Angst vor Darmkrebs

Austausch zu medizinischen Aspekten von Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und mikroskopischen Kolitiden.
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SandraBee23
neu hier
Beiträge: 3
Registriert: Mi 20. Jun 2018, 20:14

Angst vor Darmkrebs

Beitrag von SandraBee23 »

Hallo ihr lieben,

Ich bin neu hier im forum und brauche mal euren Rat.
Ich hab seit 7 Jahren eine bekannte Cu, pankolitis wurde damals festgestellt.
Am Montag habe ich kurzfristig eine Coloskopie, weil ich derzeit bei fast jedem Stuhlgang, der breiig bis flüssig ist Blut mit dabei. Dieses ist hellrot.
Bei meiner Erkrankungsdauer habe ich ziemlich sorge, das dort ein Tumor gefunden wird, der vielleicht die ganze Zeit schon blutet und das primär mit meiner colitis gar nichts zu tun hat.
Mache mich momentan zuemlich verrückt und irgendwie kann man keiner verstehen aus meinem Umkreis. Meine letzte Colo war vor 2 1/2 Jahren.
Ich bin erst 27jahre und hab so eine angst vor einer bösartigen Diagnose.


Liebe Grüße Sandra

DaniSahne
fühlt sich wohl hier
Beiträge: 54
Registriert: Mo 6. Feb 2017, 15:05
Diagnose: CU

Re: Angst vor Darmkrebs

Beitrag von DaniSahne »

Hallo Sandra,

oh je deine Sorge kann ich ein bisschen nach vollziehen. Ging mir auch vor der Darmspiegelung so. Man weiß ja nie aber die Angst ist erst einmal nicht nötig. Was für Symptome hattest du denn bei Diagnosestellung? Bestimmt auch Blutungen oder? Erst einmal ist es sehr viel wahrscheinlicher dass das Blut von der Colitis kommt. Darmkrebs entwickelt sich in der Regel sehr langsam. Deshalb sind die normalen Vorsorgekoloskopien ja nur alle 5 Jahre. JA natürlich ist das Risiko bei CU erhöht aber Darmkrebs blutet erst einmal gar nicht oder sehr spät. Ich habe eine Weile auf einer Bauchchirurgischen Station gearbeitet und keiner der Darmkrebs Pat. die ich kennen gelernt habe, hatte bei Diagnosestellung sichtbare Blutungen. Meist macht er lange keine Beschwerden, bzw. man findet nur das verdeckte (okkulte) Blut mit speziellen Tests. Offenes Blut stammt wirklich eher von der Colitis oder auch Hämorrhoiden. Außerdem war die letzte Colo vor 2 1/2 Jahren, da hätte man schon Vorstufen erkannt. Wie gesagt Darmkrebs wächst nicht von heute auf morgen, auch nicht bei Colitis Ulcerosa.

Deine Sorge kann ich dir natürlich nicht nehmen aber vielleicht kann man dich ein bisschen beruhigen. Seinem Umfeld diese Ängste zu erklären ist immer schwierig.
Die Angst kann man wohl nur verstehen wenn es einem selbst schon so ging oder sie haben vielleicht auch Angst und können mit der Situation auch nicht umgehen. So kenne ich es von meinen Eltern.
Hast du übers Wochenende jemanden um dich, dass du ein bisschen abgelenkt bist? Oder gönne dir was schönes. Das hilft mir immer. Bewusst irgendetwas machen was mir Spaß macht und ich sonst eher nicht mache.


Liebe Grüße und ganz viel Kraft für dich!!

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Mischkas
Dauergast
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Registriert: So 29. Apr 2018, 14:49
Diagnose: CU 2016 , CU/MC 2019

Re: Angst vor Darmkrebs

Beitrag von Mischkas »

Hallo Sandra

ich kenne das mit den Angstgefühlen vor der Coloskopie.
Wenn man bedenkt das bei Cu (und den ganzen Medikamenten) das Krebsrisiko erhöht sein soll da ist es wohl normal das man sich über die ausstehenden Ergebnisse Sorgen macht.

Dani hat Dir das schon toll erklärt ich kann Dir nur dazu sagen meine Gastroenterologin hat mir versichert das bei so naheliegenden Kontrollen das Risiko auf einen Tumor zu stoßen
praktisch ausgeschlossen ist.

Wie Du schreibst wurde bei Dir auch eine Cu Pancolitis diagnostiziert von dem her denke ich das Du so einige Medikamente nehmen musst die eine regelmäßige Blutanalyse verlangen.
Auch in diesem Zusammenhang erklãrte mir meine Gastroenterologin wenn bei den Blutanalysen Anomalien vorhanden sind werden automatisch Kontrollen gemacht.

Ich hoffe das Du bis Montag eine interessante Abwechslung finden kannst die Dich von dem Ganzen ein wenig ablenkt.

Mischkas
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SandraBee23
neu hier
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Registriert: Mi 20. Jun 2018, 20:14

Re: Angst vor Darmkrebs

Beitrag von SandraBee23 »

Hallo ihr lieben.

Erst mal Danke für die Antworten.

Bei meiner Diagnose Stellung hatte ich vermehrt Durchfall und auch einmal Fieber. War zu der Zeit aber in der Ausbildung als Krankenschwester und auf einer inneren Abteilung. Ich dachte zu dem Zeitpunkt, das man sich erst mal an die Umgebung gewöhnen muss und der ganze Stress für die Probezeitprüfung. Einen Tag vor der Prüfung bin ich dann in die Notaufnahme, weil ich eine schon ziemlich ausgeprägte Blutung hatte. Einen Monat später hatte ich eine Colo und das Dilemma.
Ich hab danach auch meine Ausbildung erneut begonnen und arbeite seit 3 Jahren auf einer pulmologischen Station. Natürlich kenne ich mich auch etwas mit der Gastroenterologie aus, hab da nur leider eher wenig Erfahrung. Ich weiß auch nicht, warum mich das derzeit so beschäftigt. Vllt weil ich bisher nie so viel Blut dabei hatte.
Teilweise war meine CU so gut therapiert, das ich sogar keine Tabletten nehmen brauchte. Anfangs hab ich natürlich viel Mesalatin und entocort nehmen müssen, dazu auch mal Pentasa Zäpechen, die ich aber nicht gut fand.
Zuletzt hab ich teilweise gar keine mehr genommen, weil alles gut war. Was auch wirklich sehr lange gut war. Blutungen hatte ich wie gesagt schon mal, aber noch nie so heftig. Das beschäftigt mich und macht mir einfach sorgen. Ich bin bis zum Wochenende bei meiner Familie, aber Ablenkung ist derzeit etwas schwierig.

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