her und keine Probleme mit Impfungen (auch nie gehabt). Eine EBV Infektion führt nicht grundsätzlich zu Problemen wie von Johnny Minnesota geschildert.


LG

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Re: Welche Erfahrungen habt Ihr mit der Grippe-Impfung gemac

Beitragvon Vesta » Fr 16. Nov 2018, 18:26

Hallo Amsel,
die Meinung deines Arztes ist für mich interessant. Ich erhalte Remsima (= Remicade) und die Professorin am Hygiene Institut der Universität Wien hat mir - mit Wissen um meine Medikamentation - die Grippeimpfung empfohlen! Womit hat dein Arzt das begründet?

Ich war daher am 15.11. zur Grippeimpfung, am 30.11. erhalte ich die nächste Infusion. Es sollte ein gewisser Abstand zwischen Impfung und Infusion sein. Bei der Grippeimpfung werden keine Lebendviren gespritzt, also ist nach der Aussage meine Ärzte im AKH (Allgemeines Krankenhaus Wien) eine Impfung möglich!

Am 29.11. bin ich bei einer Kontrolluntersuchung im AKH und werde den Professor nochmals fragen!
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Re: Welche Erfahrungen habt Ihr mit der Grippe-Impfung gemac

Beitragvon Amsel » Fr 16. Nov 2018, 20:15

Ja, tu das bitte. Im Krankenhaus hat man mir von der Grippeimpfung abgeraten. Die weiteren Infusionen bekomme ich jetzt bei meinem Gastroenterologen. Der hat mir unbedingt zur Impfung geraten. Ich soll nach der Infusion 1 Woche warten und mir dann die 4-fach-Imfung holen. Das werde ich auch tun.
LG Amsel
Sorge dich nicht was morgen kommt, sonst zahlst du im Voraus Zinsen für Schulden, die du vielleicht niemals machen wirst.
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Re: Welche Erfahrungen habt Ihr mit der Grippe-Impfung gemac

Beitragvon Mirja » Do 22. Nov 2018, 20:11

Hallo zusammen :)

meine Ärztin hat mir die Impfung empfohlen und mich darauf hingewiesen, dass sie nur noch wenig Impfstoff zur Verfügung hat.
Nach einmal drüber schlafen, habe ich mich entschlossen, mich nicht impfen zu lassen.

Im Feb. d. J. hatte ich eine echte Grippe, war zwei Wochen im Bett gelegen - ich hoffe, dass ich in dieser Saison verschont bleibe.
Das Thema ist umstritten und jeder sollte auf sein Bauchgefühl hören.

Viele Grüße Mirja

(.. die gerade eine starke Erkältung hat, viel gelesen hat und gleich einen neuen Thread eröffnen muss)
Mirja
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Re: Welche Erfahrungen habt Ihr mit der Grippe-Impfung gemac

Beitragvon Flexxxxxx » Di 4. Dez 2018, 16:21

Hallo

Nachdem ich mich noch nie gegen Grippe impfen lassen hab und ich noch nie so eine richtige Grippe hatte (auch unter Einnahme von Immumsuppressiva) hat mir mein Gastro aufgrund der schweren Grippewelle der letzten Saison dringend geraten mich dieses Jahr impfen zu lassen.auch weil ich dieses Jahr bereits Humira, Aza, Remicade erhalten und aktuell Stelara erhalte.

Also hab ich mich dazu entschieden weil ich mir jedes Jahr gedacht habe puh nochmal Glück gehabt. Finde das grundsätzlich als Risikopatient schon sinnvoll.

Vor der Impfung war ich von MC her auf dem Weg der Besserung, Kortison usw abgesetzt. Prompt nach der Impfung lieg ich nen Tag mit Fieber flach (das ist aber bei mir bei egal welcher Impfung immer das gleiche Spiel) und plötzlich ist alles wieder vorher und die Beschwerden sind so stark wie eh und je wieder da. Ich geh mal davon aus das hängt mit der Impfung zusammen und zweifle schon an Stelara.

Wird wohl das letzte mal gewesen sein das ich mich impfen gelassen hab. Das Risiko gehe ich dann gerne ein. Aber das ich wegen der Impfung nun wieder mit cortison anfangen muss ist echt frustrierend!

VG
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Re: Welche Erfahrungen habt Ihr mit der Grippe-Impfung gemac

Beitragvon glöckchen09 » Di 4. Dez 2018, 18:35

hallo leute,

ich lasse mich seit jahren gegen Influenza impfen und hatte noch nie probleme dabei.

Von welchem zeitraum sprecht ihr denn, wenn ihr sagt, es gibt eine verschlechterung?
sind das wenige tage? wie bei einem infekt?
das würde ich zb in kauf nehmen und abwarten..

liebe grüße, glöckchen09
(und wie wir den patienten sagen, die wir impfen: wohl bekomms ;))
glöckchen09
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